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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Fernbusbranche: Fahrten könnten teurer werden


Berlin (dpa) - Die Fernbusbranche in Deutschland rechnet angesichts wachsender Fahrgastzahlen weiter mit leicht steigenden Fahrkartenpreisen. »Das ist bei steigender Nachfrage eine ganz normale marktwirtschaftliche Entwicklung«, hieß am Freitag beim Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer. Sprecher Matthias Schröter sagte: »Wir werden trotzdem auf Dauer günstiger bleiben als die Wettbewerber auf der Straße, der Schiene und in der Luft.« Der Verband schloss sich der Prognose des Bundesverkehrsministeriums an, das im August für dieses Jahr 25 Millionen Fahrgästen in Fernbussen vorausgesagt hatte. Das wäre ein Anstieg von rund sieben Millionen. Zum Vergleich: Die Bahn erwartet im Schienenfernverkehr gut 130 Millionen Fahrgäste.

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US-Notenbank schiebt Zinswende auf - Anleger verunsichert

Frankfurt/Main/Washington (dpa) - Vorerst keine Zinswende in den USA: Die US-Notenbank Fed hat die geplante Abkehr ihrer Nullzinspolitik verschoben - und damit Kursrückgänge an den internationalen Finanzmärkten ausgelöst. Hauptmotive der amerikanischen Währungshüter sind eine schwächelnde chinesische Wirtschaft und Börsenturbulenzen. Der Leitzins bleibt unverändert auf dem Rekordtief zwischen null und 0,25 Prozent, wie die Federal Reserve (Fed) am Donnerstag in Washington mitteilte. Die Aktienmärkte reagierten unterschiedlich. Während es an den Börsen in den USA, Japan und Deutschland Verluste gab, profitierten chinesische Aktien.

Tabakbranche lehnt Verschärfungen bei Umsetzung von EU-Richtlinie ab

Die Tabakbranche hat sich gegen Verschärfungen bei der Umsetzung der EU-Tabakrichtlinie in deutsches Recht ausgesprochen. Bei den Vorgaben aus Brüssel geht es um Schockbilder auf Verpackungen, daneben will aber die Bundesregierung die Richtlinie verschärfen. Im nationalen Entwurf seien komplette Werbeverbote, eine Einbeziehung von Zigarren und Pfeifentabak sowie ein Verbot von Zusatzstoffen ohne wissenschaftliche Prüfung und ein vorzeitiges Aus von Mentholzigaretten vorgesehen, teilten Tabakverbände am Freitag zum Start der Tabakmesse »Inter-tabac« (18. - 20.9) in Dortmund mit. Die Politik müsse für Rechtssicherheit sorgen und die im Mai 2014 aufgestellte EU-Richtlinie schnellstens eins zu eins umsetzen. Verschärfungen seien rechtlich kaum haltbar und würden die Branche unter Druck setzen. Die EU-Vorgaben müssten bis Mai 2016 umgesetzt sein. Dazu sei die Zeit inzwischen zu kurz geworden.

Deutsche Post erringt juristischen Erfolg im Beihilfestreit

Luxemburg (dpa) - Die Deutsche Post hat im jahrelangen Rechtsstreit um staatliche Subventionen erneut einen juristischen Erfolg errungen. Das EU-Gericht erster Instanz entschied am Freitag in Luxemburg, dass die EU-Kommission 2007 ihr Beihilfeprüfverfahren gegen die Post nicht ausweiten durfte (Rechtssache T-421/07 RENV). Mit dem Verfahren wollten die obersten Wettbewerbshüter Europas feststellen, ob die Deutsche Post über die strittigen 572 Millionen Euro Beihilfen hinaus einen überhöhten Ausgleich vom Staat für die Erfüllung ihres öffentlichen Versorgungsauftrags erhalten hatte. Die EU-Kommission nahm dabei die staatliche Finanzierung der Beamtenpensionen, staatliche Bürgschaften und Transfers ins Visier. Dies war nach Ansicht der Richter nicht rechtens, weil die Kommission nach einer anderen erfolgreichen Klage der Post erst ihre Entscheidung aus dem Verfahren von 2002 hätte widerrufen oder aufheben müssen.

