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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Ergebnis der Bahn-Schlichtung noch offen


Berlin (dpa) - Nach rund vier Wochen Schlichtung im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn ist der Ausgang weiterhin offen. »Die Schlichtung läuft noch«, sagten Sprecher der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und der Bahn am Donnerstag wortgleich. Unter Verweis auf die vereinbarte Vertraulichkeit wollten sie sich nicht zum Stand der Verhandlungen äußern. Für Donnerstag war auch keine Pressekonferenz oder Mitteilung über Ergebnisse geplant. Der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linkspartei) und der frühere brandenburgische Regierungschef Matthias Platzeck (SPD) versuchen als Schlichter, den festgefahrenen Konflikt nach einem Jahr zu beenden. Die GDL hatte bereits neun Mal gestreikt.

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Konzernchef Grube plant Umbau der Deutschen Bahn

Berlin (dpa) - Die Deutsche Bahn will mit einem Umbau des Konzerns wieder profitabler werden. Als Reaktion auf Schwierigkeiten in mehreren Geschäftsfeldern kündigte Vorstandschef Rüdiger Grube nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei einer Aufsichtsratssitzung am Mittwoch gravierende Änderungen an. Er wolle dem Kontrollgremium »in absehbarer Zeit« Vorschläge zu diesem Umbau unterbreiten, hieß es. Die »Süddeutsche Zeitung« (Donnerstag) hatte zuvor über das Thema berichtet. Nach Angaben des Blattes will sich Grube dabei mit Aufsichtsratschef Utz-Hellmuth Felcht abstimmen und bereits in den nächsten Wochen entsprechende Schritte umsetzen.

Griechenland-Krise dämpft Stimmungshoch der deutschen Verbraucher

Nürnberg (dpa) - Das nervenzehrende Tauziehen um den Verbleib Griechenlands in der Eurozone dämpft erstmals die Verbraucherstimmung in Deutschland. Die vielen offenen Fragen zur Zukunft des pleitebedrohten Landes verunsichern zunehmend hierzulande die Bürger - in der Folge sinkt der Konsumklimaindex für Juli von 10,2 auf 10,1 Punkte, wie das Marktforschungsunternehmen GfK am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Es ist der erste Rückgang seit Oktober 2014. Nichtsdestotrotz befindet sich die Verbraucherstimmung weiterhin auf einem extrem hohen Niveau. Die rund 2000 repräsentativ Befragten schätzten im Juni vor allem die Entwicklung der Konjunktur deutlich zurückhaltender ein als im Vormonat.

Streit um Goldbären vor Bundesgerichtshof in Karlsruhe

Karlsruhe (dpa) - Im jahrelangen Goldbären-Streit zwischen den Süßwarenherstellern Haribo und Lindt hat nun der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe das letzte Wort. Seit Donnerstag prüft der für Markenrecht zuständige Senat, ob der Schoko-Teddy in Goldfolie von Lindt die Rechte von Haribo an den »Goldbären« aus Fruchtgummi verletzt. Wann die Richter ihr Urteil bekanntgeben, blieb zunächst noch unklar. Die Entscheidung hat Bedeutung über den Fall hinaus. Der schweizerische Schokoladenfabrikant Lindt bringt den Bären seit 2011 in der Weihnachtszeit heraus. Haribo sieht seine Rechte an der geschützten Wortmarke »Goldbär« verletzt und möchte den saisonalen Schokoladen-Hohlkörper von Lindt aus dem Süßwarenregal verbannen.

Bundesamt: Hersteller sollen Lebensdauer von Elektrogeräten angeben

Berlin (dpa) - Elektrogeräte sollen nach dem Willen des Umweltbundesamts (UBA) eine Mindestlebensdauer-Kennzeichnung erhalten. »In den allermeisten Fällen ist das langlebigere Produkt das umweltfreundlichere«, sagte UBA-Präsidenten Maria Krautzberger am Donnerstag in Berlin. Die Bundesbürger ersetzten Produkte wie Handys und Fernseher jedoch in immer kürzeren Abständen. Häufig seien die Altgeräte noch funktionstüchtig. Einen konkreten Vorschlag für die Mindestlebensdauer-Kennzeichnung will das Amt nach Abschluss eine Studie im August vorlegen. Dabei werden von den Herstellern auch Angaben dazu verlangt, wie lange sie Ersatzteile vorhalten. Die Bundesbehörde dringt dafür auf eine gesetzliche Regelung. Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) äußerte sich skeptisch. Eine solche Kennzeichnung sei kaum überprüfbar.

Inkasso-Firmen: Bessere Zahlungsmoral - Ratenkredit meist fürs Auto

Wiesbaden/Berlin (dpa) - Die Zahlungsmoral in Deutschland hat sich dank guter Konjunktur und niedriger Arbeitslosigkeit weiter verbessert. Das geht aus einer am Donnerstag vorgestellten Umfrage des Bundesverbandes Deutscher Inkasso-Unternehmen (BDIU) unter seinen Mitgliedern hervor. Auch nach Angaben des Finanzdienstleisters Schufa ist das Zahlungsverhalten weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Unverändert seien im vergangenen Jahr 97,5 Prozent der Kredite störungsfrei bedient worden. Sorgen bereitet laut BDIU allerdings die öffentliche Hand. Den Angaben zufolge berichteten 86 Prozent der Inkasso-Unternehmen, dass öffentliche Auftraggeber Rechnungen unverändert schlecht begleichen.

Bauern in Sorge um ihr Image - Demo für mehr Anerkennung ihrer Arbeit

Erfurt (dpa) - Deutschlands Bauern sind in Sorge um ihr Ansehen in der Gesellschaft. Angesichts wachsender Kritik etwa an den Bedingungen in der Tierhaltung fühlten sie sich immer häufiger zu Unrecht angegriffen, beklagten einige beim deutschen Bauerntag in Erfurt. Am Donnerstag demonstrierten mehrere Hundert Landwirte vor der Erfurter Messe für faire Preise und mehr Wertschätzung für ihre Arbeit. Von 1500 Teilnehmern sprach der Bauernverband. »Wir Bauern wirtschaften nachhaltig und gehen hervorragend mit unseren Tieren um«, sagte Verbandspräsident Joachim Rukwied. Die Landwirte seien offen für Verbesserungsvorschläge - sie müssten aber praktikabel sein. Dies sei bei vielen Alternativen etwa zur Kastration von Schweinen oder dem Abschneiden ihrer Schwänze noch nicht der Fall.

Dax nur knapp im Minus - Hoffnung auf Einigung mit Griechenland

Frankfurt/Main (dpa) - Am deutschen Aktienmarkt hält sich hartnäckig die Hoffnung auf eine Einigung im griechischen Schuldenstreit. Der Leitindex Dax war angesichts deutlicher Meinungsverschiedenheiten zwischen Griechenland und seinen Gläubigern zwar schwankungsanfällig, hielt sich am Nachmittag aber mit einem Minus von 0,08 Prozent auf 11 461,91 Punkte vergleichsweise stabil. Am deutschen Rentenmarkt sank die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,69 Prozent am Vortag auf 0,67 Prozent. Der Euro fiel: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1206 (Mittwoch: 1,1213) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8924 (0,8918) Euro.