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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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IG Metall: Belegschaft zahlt nicht für Folgen der VW-Krise


Frankfurt/Main (dpa) - Im Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Volkswagen wehrt sich die IG Metall gegen drohende negative Folgen für die Belegschaft. Die Vorgänge beim größten deutschen Autobauer bedeuteten einen »unendlichen Schaden« für das Produkt, das Unternehmen und den Standort Deutschland, sagte Gewerkschaftschef Detlef Wetzel am Montagabend in Frankfurt. Er vergleiche den Skandal aus nationaler Sicht mit der Finanzkrise 2008/2009. Es sei aber klar, dass die Arbeitnehmer dafür nicht verantwortlich seien. »Mitbestimmung ist dafür da, dass die Arbeitnehmer nun nicht die Folgen dieser Krise tragen müssen«, sagte der Gewerkschafter. Es gelte erneut der Satz: »Wir zahlen nicht für eure Krise.«

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Angeblich saftige Erhöhung des Briefportos geplant

Bonn (dpa) - Auf die Verbraucher in Deutschland rollt 2016 eine massive Anhebung des Briefportos zu. Ab Jahresanfang werde sich das Versenden eines Standardbriefes von 62 Cent auf 70 Cent verteuern, berichtete die »Bild«-Zeitung am Dienstag. Ein Entwurf der Briefmarke liege dem Blatt vor, sie werde bereits millionenfach gedruckt. Ein Postsprecher verwies dagegen auf die noch anstehende Entscheidung der Bundesnetzagentur, die derzeit die Rahmendaten zur Preisfestsetzung überarbeitet. Vorher könne das Unternehmen keine Aussagen treffen. Von der Behörde muss sich die Post im Briefbereich Preisanpassungen stets genehmigen lassen. Der Preisaufschlag wäre bereits der vierte in Folge und mit einem Plus von 13 Prozent zugleich der höchste.

Studie: Weltweite private Geldvermögen klettern auf Rekordhöhe

Frankfurt/Main (dpa) - Die Menschen rund um den Globus sind so reich wie nie - allerdings ist das Vermögen ungleich verteilt. Nach einer Untersuchung des Versicherungskonzerns Allianz stieg das globale Brutto-Geldvermögen der privaten Haushalte im vergangenen Jahr um 7,1 Prozent auf den Rekordwert von 136 Billionen Euro. »Damit könnten die privaten Haushalte sämtliche Staatsschulden der Welt ungefähr dreimal tilgen«, sagte Oliver Bäte, Vorstandsvorsitzender der Allianz SE. Er betonte aber auch, dass diese Vermögen nach wie vor sehr ungleich verteilt sind. Zu dem weltweiten Wachstum der Geldvermögen trugen die drei Sparten Bankeinlagen, Wertpapiere sowie Versicherungen und Pensionsfonds gleichmäßig bei.

Air-Berlin berät über Sanierung - Stellenstreichung möglich

Berlin (dpa) - Bei der schwer angeschlagenen Fluggesellschaft Air Berlin stehen möglicherweise Stellenstreichungen an. Präsidium und Vorstand sollten am Dienstag über das Sanierungskonzept bis 2018, beraten, teilte die Airline mit. Dabei gehe es um schwerwiegende Entscheidungen und möglicherweise auch um Stellen. Die Planungen seien weit fortgeschritten, eine Entscheidung werde es am Dienstag aber nicht geben. Die Lage bei Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft ist dramatisch. Im ersten Halbjahr gab es einen Verlust von 247,6 Millionen Euro. Das Eigenkapital ist längst aufgezehrt. Großaktionär Etihad aus Abu Dhabi hält die Fluggesellschaft noch über Wasser.

Schaeffler-Börsengang könnte sich durch VW-Abgas-Skandal verzögern

Herzogenaurach (dpa) - Wegen des VW-Abgas-Skandals könnte sich der geplante Börsengang des Auto- und Industriezulieferers Schaeffler um einige Tage verzögern. Ursprünglich sollte die Aktie am kommenden Montag erstmals gelistet werden. Ob es tatsächlich zu einer Verschiebung des Termins komme, hänge von der Dauer und dem Ausgang der derzeit geführten Investorengespräche ab, berichteten gut informierte Kreise am Dienstag. »Das Problem ist, dass sich potenzielle Investoren anderen Themen zugewandt haben«, sagte ein Insider und verwies auf die Affäre um gefälschte Diesel-Abgaswerte bei Volkswagen. »Die VW-Geschichte belastet den Börsengang.«

IG Metall verzichtet auf Forderung zur Arbeitszeit

Frankfurt/Main (dpa) - Die IG Metall will in der Tarifrunde 2016 für die Metall- und Elektroindustrie keine kürzere Arbeitszeit fordern. Man brauche eine längere Diskussion, um einen umfassenden Zielkatalog bei diesem Thema zu entwickeln, erklärte Frank Iwer aus der gewerkschaftlichen Grundsatzabteilung am Montag vor Journalisten in Frankfurt. Ein tarifpolitischer Zielkatalog solle nach einer zwischengeschalteten Arbeitszeitkonferenz aufgestellt werden. Die Situation und Bedürfnisse der Beschäftigten zur Arbeitszeit seien bislang sehr unterschiedlich, erklärte der Gewerkschafter. Ein großes Problem sei nach wie vor, dass geleistete Arbeit aus unterschiedlichen Gründen verfalle.

Dax fängt sich

Frankfurt/Main (dpa) - Nach einem trüben Wochenbeginn hat sich der deutsche Aktienmarkt bis zum Dienstagnachmittag stabilisiert. Zunächst hatten Konjunkturängste und die Folgen des VW-Skandals die Kurse erneut erheblich belastet; im Verlauf sorgten aber unerwartet gute Wirtschaftsdaten aus der Eurozone für Entspannung. Der Dax notierte zuletzt 0,23 Prozent höher bei 9505,51 Punkten. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1204 (Montag: 1,1170) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8925 (0,8953) Euro.