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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

Post geht nicht auf Verdi-Ultimatum ein - Streiks drohen


Berlin (dpa) - Bei der Deutschen Post werden unbefristete Streiks immer wahrscheinlicher. Die Arbeitgeber wollen nicht auf das am Donnerstag auslaufende Ultimatum der Gewerkschaft Verdi eingehen. «Wir werden uns Anfang nächster Woche zum Vorschlag von Verdi äußern», sagte ein Post-Sprecher. Die Gewerkschaft hat der Post bis Donnerstagnachmittag Zeit gegeben, das Angebot anzunehmen. Andernfalls wollen sie die Verhandlungen für gescheitert erklären und zu Streiks aufrufen. Zuletzt hatte es bereits wochenlange Warnstreiks gegeben, viele Briefe und Pakete waren liegengeblieben.

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EU-Urteil zu Früchtetee: Es muss drin sein, was drauf steht

Luxemburg (dpa) - Ein Früchtetee darf nicht mit Bildern von Himbeeren und Vanille werben, wenn weder die Früchte noch Aromen von diesen im Tee enthalten sind. Das folgt aus einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom Donnerstag zu einem Kindertee des Herstellers Teekanne. Die Verpackung eines Lebensmittels dürfe den Verbraucher nicht in die Irre führen, indem sie den Eindruck erwecke, dass eine Zutat vorhanden sei, die tatsächlich fehle, schreiben die Richter. Die Zutatenliste reiche nicht, um den falschen Eindruck zu korrigieren.

Zalando erobert die zweithöchste deutsche Börsenliga

Frankfurt/Main (dpa) - Zalando hat es im zweiten Anlauf geschafft: Der Online-Modehändler steigt in die zweite deutsche Börsenliga auf, den MDax. Die Aktie des erst im Oktober vergangenen Jahres an die Börse gekommenen Berliner Unternehmens wird vom 22. Juni an im Index der mittelgroßen Konzerne notieren. Im April hatte Zalando das Rennen um einen freien Platz im MDax noch gegen den Ticketvermarkter CTS Eventim verloren. Die Entscheidung der Deutschen Börse vom späten Mittwochabend gab der Zalando-Aktie am Donnerstag Auftrieb. Das Papier legte bis zum Mittag um 1,60 Prozent auf 30,25 Euro zu.

IWF rät US-Notenbank erst 2016 zu Zinserhöhung

Washington (dpa) - Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) sollte nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) ihre erste Leitzinserhöhung seit 2006 auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Die Fed sollte auf ein Anziehen der Löhne und der Inflation warten, heißt es in einem Bericht von IWF-Experten nach Beratungen mit der US-Regierung, der am Donnerstag in Washington veröffentlicht wurde. Angesichts der derzeitigen wirtschaftlichen Aussichten sei eine Zinserhöhung im ersten Halbjahr 2016 sinnvoll. Bislang erwarten die Finanzmärkte, dass die Fed in diesem Sommer oder Herbst die Zinsen erhöht.

Griechenland, Euro und Anleihen belasten Dax

Frankfurt/Main (dpa) - Das Gezerre um Griechenland, ein erneuter Ausverkauf am Anleihemarkt und der wieder deutlich gestiegene Eurokurs haben am Donnerstag dem deutschen Aktienmarkt zugesetzt. Bis zum Nachmittag gab der deutsche Leitindex um 0,85 Prozent auf 11 322,34 Punkte nach. Der MDax der mittelgroßen Werte fiel um 0,94 Prozent auf 20 246,00 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax sank um 0,77 Prozent auf 1690,62 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,79 Prozent. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,55 Prozent am Vortag auf 0,73 Prozent. Der Bund-Future legte nach einem turbulenten Handel zuletzt um 0,26 Prozent auf 151,05 Punkte zu. Den Referenzkurs des Euro setzte die EZB auf 1,1317 (Mittwoch: 1,1134) US-Dollar fest.