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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

Kreise: Witter wird neuer VW-Finanzchef - Pötsch in Aufsichtsrat

Wolfsburg/Berlin (dpa) - Der bisherige Vorstandsvorsitzende der VW-Finanztochter, Frank Witter, soll nach dpa-Informationen neuer Konzernfinanzchef von Volkswagen werden. Witter werde damit Nachfolger von Hans Dieter Pötsch, der wie geplant an die Spitze des VW-Aufsichtsrats wechseln soll. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus Konzernkreisen. Beide Personalien wurden nach dpa-Informationen am Mittwochabend bei der Sitzung des Aufsichtsrats-Präsidiums beschlossen. Das Gremium beriet dabei auch über die Folgen des Abgas-Skandals. Witter ist seit 2008 Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Financial Services.

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Bayer-Tochter Covestro dampft Börsengang ein

Leverkusen (dpa) - Der größte Börsengang in Deutschland seit dem Boomjahr 2000 kann wegen des schwierigen Marktumfelds nur mit massiven Zugeständnissen und Verspätung über die Bühne gehen. Die Bayer-Kunststofftochter Covestro senkte am Donnerstag nicht nur die Preisspanne der angebotenen Aktien drastisch, sondern auch das angestrebte Emissionsvolumen um eine Milliarde Euro. Zudem wurde die Angebotsfrist bis Freitag verlängert und der geplante Börsengang von diesem Freitag auf kommenden Dienstag verschoben. Grund sei das derzeit eingetrübte und volatile Kapitalmarktumfeld, hieß es.

Kaufhof-Eigner HBC will investieren - Kein Stellenabbau

Düsseldorf/Köln (dpa) - Der neue Kaufhof-Eigentümer will künftig mehr als 100 Millionen Euro pro Jahr in die Warenhauskette investieren. «Wir werden unser Geschäft sehr offensiv voranbringen», kündigte Hudson's-Bay-Manager Don Watros in der «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung» (Donnerstag) an. Das Unternehmen befinde sich in einer «Position der Stärke», meinte er. Vorgesehen seien etwa Verbesserungen beim Service und bei der Warenpräsentation. Verstärkt wolle man auch auf den Online-Handel setzen. Stellenstreichungen seien dagegen nicht geplant. Seit Donnerstag ist der Verkauf der Warenhauskette Kaufhof an den kanadischen Handelsriesen endgültig unter Dach und Fach.

Börsengang von Scout24 bringt mehr als eine Milliarde

Berlin/München (dpa) - Beim Börsengang des Internetportalanbieters Scout24 haben die Alteigentümer kräftig Kasse gemacht. Insgesamt wurden 38,64 Millionen Aktien für 30 Euro je Stück platziert, was einem Gesamterlös von gut 1,15 Milliarden Euro entspricht, wie Scout24 am Donnerstag mitteilte. Den Löwenanteil des Erlöses kassieren die Altaktionäre, vor allem die Finanzinvestoren Hellman & Friedman und Blackstone sowie die Deutsche Telekom. Der erste Kurs betrug in Frankfurt im elektronischen Handel 30,75 Euro - am Mittag lag er bei 30,23 Euro. «Wir sind sehr zufrieden mit dem positiven Feedback der Investoren», sagte Scout24-Vorstandschef Greg Ellis.

Compliance-Beauftragte nimmt Arbeit beim ADAC auf

München (dpa) - Nach dem Skandal um Fälschungen beim Autopreis «Gelber Engel» hat der ADAC eine Schlüsselstelle für die Umsetzung seiner Reformen besetzt: Am Donnerstag nahm die Juristin Monika Hornik ihre Arbeit als Compliance-Beauftragte des größten deutschen Autoclubs auf. Die 48-Jährige leitet eine neu geschaffene Abteilung, die die Einhaltung von Regeln und Verhaltensweisen beim ADAC sicherstellen soll. Hornik war zuvor in ähnlichen Positionen bei der Solartechnik-Firma SMA Solar und beim Handelskonzern Metro beschäftigt. Der ADAC hatte sich als Reaktion auf die Affäre und viele weitere Vorwürfe einen Verhaltenskodex gegeben, über dessen Einhaltung Hornik nun wachen wird.

Bauernverband: Molkereien müssen höhere Discounter-Preise weitergeben

Berlin (dpa) - Der Deutsche Bauernverband appelliert an die Molkereien, die höheren Milchpreise einiger Discounter in vollem Umfang den notleidenden Landwirten zugutekommen zu lassen. Die Molkereien stünden zwischen Landwirt und Lebensmitteleinzelhandel, sagte Generalsekretär Bernhard Krüsken am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Wir erwarten natürlich, dass sie die Preiserhöhung nun weitergeben an die Milchbauern.» Nach Lidl hatten am Mittwoch auch Aldi Nord, Aldi Süd und Netto angekündigt, wegen der angespannten Lage vieler Milchbauern die Preise für Trinkmilch und Butter zu erhöhen. Milch wird mit dem 1. Oktober um vier Cent teurer, Butter um zehn Cent.

Henkel streicht 1200 Stellen in Klebstoffsparte

Düsseldorf (dpa) - Der Konsumgüterkonzern Henkel baut 1200 Stellen in der Klebstoffsparte ab, die zuletzt hinter den Erwartungen des Managements zurückgeblieben war. Einen entsprechenden Bericht der «Wirtschaftswoche» bestätigte am Donnerstag ein Unternehmenssprecher. Der Schwerpunkt liege in Asien, vor allem in China, in Deutschland seien etwa 100 Mitarbeiter betroffen. Betriebsbedingte Kündigungen seien aber nicht geplant. Der Hersteller von bekannten Produkten wie Persil-Waschmittel oder Schwarzkopf-Shampoo konnte im zweiten Quartal bei seiner umsatzstärksten Sparte Klebstoff nur noch langsam wachsen. Daher beschleunige Henkel-Chef Kasper Rorsted das bereits bekannte Sparprogramm.

Dax rutscht ins Minus

Frankfurt/Main (dpa) - Den Anlegern in Frankfurt sind am Donnerstag enttäuschende Wirtschaftsdaten aus der Eurozone aufs Gemüt geschlagen. Nachdem der Dax am Morgen noch deutlich im Plus lag, notierte er am Nachmittag 0,47 Prozent tiefer bei 9614,99 Punkten. Der MDax der mittelgroßen Werte konnte sich halten und rückte um 0,27 Prozent auf 19 332,22 Punkte vor. Der Technologiewerte-Index TecDax sank um 0,22 Prozent auf 1743,98 Punkte. Der Kurs des Euro fiel: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1153 (Mittwoch: 1,1203) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8966 (0,8926) Euro.