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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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2,4 Millionen VW-Dieselwagen müssen in die Werkstatt


Berlin/Flensburg (dpa) - Millionen Autofahrer müssen wegen des VW-Abgas-Skandals im nächsten Jahr mit ihrem Diesel in die Werkstatt. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ordnete einen verpflichtenden Rückruf für alle 2,4 Millionen Fahrzeuge mit manipulierter Software in Deutschland an, wie Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) am Donnerstag in Berlin sagte. Die Großaktion soll Anfang 2016 starten und dürfte sich über Monate hinziehen. Eine freiwillige Reparatur reichte der Behörde nicht aus. Die Halter der betroffenen Wagen müssen erst aktiv werden, wenn sie Post erhalten haben. Das Bundesamt werde «den Beginn und den Fortgang der Rückrufaktion überwachen», sagte Dobrindt. Bis Ende Oktober muss Volkswagen der Behörde nun die geplante neue Software für die 2,0-Liter-Modelle vorstellen, bis Ende November die Lösungen für die Fahrzeuge mit 1,6 Litern und 1,2 Litern Hubraum.

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Nike hält Adidas auf Abstand - 50 Milliarden Umsatz bis 2020

Beaverton/Herzogenaurach (dpa) - Der US-Sportartikelriese Nike will Adidas und andere Konkurrenten weiter auf Abstand halten. Der Konzern habe sich das Ziel gesteckt, die Erlöse bis Ende des Geschäftsjahres 2020 (31. Mai) um fast zwei Drittel auf 50 Milliarden Dollar (44 Mrd Euro) zu steigern, kündigte Konzernchef Mark Parker am Mittwoch bei einem Investorentag am Firmensitz in Beaverton, Oregon, an. Um dieses Ziel zu erreichen soll der Umsatz pro Jahr im Schnitt um rund zehn Prozent zulegen. 2014/15 erlöste Nike knapp 31 Milliarden Dollar. Mit den mittelfristigen Zielen zementiert der US-Konzern seinen Führungsanspruch. Die weltweite Nummer zwei, Adidas, hatte im Frühjahr ebenfalls einen Fünfjahresplan vorgestellt, wonach der Umsatz währungsbereinigt im hohen einstelligen Bereich zulegen soll. Zu aktuellen Wechselkursen entspräche dies einem Umsatz von mehr als 22 Milliarden Euro im Jahr 2020, sagte Vorstandschef Herbert Hainer Ende März.

Bilfinger baut kräftig um: zwei Sparten und Konzentration auf Europa

Mannheim (dpa) - Der kriselnde Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger will mit einem harten Umbau das Ruder herumreißen. Auf dem Prüfstand stehen Geschäfte mit einem Leistungsvolumen von etwa einer Milliarde Euro, kündigte Vorstandschef Per Utnegaard am Donnerstag in Mannheim an. Bis hin zum Verkauf seien alle Optionen möglich. Künftig will sich der Konzern auf Industrie- und Immobiliendienstleistungen vor allem in Europa konzentrieren. Damit will Utnegaard das Unternehmen von 2017 an wieder auf einen nachhaltigen Wachstumskurs bringen. Zuletzt war es für Bilfinger steil bergab gegangen. Innerhalb eines Jahres verschreckte das Management die Aktionäre mit sechs Gewinnwarnungen. Im ersten Halbjahr kam ein Verlust von 439 Millionen Euro zusammen. Auch für das gesamte Jahr rechnet Utnegaard mit tiefroten Zahlen. Finanzvorstand Axel Salzmann sprach von einem Verlust von etwa 500 Millionen Euro im Konzern.

Lufthansa und Piloten verhandeln weiter

Frankfurt/Main (dpa) - Bei der Lufthansa sind erneute Streiks der Piloten vorerst vom Tisch. Das Unternehmen und die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) haben am Mittwoch ausschließlich über die Übergangsversorgung der rund 5400 Piloten im Konzerntarifvertrag verhandelt, wie beide Seiten am Donnerstag bestätigten. Die Gespräche hätten in konstruktiver Atmosphäre stattgefunden, sagte ein Lufthansa-Sprecher in Frankfurt. Weitere Termine sollten vereinbart werden. Kein Thema waren die Auswirkungen des von Lufthansa vorangebrachten Billigkonzepts Eurowings, gegen das die VC nach einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Hessen nicht mehr streiken darf. Man prüfe derzeit, wie man in dieser Sache weiter juristisch vorgehe, sagte ein VC-Sprecher. Mit dem Urteil war im September die 13. Runde des Pilotenstreiks gestoppt worden.

Otto Group wieder in der Spur - Schwarze Zahlen nach Verlust erwartet

Hamburg (dpa) - Der Hamburger Handels- und Dienstleistungskonzern Otto Group wird nach einem Verlustjahr voraussichtlich wieder schwarze Zahlen schreiben. Nach einem halben Geschäftsjahr (Ende August) habe die Gruppe ein Umsatzplus von 4,2 Prozent erreicht und liege damit über dem Plan von 3,0 Prozent, teilte ein Otto-Sprecher am Donnerstag in Hamburg mit. Vorstandschef Hans-Otto Schrader betonte, er sei optimistisch, am Ende des Geschäftsjahres eine «schwarze Null» zu erreichen. Das wäre ein positives Ergebnis vor Steuern. Das Kerngeschäft im Versandhandel entwickelte sich in den ersten sechs Monaten ebenso positiv wie beim Versender Hermes. Im elektronischen Handel (E-Commerce) legte Otto in Deutschland um 9,5 Prozent zu und weltweit um 8,3 Prozent.

Hoffnung auf weiteres Billiggeld treibt den Dax

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax ist am Donnerstag wieder auf Erholungskurs gegangen. Die Aussicht auf weiteres Billiggeld der Notenbanken hellte die Laune der Anleger auf. Der deutsche Leitindex hielt sich über der Marke von 10 000 Punkten und zog am Nachmittag um 1,27 Prozent auf 10 041,87 Punkte an. An den beiden Vortagen hatte das Börsenbarometer noch 2 Prozent verloren. Der MDax legte um 0,44 Prozent auf 19 673,78 Punkte zu. Der Technologiewerte-Index TecDax gewann 1,76 Prozent auf 1721,36 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verbesserte sich um 1,19 Prozent. Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,42 Prozent am Vortag auf 0,41 Prozent. Der Kurs des Euro gab zuletzt nach und notierte bei 1,1383 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1439 (Mittwoch: 1,1410) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8742 (0,8764) Euro.