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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Digitalisierung mischt Autobranche auf - Messe IAA gestartet


Frankfurt/Main (dpa) - Mit zahlreichen neuen Modellen für immer mehr Internet im Auto und alternative Antriebe wollen die deutschen Autobauer ihre Führungsposition verteidigen. Doch die mögliche neue Konkurrenz durch Apple und Google sowie sinkende Verkäufe im wichtigsten Automarkt China sorgen zum Start der Automesse IAA in Frankfurt für Ungewissheit. Die Gebote der Stunde im digitalen Wandel lauten Apps und Abgaswerte. Autos werden Smartphones auf Rädern.

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Fast 70 Millionen Euro EU-Hilfen für deutsche Bauern

Luxemburg (dpa) - Deutschlands Bauern sollen 69,2 Millionen Euro der 500 Millionen EU-Hilfsgelder für Landwirte erhalten. Das hat die EU-Kommission am Dienstag in Luxemburg mitgeteilt, wo sie den europäischen Agrarministern Details der geplanten Hilfen vorstellte. Das Geld soll vor allem Milchbauern und Schweinefleisch-Produzenten helfen, die mit den niedrigen Preisen für ihre Produkte kämpfen. Die zweitgrößte Summe soll mit 62,9 Millionen Euro an Frankreich fließen, auf Platz drei folgt Großbritannien mit 36,1 Millionen Euro. Kriterium bei der Zuteilung ist vor allem der Umfang der Milchproduktion im Vorjahr. Die rund 80 000 Milchbauern in Deutschland kämpfen damit, dass der Milchpreis in den vergangenen Monaten von rund 40 Cent pro Kilo Rohmilch auf unter 30 Cent gesunken ist.

ZEW-Konjunkturerwartungen sinken wegen Schwäche der Schwellenländer

Mannheim (dpa) - Die Schwäche der Schwellenländer dämpft die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten deutlich. Der Indikator des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) fiel im September im Vergleich zum Vormonat um 12,9 Punkte auf 12,1 Zähler, wie das ZEW am Dienstag mitteilte. Das ist der sechste Rückgang der Erwartungen in Folge, der Indikator sank nun auf den niedrigsten Wert seit dem vergangenen November. Bankvolkswirte hatten lediglich mit einem Rückgang auf 18,3 Punkte gerechnet. »Die Konjunkturabschwächung in den Schwellenländern dämpft den Ausblick für die exportorientierte deutsche Volkswirtschaft«, kommentierte ZEW-Präsident Clemens Fuest die Daten. »Während das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal noch stark von der Außenhandelsnachfrage geprägt war, dürften vom Export künftig weniger positive Wachstumsimpulse ausgehen.«

Bahn will mit stabilen Preisen Kunden locken

Berlin (dpa) - Bahnkunden profitieren vom scharfen Wettbewerb im Fernverkehr: In diesem Jahr gibt es zum zweiten Mal in Folge kaum Preiserhöhungen auf der Langstrecke. »90 Prozent der Tickets bleiben unverändert«, kündigte Fernverkehrschefin Birgit Bohle am Dienstag in Berlin an. Das gelte etwa für Normalpreise, Sparpreise und Bahncards. Teurer werden Fahrten über die Neubaustrecke Erfurt-Halle/Leipzig, die ab Dezember deutlich kürzere Reisezeiten bringt. Auch die Kunden im Regionalverkehr müssen mit Preiserhöhungen rechnen. »Wir greifen an«, sagte Personenverkehrsvorstand Berthold Huber. Angesichts wachsender Konkurrenz durch Fernbusse und niedriger Spritpreise will die Bahn mit den weitgehend stabilen Preisen mehr Kunden in ihre Fernzüge locken.

