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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Ruf nach Maut für Fernbusse wird lauter


Berlin (dpa) - Für Fernbusse wird von Verkehrspolitikern aus Union, SPD und Grünen in Deutschland eine Maut gefordert. Die Busse müssten wie andere Verkehrsmittel einen Beitrag zur Finanzierung der Fernstraßen leisten, lautet das Argument. Wenn nach der Lkw-Maut wie geplant auch die Pkw-Maut eingeführt werde, könnten Busse nicht die einzigen Kraftfahrzeuge sein, die diese Abgabe nicht zahlen, sagte Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU) der »Süddeutschen Zeitung« (Montag). Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat jedoch nach eigenen Angaben »keine Pläne zur Einführung einer Fernbusmaut«. Der Busunternehmerverband BDO warnte davor, den gerade angestoßenen Wettbewerb zu bremsen. Über die Mineralölsteuer komme der Bus für die ihm zuzurechnenden Kosten für die Straßennutzung auf.

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Baufirma Imtech will am Hauptstadtflughafen weiterarbeiten

Hamburg/Berlin (dpa) - Am künftigen Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg (BER) soll der Insolvenzantrag eines Bauausstatters das Projekt nicht noch weiter verzögern. Das Unternehmen Imtech Deutschland wolle die Arbeiten im neuen Terminal wie geplant fortsetzen, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Peter-Alexander Borchardt am Montag in Hamburg mit. Davon unabhängig will die Landesregierung in Brandenburg mit einer Gesetzesänderung verhindern, dass die Baugenehmigung für das zentrale Abfertigungsgebäude im kommenden Jahr ausläuft. Imtech ist eine der wichtigsten Baufirmen auf der Flughafen-Baustelle in Schönefeld. Sie ist unter anderem für Elektro-, Sanitär- und Lüftungsarbeiten zuständig.

RWE strafft seine Firmenstruktur

Essen (dpa) - Deutschlands zweitgrößter Energiekonzern RWE hat angesichts wegbrechender Gewinne einen tiefgreifenden Unternehmensumbau beschlossen. Die Struktur der Firma werde drastisch vereinfacht, teilte das Unternehmen am Montag mit. Die Anzahl der GmbHs im Unterbau des Konzerns soll demnach um 30 Prozent, die Anzahl der Aktiengesellschaften um 60 Prozent und die Anzahl der Aufsichtsratsgremien sogar um 70 Prozent reduziert werden. Der RWE-Aufsichtsrat habe auf einer Sondersitzung grünes Licht für die Pläne von Vorstandschef Peter Terium gegeben. Der RWE-Chef will damit den Bürokratieaufwand reduzieren und Entscheidungen im Konzern beschleunigen. RWE leidet angesichts des Booms der erneuerbaren Energien unter einem heftigen Verfall der Strompreise im Großhandel.

Umfrage: 42 Prozent checken Arbeits-Mails nach Feierabend

Frankfurt/Main (dpa) - Das Internet lässt die Grenzen zwischen Job und Privatleben weiter verschwinden. Einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Gesellschaft für Unterhaltungselektronik (gfu) zufolge lesen 42 Prozent der deutschen Arbeitnehmer nach Feierabend noch berufliche E-Mails. 28 Prozent nehmen nach eigenen Angaben die Informationen nicht nur passiv zur Kenntnis, sondern antworteten auch in ihrer Freizeit, heißt es in der in Frankfurt vorgelegten Studie. Umgekehrt räumten auch 42 Prozent der deutschen Berufstätigen ein, mit Hilfe der elektronischen Geräte während der Arbeitszeit etwa private Mails zu lesen oder im eigenen Facebook-Account zu stöbern.

Deutschland-Tourismus auf Rekordkurs

Wiesbaden (dpa) - Der Deutschland-Tourismus ist auf dem Weg zum sechsten Rekordjahr in Folge: Im ersten Halbjahr 2015 meldeten Hotels und Pensionen mit mindestens zehn Schlafplätzen insgesamt 193,7 Millionen Übernachtungen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Montag drei Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten des Rekordjahres 2014. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland erhöhte sich um fünf Prozent auf 34,4 Millionen. Bei inländischen Reisenden gab es ein Plus von drei Prozent auf 159,3 Millionen. Der Vorsitzende des Hotelverbands Deutschland (IHA), Fritz G. Dreesen nannte als Gründe für die Zuwächse unter anderem die gute Konsumlaune der Verbraucher, zudem ziehe das Reiseland Deutschland immer mehr ausländische Gäste an.

