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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Europartner suchen Kompromisse mit Griechenland - Märkte angespannt


Brüssel/Athen (dpa) - Schicksalstage für Griechenland: Die Euro-Finanzminister suchen einen Kompromiss im Streit mit der neuen Regierung in Athen um Schulden und Sparauflagen. Vor dem Treffen der Eurogruppe am Montag in Brüssel waren die Erwartungen an beide Seiten hoch: Sowohl Griechenlands Regierung als auch die internationalen Geldgeber stehen unter enormen Zeitdruck, denn Ende Februar läuft das Rettungsprogramm für Athen aus. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) dämpfte vor dem Treffen die Hoffnung auf eine rasche Lösung. Er sei «sehr skeptisch», ob es in Brüssel eine Einigung geben werde, sagte er am Morgen im Deutschlandfunk: «Mir tun die Griechen leid. Sie haben eine Regierung gewählt, die sich im Augenblick ziemlich verantwortungslos verhält.»

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Puma sieht sich nach schmerzhaften Jahren am Wendepunkt

Herzogenaurach (dpa) - Der Sportartikelhersteller Puma sieht sich nach schwierigen Jahren am Wendepunkt. «Das Jahr 2015 wird unserer Auffassung nach zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind», sagte Puma-Chef Björn Gulden am Montag in Herzogenaurach. Puma versucht seit längerem, ausufernden Kosten mit einem Konzernumbau und Sparprogrammen zu begegnen. Außerdem will der nach Nike und Adidas drittgrößte Sportartikelkonzern der Welt das Vertrauen der Konsumenten zurückgewinnen, nachdem die Marke stark an Beliebtheit verloren hatte. Der Konzerngewinn vervielfachte sich zwar von 5,3 Millionen auf 64,1 Millionen Euro - allerdings hatten Sonderkosten für den Unternehmensumbau in Höhe von 129 Millionen Euro das Vorjahresergebnis belastet.

Bundesbank: Keine Preisblase bei Immobilien in Deutschland

Frankfurt/Main (dpa) - Die Bundesbank sieht weiterhin keine gefährliche Preisblase am deutschen Immobilienmarkt. «Für Deutschland als Ganzes ist nach wie vor keine substanzielle Überbewertung von Wohneigentum erkennbar», schreibt die Notenbank in ihrem aktuellen Monatsbericht vom Montag. Allerdings seien in Städten die Preise für Einfamilienhäuser und insbesondere Eigentumswohnungen teils immer noch deutlich überbewertet. Im Schnitt habe sich der Preisauftrieb am Immobilienmarkt im vergangenen Jahr abgeschwächt: «Dies gilt vor allem für Wohnungen auf den städtischen Immobilienmärkten, während die Preise für Einfamilienhäuser in den Ballungsräumen weiterhin kräftig anzogen.» Ein Grund für den insgesamt schwächeren Preisanstieg sei eine nachlassende Nachfrage, weil sich Wohneigentum teils kräftig verteuert habe. Zudem sei das Angebot an neuen Häusern und Wohnungen 2014 stärker als im Vorjahr ausgeweitet worden, erklärte die Bundesbank.

Bundesbank: Starker Aufschwung der deutschen Wirtschaft geht weiter

Frankfurt/Main (dpa) - Der Wirtschaftsaufschwung in Deutschland geht nach Einschätzung der Bundesbank weiter. «Vom konjunkturellen Aufwind wird die deutsche Wirtschaft auch nach dem Jahreswechsel 2014/2015 profitieren», schreibt die Notenbank in ihrem am Montag in Frankfurt veröffentlichten Monatsbericht für den Februar. «Angesichts des erst im November eingeleiteten Stimmungsumschwungs im Unternehmensbereich ist es bemerkenswert, wie schnell und insbesondere wie stark das Wirtschaftswachstum in Deutschland gegen Jahresende angezogen hat.» Vor allem die Kauflust der Konsumenten hatte die deutsche Konjunktur zum Jahresende 2014 angeheizt. Das Wachstum der Wirtschaftsleistung fiel mit 0,7 Prozent deutlich stärker aus als erwartet. «Kurzfristig ist der private Verbrauch die Hauptstütze der Belebung», bekräftigten die Bundesbank-Experten.

Japan überwindet Rezession - Erholung aber schwächer als erwartet

Tokio (dpa) - Japans Wirtschaft hat die Rezession überwunden, erholt sich aber schwächer als erwartet. Wie die Regierung am Montag mitteilte, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der drittgrößten Volkswirtschaft zwischen Oktober und Dezember nach vorläufigen Daten um eine hochgerechnete Jahresrate von 2,2 Prozent. Ökonomen hatten mit einem deutlich stärkeren Wachstum von etwa 3,6 Prozent gerechnet. Im Vergleich zum Vorquartal legte die Wirtschaft um 0,6 Prozent zu. Die Daten zeigen nach Ansicht von Analysten, wie schwierig es für Ministerpräsident Shinzo Abe weiterhin ist, Japan aus der 20-jährigen Stagnation herauszuholen. Es ist das erste Mal seit drei Quartalen, dass die Wirtschaft des Landes wieder zulegte.

Dax unterbricht Rekordjagd vor Griechenland-Treffen

Frankfurt/Main (dpa) - Angesichts der nächsten Verhandlungsrunde in der griechischen Schuldenkrise haben sich die Anleger am Frankfurter Aktienmarkt in Wartestellung begeben. Der Dax unterbrach am Montag seine Rekordjagd und gab bis zum Nachmittag um 0,20 Prozent auf 10 941,03 Punkte nach. Noch am Freitag hatte der deutsche Leitindex seinen Höhenflug mit einem erstmaligen Sprung über die Marke von 11 000 Punkten gekrönt. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen sank zuletzt um 0,05 Prozent auf 19 278,01 Punkte, wogegen der Technologiewerte-Index TecDax ein Plus von 0,34 Prozent auf 1522,51 Punkte schaffte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,11 Prozent auf 3443,63 Punkte. Die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere stieg auf 0,27 (Freitag: 0,26) Prozent. Der Euro stieg: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1408 (Freitag: 1,1381) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8766 (0,8787) Euro.

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