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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Tui drückt nach Fusion mit Tui Travel beim Umbau aufs Tempo


Hannover (dpa) - Nach der Komplettfusion von Tui und Tui Travel geht die Konzernspitze den weiteren Umbau des weltgrößten Reisekonzerns an. Die Vorstandschefs Fritz Joussen und Peter Long wollen die Rechenzentren zusammenlegen und die fünf Charterfluglinien wie Tuifly und Thomson Airways bündeln. Auch die Kreuzfahrtlinien Tui Cruises und Thomson Cruises sollen enger aneinanderrücken, wie die Manager am Dienstag auf der Hauptversammlung in Hannover ankündigten. Im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember milderten gute Geschäfte der konzerneigenen Hotels und Kreuzfahrtlinien den typischerweise verlustreichen Start in den Winter. Unterm Strich stand ein Verlust von knapp 105 Millionen Euro nach 110 Millionen ein Jahr zuvor. Der Umsatz stieg um gut fünf Prozent auf 3,5 Milliarden Euro.

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BMW und Volkswagen schaffen 2015 Tausende neue Stellen

Wolfsburg/München (dpa) - Die Produktion brummt bei den deutschen Autobauern - und das äußert sich auch im Aufbau der Belegschaften. BMW-Betriebsratschef Manfred Schoch sagte dem «Münchner Merkur», die gute Auftragslage treibe die Neueinstellungen auf bisher unbekannte Höhen: «Während andere Unternehmen Entlassungen durchführen, werden wir in Deutschland in diesem Jahr 5000 Menschen fest einstellen.» Ein Unternehmenssprecher wollte sich zu der konkreten Zahl zwar nicht äußern. Er bestätigte aber, dass mehrere tausend Festanstellungen geplant seien, darunter auch Leiharbeiter. Spiegelbildlich läuft es beim Volkswagen-Konzern. «Wir werden die 600 000 Mitarbeiter im Gesamtkonzern Mitte dieses Jahres überschreiten», sagte Betriebsratschef Bernd Osterloh der Deutschen Presse-Agentur.

Internationale Energieagentur: Russland Verlierer der Ölmarkt-Krise

London (dpa) - Russland wird nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) der große Verlierer des derzeitigen Ölpreisverfalls sein. «Russland sieht sich einem absoluten Sturm von niedrigen Preisen, Sanktionen und Währungsschwankungen ausgesetzt», sagte IEA-Generalsekretärin Maria van der Hoeven am Dienstag in London. Der Tagesausstoß an Rohöl werde um 560 000 Barrel sinken. Die IEA-Chefin stellte eine mittelfristige Ölmarkt-Prognose ihrer Organisation bis zum Jahr 2020 vor. Die Agentur berät vor allem Industrienationen wie Deutschland und die USA in Energiefragen.

Fünftes Rekordjahr für Deutschland-Tourismus in Folge

Wiesbaden (dpa) - Der Boom im Deutschland-Tourismus hält an: 2014 brachte den fünften Übernachtungsrekord in Folge. 424 Millionen Übernachtungen von Touristen und Geschäftsreisenden zählte das Statistisches Bundesamt nach vorläufigen Angaben vom Dienstag. Damit stieg die Zahl zum Vorjahr nochmals um drei Prozent. Getrieben wurde der Zuwachs einmal mehr vor allem von Gästen aus dem Ausland. Ihre Übernachtungszahl erhöhte sich binnen Jahresfrist um fünf Prozent auf 75,5 Millionen. Bei inländischen Gästen gab es ein Plus von drei Prozent auf 348,5 Millionen. Die Statistik berücksichtigt Pensionen und Hotels mit mindestens zehn Schlafplätzen.

Rubelschwäche vermiest Metro den Start ins neue Geschäftsjahr

Düsseldorf (dpa) - Dem Handelskonzern Metro hat die Schwäche des russischen Rubel das Ergebnis im ersten Geschäftsquartal verhagelt. Das um Restrukturierungskosten bereinigte operative Ergebnis (Ebit) sank um knapp fünf Prozent auf 1,02 Milliarden Euro, wie Metro am Dienstag in Düsseldorf mitteilt. Unter dem Strich ging der Gewinn um gut 10 Prozent auf 404 Millionen Euro zurück. Der Umsatz verringerte sich, wie bereits berichtet, um 2,2 Prozent auf 18,3 Milliarden Euro. Neben Währungseffekten schlugen sich hier auch Unternehmensverkäufe nieder.

Deutscher Bio-Markt wächst um knapp fünf Prozent

Nürnberg (dpa) - Der deutsche Markt für Bio-Produkte hat im vergangenen Jahr um knapp fünf Prozent auf einen Umsatz von 7,91 Milliarden Euro zugelegt. Damit verlangsamte sich das Wachstum nach Berechnungen des Arbeitskreises Biomarkt etwas. Dennoch betonte der Geschäftsführer des Bunds Ökologische Lebensmittelwirtschaft, Peter Röhrig, beim Medientag der Öko-Messe Biofach am Dienstag in Nürnberg: «Das Nachfragewachstum an allen Absatzplätzen zeigt: Das Potenzial am Bio-Markt ist längst noch nicht ausgeschöpft.» Die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Deutschland nahm um 2,7 Prozent zu.

Ikea setzt Expansion in Deutschland fort - Schwerpunkt im Ruhrgebiet

Essen (dpa) - Der Möbelhändler Ikea will sein Wachstum in Deutschland deutlich vorantreiben. Am Dienstag kündigte das Unternehmen die Eröffnung von sechs neuen Möbelhäusern in Nordrhein-Westfalen an. Schwerpunkt dabei soll das Ruhrgebiet sein. Neben neuen Standorten in Wuppertal, Bottrop sowie in den Regionen Bochum/Herne und Castrop-Rauxel seien Ersatzbauten für vorhandene Häuser an den Standorten Essen und Kaarst geplant. Das Unternehmen bezifferte die Investitionen auf rund 400 Millionen Euro in NRW, davon etwa 250 Millionen Euro im Ruhrgebiet. Insgesamt sollen rund 750 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. In Deutschland betreibt Ikea derzeit 48 Möbelhäuser, davon 10 in NRW.

Anleger freuen sich über Hoffnungsschimmer im Griechenland-Drama

Frankfurt/Main (dpa) - Die Hoffnung auf eine Annäherung im Streit um Griechenland hat den deutschen Aktienmarkt am Dienstag aus seiner Lethargie gerissen. Nach einem verhaltenen Start kletterte der Dax bis zum Nachmittag um 0,94 Prozent ins Plus auf 10 764,04 Punkte. Der MDax gewann 0,96 Prozent auf 18 905,27 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax  stieg um 0,95 Prozent auf 1493,04 Punkte. Der Euro wertete etwas auf: Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,1297 (1,1275) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8852 (0,8869) Euro.