37,2 Milliarden: Starinvestor Buffetts bislang größter Deal

Omaha/Portland (dpa) - US-Starinvestor und Multimilliardär Warren Buffett dreht mit fast 85 Jahren mächtig auf: Seine Investmentfirma Berkshire Hathaway will die größte Übernahme ihrer Firmengeschichte stemmen. Für etwa 37,2 Milliarden Dollar (knapp 34 Mrd Euro) soll der Flugzeug-Zulieferer Precision Castparts Corp (PCC) geschluckt werden, wie die Unternehmen am Montag mitteilten. Der Kaufpreis beträgt 235 Dollar pro Aktie - das entspricht einem Aufschlag von etwa 21 Prozent auf den Schlusskurs von Freitag - und soll in bar bezahlt werden. Mit einem Anteil von drei Prozent ist Berkshire bereits einer der größten PCC-Einzelaktionäre. Precision Castparts produziert Bauteile wie Turbinen für Flugzeughersteller und andere Industrieunternehmen.

Großaufträge füllen Orderbücher der deutschen Elektroindustrie

Frankfurt/Main (dpa) - Großaufträge aus dem Ausland haben der deutschen Elektroindustrie im Juni ein kräftiges Bestellplus beschert. Die Bestellungen legten um 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu, wie der Branchenverband ZVEI am Montag in Frankfurt mitteilte. Dabei orderten ausländische Kunden - vor allem aus Ländern außerhalb der Eurozone - 38,5 Prozent mehr Waren »Made in Germany« als vor einem Jahr. Aus dem Inland gingen 4,3 Prozent mehr Aufträge ein. Für das gesamte erste Halbjahr ergibt sich damit ein Auftragsplus von 6,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Studie: Deutschland spart durch Griechenland-Krise Milliarden ein

Halle (dpa) - Die deutschen Steuerzahler sind einer neuen Studie zufolge selbst bei einem kompletten Ausfall der griechischen Schulden Gewinner der Schuldenkrise. Von 2010 bis heute habe der deutsche Fiskus wegen der durch die Krise gesunkenen Zinslasten mehr als 100 Milliarden Euro gespart, heißt es in der am Montag veröffentlichten Untersuchung des Instituts für Wirtschaftsforschung (IWH) in Halle. Dies seien mehr als die rund 90 Milliarden Euro, die Griechenland Deutschland direkt und indirekt zum Beispiel über den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) schulde. Mit der Krise hätten Anleger aus aller Welt besonders sichere Anlagen gesucht. Außerdem pumpte die Europäische Zentralbank (EZB) Milliarden in den Markt.

BMW-Erbin Johanna Quandt am Wochenende im Familienkreis beigesetzt

Bad Homburg (dpa) - Die gestorbene BMW-Erbin und Unternehmerin Johanna Quandt ist am Samstag im engsten Familienkreis im hessischen Bad Homburg beigesetzt worden. Ein Sprecher der Familie bestätigte am Montag einen Bericht der »Bild am Sonntag«. Johanna Quandt war am Montag vergangener Woche im Alter von 89 Jahren gestorben. Zusammen mit ihren Kindern Stefan Quandt und Susanne Klatten hielt sie knapp die Hälfte der BMW-Stammaktien. Johanna Quandt arbeitete in den 1950er Jahren für den Unternehmer Herbert Quandt, den sie 1960 heiratete. Nach seinem Tod 1982 übernahm sie die Mandate in den Aufsichtsräten von BMW, Altana und anderen Gesellschaften. Ende der 1990er Jahre übergab sie die unternehmerische Verantwortung an ihre beiden Kinder.

Dax profitiert von Kursgewinnen in China

Frankfurt/Main (dpa) - Die Kurse in Frankfurt sind zu Wochenbeginn gestiegen. Starke Kursgewinne in China und die freundlich erwartete Wall Street sorgten dafür, dass der Dax nach einem schwachen Start in Fahrt kam. Am Nachmittag notierte der deutsche Leitindex 0,60 Prozent höher bei 11 559,70 Punkten. Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es am Montag um 0,31 Prozent auf 21 179,52 Punkte hoch. Besser schlug sich der Technologiewerte-Index TecDax mit einem Anstieg um 0,93 Prozent auf 1776,11 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 0,76 Prozent auf 3665,38 Punkte. Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 0,49 (Freitag: 0,53) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,65 Prozent auf 139,30 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,10 Prozent auf 154,28 Punkte. Der Kurs des Euro stieg: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0960 (Freitag: 1,0941) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9124 (0,9140) Euro.