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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Piloten-Streik bei der Lufthansa - Fluggäste ausreichend vorgewarnt


Frankfurt/Main (dpa) - Bei der Lufthansa gehen die Pilotenstreiks unvermindert weiter. Nachdem am Mittwoch rund 750 Verbindungen der Kurz- und Mittelstrecke ausgefallen sind, wollten die Piloten der Vereinigung Cockpit an diesem Donnerstag ausschließlich Langstreckenflüge bestreiken. Laut Lufthansa können aber 43 der geplanten 85 Interkontinentalflüge aus Deutschland starten. Bei der ebenfalls bestreikten Frachttochter Lufthansa Cargo müsse kein einziger Flug ausfallen, teilte das Unternehmen mit. Der Kurz- und Mittelstreckenverkehr solle schon am Donnerstag wieder normal laufen. Rund 80 000 Passagiere waren am Mittwoch von den 750 Flugabsagen bei 1400 geplanten Flügen betroffen. Die Kunden mussten umgebucht werden oder konnten ihre Reisen erst gar nicht antreten.

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Mehr Haltepunkte für Intercitys - Bahn will Kunden zurück

Berlin (dpa) - Die Bahn lässt ihre Fernzüge künftig in deutlich mehr Städten halten. Insgesamt 25 Orte werden neu ins Netz der Intercitys aufgenommen, wie das Unternehmen am Mittwoch in Berlin mitteilte. Darunter sind beispielsweise Chemnitz, Fürth, Heilbronn, Tübingen und Siegen. 40 weitere Städte sollen besser angebunden werden als bisher. Deutschlandweit werde es «keine weißen Flecken im Fernverkehr» mehr geben, versprach Personenverkehrs-Vorstand Ulrich Homburg. Bis alles umgesetzt ist, soll es allerdings 15 Jahre dauern. Die Bahn will Kunden zurückholen, die sie zuletzt vor allem an die Fernbusse verlor. Die wachsende Konkurrenz belastet das Bahn-Ergebnis 2014 laut Konzernchef Rüdiger Grube mit rund 120 Millionen Euro. Die Bahn hatte die im Dezember übliche Preiserhöhung der zweiten Klasse ausgelassen.

Gericht verbietet UberPop in Deutschland

Frankfurt/Main (dpa) - Das umstrittene US-Unternehmen Uber darf in Deutschland keine Personenfahrten mehr über seinen Internet-Dienst UberPop vermitteln. Das Landgericht Frankfurt hat dies in einer Grundsatzentscheidung am Mittwoch für wettbewerbswidrig erklärt. Den Privatfahrern fehle die dafür notwendige Lizenz. Uber stifte damit die Fahrer zum Rechtsbruch an. Beim Service UberPop bieten Privatleute mit ihren Autos über eine Handy-Anwendung (App) ihre Fahrdienste an. Uber hat seinen Service in den fünf Großstädten Frankfurt, Berlin, Hamburg, München und Düsseldorf angeboten. In all diesen Städten sind Behörden oder Gerichte gegen Uber vorgegangen. In Frankfurt hatte nun das deutsche Taxigewerbe geklagt.

Studie: Fehlende Tarifbindung verschärft Lohnungleichheit

Gütersloh (dpa) - Immer weniger Betriebe in Deutschland zahlen nach Tarif. Das verschärft laut einer Studie von Bertelsmann-Stiftung und Münchner Ifo-Institut die Lohnungleichheit. Nach der am Mittwoch vorgestellten Analyse führt vor allem die sinkende Tarifbindung dazu, dass die Lohnschere in Deutschland immer weiter auseinanderklafft. Die Globalisierung, also die zunehmende internationale Verflechtung der Wirtschaft, spiele dagegen eine deutlich geringere Rolle. Seit Mitte der 1990er Jahre ist den Angaben zufolge der Anteil der Unternehmen, die nach Tarif zahlen, von 60 Prozent auf mittlerweile 35 Prozent gesunken. Der Anteil der tarifgebundenen Beschäftigen fiel von 82 auf 62 Prozent.