Japans Zentralbank gibt sich trotz China-Krise gelassen

Tokio (dpa) - Der Krise im Nachbarland China zum Trotz: Kurz vor der mit Spannung erwarteten Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed hat die japanische Notenbank von einer weiteren Öffnung der Geldschleusen vorerst abgesehen. Die Bank von Japan (BoJ) beschloss am Dienstag, ihren geldpolitischen Kurs unverändert zu lassen. Derzeit wird in Marktkreisen aber über mögliche weitere Lockerungen der geldpolitischen Zügel in naher Zukunft spekuliert. Hintergrund ist die konjunkturelle Abkühlung in Wachstumsmärkten wie China. Bereits jetzt kaufen die Notenbanker in großem Umfang Staatsanleihen in der Hoffnung, dass das Geld am Ende über Kredite auch bei den Unternehmen ankommt. Die wirtschaftliche Lage wird von der Zentralbank verhalten eingeschätzt. Japans Exporte und die Industrieproduktion hätten zuletzt mehr oder weniger stagniert. Das Bruttoinlandsprodukt der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt war zwischen April und Juni um eine hochgerechnete Jahresrate von 1,2 Prozent geschrumpft.

BMW-Chef Krüger kippt bei IAA auf Bühne um - Kreislaufschwäche

Frankfurt/Main (dpa) - BMW-Chef Harald Krüger hat bei einer Präsentation auf der Automesse IAA eine Kreislaufschwäche erlitten. Das teilte ein BMW-Sprecher am Dienstag mit. Der 49-jährige Vorstandschef des Autoherstellers war kurz nach Beginn seiner Rede auf der Bühne umgekippt. Er befinde sich derzeit in ärztlicher Behandlung, hieß es. »Nach ersten Untersuchungen ist sein Gesundheitszustand stabil.« Schon am Morgen habe sich Krüger nicht wohlgefühlt. Erst kürzlich war er von Auslandsreisen zurückgekehrt. Ihm sei es jedoch wichtig gewesen, für den IAA-Auftritt zur Verfügung zu stehen.

Prozess gegen Top-Banker-Fitschen zieht sich in die Länge

München (dpa) - Der Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, muss sich bis kurz vor Weihnachten Termine für seinen Strafprozess in München im Kalender freihalten. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wollen die Richter mehrere Zeugen laden, die bislang nicht vernommen wurden. Die Richter legten am Dienstag vorsichtshalber neue Termine bis zum 22. Dezember fest. »Dann müssten wir es eigentlich haben«, sagte der Vorsitzende Richter Peter Noll. Bislang war der letzte Prozesstag für den 13. Oktober vorgesehen. Die Staatsanwaltschaft hatte vor wenigen Wochen aber überraschend die Vernehmung von rund 30 weiteren Zeugen beantragt, um Fitschen und vier weiteren ehemaligen Top-Bankern versuchten Prozessbetrug im Fall Kirch nachzuweisen. Zumindest eine Handvoll davon will Noll an den nächsten Verhandlungstagen laden.

Aktienmärkte schwanken nervös - Versorger stürzen ab

Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Aktienmarkt ist am Dienstag nervös hin und her geschwankt. Ein Kurseinbruch bei den Versorgern RWE und Eon rückte dabei in den Fokus; die ohnehin gebeutelten Papiere der Energiekonzerne stürzten zeitweise um bis zu 13 Prozent ab. Anleger blieben zudem vor der Leitzinsentscheidung der US-Notenbank am Donnerstagabend vorsichtig. Der Dax arbeitete sich bis zum Nachmittag um 0,22 Prozent ins Plus auf 10 153,67 Punkte, während der MDax der mittelgroßen Aktienwerte 0,12, Prozent verlor auf 19 423,36 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax legte um 0,50 Prozent auf 1727,54 Punkte zu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verteuerte sich am Nachmittag um 0,33 Prozent auf 3186,00 Punkte. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 0,50 (Montag: 0,48) Prozent. Der Wert des Euro stieg etwas: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1320 (1,1305) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8834 (0,8846) Euro.