HVB vor weiterem Stellenabbau - Etwa 1000 Jobs auf der Kippe

München (dpa) - Die HypoVereinsbank (HVB) steht nach dpa-Informationen vor einem weiteren Stellenabbau. Eine genaue Zahl der Arbeitsplätze stehe zwar noch nicht fest, doch dürfte eine Größenordnung von etwa 1000 Jobs realistisch sein, hieß es am Freitag in gut informierten Kreisen. Die Bank wollte sich dazu nicht äußern. Erst im Zuge ihres Umbaus im Privatkundengeschäft mit der Modernisierung der Filialen hatte die HypoVereinsbank rund 1500 Arbeitsplätze gestrichen. Von den neuen Einsparungen dürften nach einem Bericht der »Süddeutschen Zeitung« (Freitag) vor allem die Verwaltung in den Standorten München und Hamburg betroffen sein. Die finalen Pläne sollten dem Aufsichtsrat Ende Oktober vorgelegt werden, hieß es in dem Bericht. Über die Streichung weiterer Jobs bei der HypoVereinsbank wird seit längerem spekuliert.

Deutsche Bank baut Geschäft in Russland ab

Frankfurt/Main (dpa) - Die Deutsche Bank zieht sich im Rahmen des Konzernumbaus teilweise aus Russland zurück. Die örtliche Präsenz des Wertpapier-Geschäfts der Unternehmensfinanzierung (Corporate Banking & Securities) werde bis Ende dieses Jahres aufgegeben, teilte das größte deutsche Geldhaus am Freitag in Frankfurt mit. Danach sollen die Kunden dieses Geschäftsbereichs von anderen Standorten aus betreut werden. Die Bank werde danach noch mehr als 1000 Mitarbeiter in Russland haben. Derzeit seien es zirka 1300. Der jetzt bekannt gegebene Stellenabbau fällt geringer aus als einige Experten erwartet hatten. Zuletzt wurde spekuliert, dass sich das Institut fast komplett aus dem Land zurückziehen könnte.

Google-Projektchef: Selbstfahrendes Auto braucht kein Lenkrad

Frankfurt/Main (dpa) - Google hat die Absicht bekräftigt, bei selbstfahrenden Autos auf Lenkrad und Pedale zu verzichten. »Es war eine schwierige Entscheidung. Aber wir haben bei Tests unserer selbstfahrenden Fahrzeuge auf Autobahnen festgestellt, wie schwer es den Insassen fiel, sich noch auf den Verkehr zu konzentrieren«, sagte Projektchef Chris Urmson der Deutschen Presse-Agentur bei der Automesse IAA in Frankfurt. »Wenn Sie sich dann plötzlich ins Verkehrsgeschehen einschalten müssen, haben Sie nicht den Überblick über die Situation, wie Sie ihn üblicherweise hätten.«

Konjunktursorgen lassen Dax unter 10 000 Punkte fallen

Frankfurt/Main (dpa) - Sorgen um die Weltwirtschaft haben den Dax wieder unter die Marke von 10 000 Punkten gedrückt. Hinzu kommt, dass an diesem Freitag der sogenannte Hexensabbat ist: Der Verfall von Optionen und Futures an den Terminmärkten belaste die Kurse, sagte Händler Markus Huber vom Londoner Investmenthaus Peregrine & Black. Der deutsche Leitindex büßte bis zum Freitagnachmittag 2,82 Prozent auf 9940,66 Punkte ein und verlor im Wochenverlauf damit rund eineinhalb Prozent. Da die US-Notenbank (Fed) die Leitzinsen am Vorabend auf ihrem historischen Tief belassen habe, sei die Ungewissheit nun noch größer geworden, begründeten mehrere Börsianer die Verluste am Aktienmarkt. Der MDax der mittelgroßen Aktienwerte verlor 1,40 Prozent auf 19 473,04 Punkte.