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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Verdi erhöht Tempo bei Poststreiks


Bonn/Berlin (dpa) - Die Post gerät durch die massive Ausweitung der Streiks von Zustellern und Beschäftigten in Briefzentren immer stärker unter Druck. Am Freitag schickte Verdi weitere Brief- und Paketboten in einen dauerhaften Ausstand. In Nordrhein-Westfalen traten rund 1000 Postboten in einen unbefristeten Streik. Auch in anderen Bundesländern erhöhte Verdi die Schlagzahl. Bislang hat die Post nach eigenen Angaben durch »Ausgleichsmaßnahmen« - dazu gehört der Einsatz von Mitarbeitern aus der Verwaltung, von Service-Partnern und Beamten - die Streikfolgen für die Kunden abmildern können. Bis zum Donnerstag befanden sich etwa 16 000 Post-Beschäftigte im Dauerstreik. Auslöser des Tarifstreits ist die Ausgliederung von 49 regionalen Gesellschaften im Paketgeschäft.

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Lufthansa-Flugbegleiter sehen Schlichtung vor Aus - Streikdrohung

Frankfurt/Main (dpa) - Zu Beginn der Sommerreisezeit steht bei der Lufthansa erneut ein Streik ins Haus: Im Tarifkonflikt mit den rund 19 000 Flugbegleitern sieht die Gewerkschaft Ufo kaum noch eine Chance für eine erfolgreiche Schlichtung und droht dem Unternehmen schon Ende Juni mit Arbeitskämpfen. Zwar hatte die Lufthansa Ufo und den Schlichtern am Donnerstag ein »deutlich verbessertes Angebot« zugesandt, wie die Fluggesellschaft am Freitag in Frankfurt mitteilte: »Wir wollen die Gespräche fortsetzen und im Rahmen der Schlichtung zu einer gemeinsamen Lösung kommen.« Darin habe das Unternehmen unter anderem angeboten, für die Dauer von drei Jahren betriebsbedingte Kündigungen auszuschließen und die heutigen Beschäftigungsbedingungen festzuschreiben.

VW-Führungszirkel forciert bei Spitzentreffen Neuordnung des Konzerns

Braunschweig (dpa) - VW-Chef Martin Winterkorn treibt die Neuordnung der Konzernstruktur voran. Im Ringen um eine neue Führungskultur für Europas größten Autobauer kamen am Freitag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur die wichtigsten Akteure zu einem Spitzentreffen zusammen. Abgeschirmt am Braunschweiger Flughafen waren bei der Zusammenkunft neben dem Konzernchef auch führende Aufsichtsratsmitglieder vertreten. Die Nachfolgeregelung nach dem Rücktritt des VW-Patriarchen Ferdinand Piëch Ende April stand bei dem Treffen aber nicht auf der Tagesordnung.

Bundesbürger geben mehr Geld für Lebensmittel aus

Frankfurt/Main (dpa) - Die Bundesbürger haben im vergangenen Jahr mehr Geld für Lebensmittel ausgegeben. Mit einem Plus von 2,7 Prozent habe der Handel seinen Gesamtumsatz in diesem Bereich 2014 auf 247,6 Milliarden Euro erhöht, hieß es in einer am Freitag von der »Lebensmittel Zeitung« vorgelegten Auswertung von Marktforschungsdaten. Wichtigste Wachstumstreiber sei dabei neben dem anhaltenden Bio-Trend und dem Geschäft mit Drogerieartikeln der Ausbau der Lebensmittel-Sparte bei einigen Händlern gewesen. Bei den Unternehmensgruppen habe Edeka mit einem Umsatzanstieg um zwei Prozent auf insgesamt knapp 51,9 Milliarden Euro seine Führungsposition weiter festigen können. Auch bei den reinen Lebensmittelumsätzen einschließlich Wasch-, Putz-, Hygieneartikeln sowie Körperpflege lag Edeka demnach mit 47 Milliarden Umsatz vorn.

Neue Regeln für Online-Käufe: Verbraucher zufrieden, Handel skeptisch

Berlin (dpa) - Ein Jahr nach Inkrafttreten neuer Regeln für Online-Käufe ziehen Verbraucherschützer und Händler eine vorsichtig positive Bilanz. Es gebe »erstaunlich wenig Beschwerden«, sagte Tatjana Halm von der Verbraucherzentrale Bayern der Deutschen Presse-Agentur. Die meisten Anbieter hätten die neuen Anforderungen relativ zügig auf ihren Internetseiten umgesetzt. Auch die Zertifizierungsstelle Trusted Shops, die Gütesiegel an Online-Händler vergibt, bewertete die Reform »unter dem Strich als gelungen«. Der Handelsverband Deutschland (HDE) hält die Vorgaben dagegen für »praxisfern und nicht rechtssicher umsetzbar«. Am 13. Juni 2014 war eine EU-Richtlinie, die Verbraucher besser vor versteckten Kosten und Klauseln schützen soll, ins deutsche Recht umgesetzt worden. Veränderungen gab es in vielen Einzelpunkten.

Griechenland-Poker drückt Dax nach unten

Frankfurt/Main (dpa) - Das Hin und Her im griechischen Schuldendrama hat den Dax am Freitagnachmittag deutlich nach unten gedrückt. Der Leitindex büßte zwischenzeitlich sogar seinen gesamten bisherigen Wochengewinn ein und fiel zuletzt um 0,94 Prozent auf 11 225,78 Punkte. Für den Index der mittelgroßen Werte MDax ging es zuletzt um 1,04 Prozent auf 20 032,00 Punkte nach unten und der TecDax der Technologiewerte fiel um 1,01 Prozent auf 1661,87 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone büßte 1,15 Prozent ein. Am deutschen Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,78 Prozent am Vortag auf 0,71 Prozent. Der Kurs des Euro gab nach: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1220 (Donnerstag: 1,1232) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8913 (0,8903) Euro.