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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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VW muss Dieselwagen-Verkauf in den USA stoppen - Aktie stürzt ab


Wolfsburg (dpa) - Die manipulierten Abgastests bei VW-Dieselwagen in den USA schrecken die gesamte Autobranche auf und erschüttern das Vertrauen der Anleger. Neben einem Imageverlust drohen Volkswagen Strafzahlungen von bis zu 18 Milliarden Dollar, Rückrufkosten sowie mögliche Regressansprüche von enttäuschten Kunden und Aktionären. Das Papier von Europas größtem Autobauer verlor am Montag bis zum frühen Nachmittag mehr als ein Fünftel und zog auch die Titel anderer Autowerte mit hinab. Innerhalb kürzester Zeit verpufften rund 15 Milliarden Euro an Börsenwert. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) forderte die Überprüfung sämtlicher Diesel-Modelle neuerer Bauart auf dem Heimatmarkt der Wolfsburger. Das Unternehmen erließ einen Verkaufsstopp für die betroffenen Modelle in den USA.

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Fleischkonzerne verpflichten sich zu Maßnahmen gegen Sozialdumping

Berlin (dpa) -  Nach zahlreichen Skandalen um osteuropäische Billigkräfte auf deutschen Schlachthöfen will die Fleischindustrie verstärkt gegen Sozialdumping vorgehen. Eine entsprechende Selbstverpflichtung unterzeichneten am Montag in Berlin sechs führende Fleischkonzerne. Die Unternehmen Tönnies, Vion, Heidemark, Danish Crown, Lohmann sowie Westfleisch sagen unter anderem zu, den Anteil der Stammbelegschaft schrittweise zu erhöhen. Auf feste Quoten und 100 Prozent Stammbelegschaft wollten sich die Konzerne allerdings nicht festlegen. Den seit Sommer 2014 bestehenden Branchenmindestlohn nennen sie einen entscheidenden Bestandteil.

Autozulieferer Schaeffler geht an die Börse

Herzogenaurach (dpa) - Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler hat seinen Börsengang angekündigt. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, sollen rund 25 Prozent des Grundkapitals breit bei den Anlegern an der Börse gestreut werden. Die Einnahmen sollen zur Reduzierung der Schulden verwendet werden. Die geplante Ausgabe von bis zu 166 Millionen stimmrechtslosen Vorzugsaktien soll der Familie Schaeffler die Kontrolle auch nach dem Börsengang sichern. Schaeffler war auf dem Höhepunkt der Finanzkrise mit dem Versuch gescheitert, Conti komplett zu schlucken. Danach ächzte das Unternehmen unter bedrohlich hohen Schulden..

Middelhoff-Gläubigerversammlung in Bielefeld gestartet

Bielefeld (dpa) - Vor dem Amtsgericht in Bielefeld hat am Montag eine Gläubigerversammlung des Insolvenzverfahrens von Thomas Middelhoff begonnen. Insolvenzverwalter Thorsten Fuest legt die bisherigen Ergebnisse seiner monatelangen Arbeit vor. Zu dem nicht-öffentlichen Treffen werden bis zu 50 Gläubiger erwartet. Daneben sollen auch deren oft millionenschweren Forderungen geprüft werden. Ein Ende des umfangreichen Verfahrens ist noch nicht absehbar. Es geht um die komplizierten Vermögensverhältnisse des einstigen Top-Managers und Chefs der Karstadt-Mutter Arcandor, Thomas Middelhoff. Der Manager war am Montag nicht anwesend.

Wieder Streiks bei Amazon - Unternehmen rechnet nicht mit Problemen

München/Leipzig (dpa) - Beim Online-Versandhändler Amazon haben am Montag an mehreren Standorten in Deutschland Streiks begonnen. Die Aktionen sollen nach Angaben der Gewerkschaft Verdi teilweise bis zum Ende der Woche dauern. Zu Lieferverzögerungen wird es nach Angaben des Unternehmens aber nicht kommen. Die Fronten in dem seit mehr als zwei Jahren andauernden Tarifstreit sind verhärtet. Mit Arbeitskämpfen vor allem auch in Hessen und Thüringen versucht Verdi, für die mittlerweile rund 10 000 Mitarbeiter des Versandhandelsriesen in Deutschland einen Tarifvertrag auf dem Niveau des Einzel- und Versandhandels durchzusetzen. Verhandlungen darüber lehnt Amazon ab.

Milliardenfusion Deutsche Wohnen mit LEG: Mieterbund besorgt

Frankfurt/Düsseldorf (dpa) - Die Immobilienriesen Deutsche Wohnen und LEG Immobilien wollen mit einer Milliardenfusion den Rückstand zum Branchenführer Vonovia verkürzen. «Wir sind beide überzeugt, dass die Kombination unserer Unternehmen von Vorteil für alle Beteiligten ist», sagte Deutsche Wohnen-Chef Michael Zahn in einer gemeinsamen Telefonkonferenz mit LEG-Chef Thomas Hegel am Montag. Ein Zusammenschluss bringe nicht nur Einkaufsvorteile und Synergien in zweistelliger Millionenhöhe pro Jahr. Mehr Größe verbessere auch die Sichtbarkeit am Markt.

Wohnkonzern Vonovia ersetzt Spezialchemie-Konzern Lanxess im Dax

Bochum/Köln (dpa) - Deutschlands größter Immobilienkonzern Vonovia ist am Montag in den deutschen Leitindex Dax aufgerückt. Im Gegenzug muss der Kölner Spezialchemie-Konzern Lanxess seinen Dax-Platz nach nur knapp drei Jahren räumen. Das teilte die deutsche Börse mit, die die entsprechende Entscheidung bereits Anfang September getroffen hatte. Beobachter rechnen dadurch mit mehr Aufmerksamkeit für das bis vor kurzem noch Deutsche Annington genannte Unternehmen. Lanxess wird seit Montag im MDax gehandelt. Vonovia mit Sitz in Bochum beschäftigt rund 5900 Menschen und besitzt und verwaltet über 350 000 Wohnungen.

Dax schafft es trotz steiler VW-Talfahrt ins Plus

Frankfurt/Main (dpa) - Trotz des Abgas-Skandals von Volkswagen und der Talfahrt der VW-Aktie hat der Dax bis zum Montagnachmittag den Weg zurück in die Gewinnzone gefunden. Der deutsche Leitindex drehte nach frühen Verlusten ins Plus und legte zuletzt um 0,24 Prozent auf 9940,40 Punkte zu. Auftrieb kam vor allem von freundlich erwarteten US-Börsen und einem schwächelnden Euro, der dem deutschen Export zugutekommt. Der MDax der mittelgroßen Aktienwerte stieg um 0,89 Prozent auf 19 686,79 Punkte, während der Technologiewerte-Index TecDax um 1,32 Prozent auf 1737,17 Punkte sank. Der Kurs des Euro fiel: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1250 (Freitag: 1,1419) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8889 (0,8757) Euro.