Bundesgericht: Kranker Alkoholiker hat Anspruch auf Lohnfortzahlung

Erfurt (dpa) - Arbeitgeber müssen alkoholsüchtigen Beschäftigten sechs Wochen lang das Gehalt weiterzahlen, wenn diese wegen ihrer Sucht krankgeschrieben sind. Sucht und auch Rückfälle nach einer Therapie seien in der Regel nicht als Selbstverschulden zu werten, das den Anspruch auf eine Lohnfortzahlung aufhebe, entschied das Bundesarbeitsgericht (BAG) am Mittwoch in Erfurt (Az.: 10 AZR 99/14). Die Richter wiesen die Revision eines Bauunternehmens aus Nordrhein-Westfalen zurück, das einem alkoholkranken Mitarbeiter nach einem Rückfall die Lohnfortzahlung verweigert hatte. Stattdessen sprang die Krankenkasse des Mannes mit Krankengeld ein - und verklagte die Firma anschließend auf Rückzahlung von rund 1300 Euro.

BMW rechnet trotz Risiken mit weiterem Rekordjahr

München (dpa) - BMW will nach fünf Rekordjahren in Folge auch 2015 wieder Bestwerte erreichen, warnt aber vor wachsenden Risiken. «Es existieren viele Unsicherheiten», sagte der scheidende Konzernchef Norbert Reithofer am Mittwoch in München bei seiner letzten Bilanzpressekonferenz. Wichtige Märkte wie China würden an Schwung verlieren, es gebe politische Unsicherheiten und Krisenherde. «All das wirkt sich auf die Entwicklung der Automobilmärkte aus», sagte Reithofer. Das Wachstumstempo könnte sich bei BMW zudem wegen anstehender Modellwechsel verlangsamen. Viele Kunden warten lieber auf die neuen Modelle, auf die auslaufenden Typen gibt es zumeist höhere Rabatte. Dennoch rechnet Reithofer auch 2015 mit einem «soliden Wachstum».

Gute Wirtschaftsentwicklung lässt Kassen der Dax-Chefs klingeln

Frankfurt/Main (dpa) - Die Chefs der Dax-Konzerne haben im vergangenen Jahr kräftig von der guten wirtschaftlichen Entwicklung profitiert. Sie verdienten im Schnitt 5,3 Millionen Euro und damit 9 Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie aus einer am Mittwoch vorgelegten Untersuchung des Beratungsunternehmens Towers Watson hervorgeht. Das Plus liegt deutlich über dem jährlichen Durchschnitt von 3,4 Prozent der letzten Jahre. Verzerrt wird das Bild allerdings durch einen kräftigen Sprung bei Commerzbank-Chef Martin Blessing. Er erhielt erstmals seit der Finanzkrise einen Bonus. Spitzenverdiener war der Studie zufolge erneut VW-Chef Martin Winterkorn. Der Manager verdiente nach einem Rekordjahr des Autokonzerns 15,6 Millionen Euro, 7 Prozent mehr als 2013.

Dax dämmt seine Verluste ein

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat seine Verluste am Mittwoch bis zum Nachmittag deutlich eingedämmt. Nach einem zwischenzeitlichen Minus von knapp anderthalb Prozent beliefen sich die Abschläge bei 11 954,38 Punkten zuletzt noch auf 0,22 Prozent. Nachdem der deutsche Leitindex zum Wochenauftakt seine wochenlange Rekordjagd mit dem erstmaligen Sprung über 12 000 Punkte gekrönt hatte, war er am Dienstag wieder unter die runde Marke gefallen. Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 0,19 (Vortag: 0,20) Prozent. Der Euro fiel: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0592 (Dienstag: 1,0635) Dollar fest.