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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt gegen Winterkorn


Wolfsburg(dpa) - Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt im Abgas-Skandal bei Volkswagen gegen Ex-Konzernchef Martin Winterkorn. Die für Wirtschaftsstrafsachen zuständige Behörde hat nach mehreren Strafanzeigen ein entsprechendes Verfahren gegen den Manager eingeleitet. Der Schwerpunkt der Ermittlungen liegt auf dem Vorwurf des Betruges durch den Verkauf von Kraftfahrzeugen mit manipulierten Abgaswerten, betonte die Behörde. Sie hatte erste Vorermittlungen bereits vergangene Woche aufgenommen und soll auch die Verantwortlichkeiten klären. Unterdessen trifft der Abgas-Skandal bei Volkswagen erwartungsgemäß auch die Tochter Audi. Wie ein Sprecher der Nobelmarke am Montag sagte, sind weltweit 2,1 Millionen Modelle betroffen. Es gehe dabei nur um Dieselmotoren, die die Abgasnorm EU 5 erfüllen. Aktuelle Motoren, die bereits die gültige Norm EU 6 einhalten, seien wie auch bei den anderen Marken nicht betroffen

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»Big Manni« wieder angeklagt - Flowtex-Skandal vor Schweizer Gericht

Frauenfeld (dpa) - Einer der spektakulärsten Fälle von Wirtschaftskriminalität in der deutschen Geschichte bekommt in der Schweiz ein juristisches Nachspiel: Der 2003 vom Landgericht Mannheim wegen Milliardenbetrugs zu elfeinhalb Jahren Haft verurteilte Ex-Chef der Firma Flowtex, Manfred Schmider, und vier weitere Angeklagte müssen sich vom 5. Oktober an vor dem Bezirksgericht Frauenfeld verantworten. Ihnen wird Veruntreuung, Geldwäscherei, Betrug und Steuerbetrug in Millionenhöhe vorgeworfen, erklärte eine Justizsprecherin. Schmider, der sich einst als »Big Manni« in Baden-Württemberg guter Beziehungen zur Politik erfreute, soll laut Staatsanwaltschaft mit Hilfe Schweizer Finanzinstitute Vermögenswerte veruntreut und der Flowtex-Insolvenzmasse in Deutschland entzogen haben.

Reederei Hapag-Lloyd geht noch in diesem Jahr an die Börse

Hamburg (dpa) - Die Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd macht ernst mit ihren Börsenplänen. Das Unternehmen werde noch in diesem Jahr den Sprung aufs Frankfurter Parkett wagen, kündigte Hapag-Lloyd am Montag in Hamburg an. Details - wie etwa die Zahl der angebotenen Aktien - ließ die Gesellschaft zunächst offen. Das Unternehmen kündigte lediglich an, durch die Ausgabe neuer Anteilsscheine 500 Millionen US-Dollar (446 Mio Euro) erlösen zu wollen. Auch der genaue Zeitpunkt blieb unbestimmt, doch dürften die Aktien ungefähr Ende Oktober oder Anfang November an der Börse gehandelt werden. »Dieser Schritt wird uns besseren Zugang zu den Kapitalmärkten verschaffen«, sagte Vorstandschef Rolf Habben Jansen. Dadurch könne Hapag-Lloyd weiter in das Geschäft investieren.

Greenpeace sieht Bohrstopp von Shell in Arktis als »großen Sieg«

Amsterdam/Hamburg (dpa) - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat die Entscheidung des Ölkonzerns Shell begrüßt, die Bohrungen nach Öl und Gas in der Arktis zu stoppen. »Wir sind vorsichtig froh«, sagte eine Sprecherin am Montag in Amsterdam. »Wenn dieser Beschluss endgültig ist, dann haben wir gesiegt.« Der britisch-niederländische Ölkonzern hatte überraschend ein vorläufiges Ende der Probebohrungen angekündigt. Als Grund wurden strenge Regeln, hohe Kosten sowie enttäuschende Ergebnisse genannt. Die deutsche Greenpeace-Organisation reagierte weniger zurückhaltend auf den Shell-Rückzug.

Mobile.de kauft Auto-Community Motor-Talk

Berlin (dpa) - Der zur Handelsplattform Ebay gehörende Online-Fahrzeugmarkt mobile.de hat die Auto-Community Motor-Talk übernommen. Finanzielle Details des Deals wurden am Montag nicht genannt. Mit dem Zukauf werde mobile.de unter anderem attraktiver für Werbetreibende, sagte Firmenchef Malte Krüger am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Zum einen steige die gemeinsame Reichweite auf 13,1 Millionen Nutzer im Monat von den bisher 10,8 Millionen allein bei dem Fahrzeug-Marktplatz. Zum anderen bedeute das mehr Zuganz zu potenziellen Käufern, die noch in der Orientierungsphase seien.

Verdi setzt Streiks bei Versandhändler Amazon überraschend fort

Bad Hersfeld (dpa) - Die Gewerkschaft Verdi hat ihren Streik an mehreren deutschen Standorten des Versandhändlers Amazon überraschend fortgesetzt. Nach sechs Tagen Dauer-Streik in der vergangenen Woche ist Verdi am Montag in die Verlängerung gegangen. Eigentlich hatte die Gewerkschaft die Streiks am Sonntag für beendet erklärt und keine weiteren Aktionen angekündigt. Am größten deutschen Standort im hessischen Bad Hersfeld rief die Gewerkschaft dazu auf, vom Beginn der Nachschicht bis zum Ende der Spätschicht am Montagabend erneut die Arbeit ruhen zu lassen. In Bad Hersfeld beteiligten sich nach Verdi-Angaben bis zum Vormittag 300 Beschäftigte an dem Ausstand. Der Streik-Aufruf galt auch für die beiden NRW-Standorte Werne und Rheinberg.

VW-Affäre trübt Stimmung im Dax ein

Frankfurt/Main (dpa) - Der Volkswagen-Skandal zieht immer noch weite Kreise und hat den deutschen Aktienmarkt am Montag erneut stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Aktien von Autobauern und -zulieferern knickten ein, allen voran die VW-Vorzugsaktie mit einem Verlust von zwischenzeitlich mehr als 7 Prozent. Der Dax notierte am Nachmittag 1,36 Prozent niedriger bei 9556,94 Punkten, nachdem er in der turbulenten Vorwoche letztlich 2,3 Prozent verloren hatte. Die im Zuge des Abgas-Skandals eingebrochene Vorzugsaktie von Volkswagen rutschte um 6,89 Prozent auf 99,91 Euro ab. Den Referenzkurs des Euro setzte die Europäische Zentralbank (EZB) auf 1,1170 (Freitag: 1,1151) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8953 (0,8968) Euro. Zuletzt fiel die Einheitswährung jedoch auf ein Tagestief von 1,1151 Dollar.