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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Arbeitsmarkt in Deutschland stagniert


Nürnberg (dpa) - Der . Die Arbeitslosenquote blieb im November unverändert bei 6,5 Prozent, die Zahl der Jobsucher sank nur geringfügig um 2000 auf 2 751 000. «Ein Rückgang der Arbeitslosigkeit im November ist üblich, er fiel in diesem Jahr aber etwas schwächer aus als in den vergangenen Jahren», teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg mit. Vorstandschef Frank-Jürgen Weise erläuterte: «Die aktuellen Daten zeigen überwiegend eine Seitwärtsbewegung.» Der Arbeitsmarkt reagiere robust auf die nachlassende konjunkturelle Dynamik.

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Siemens erwartet erst 2014 spürbare Verbesserungen

München (dpa) - Siemens rechnet angesichts von teuren Umbauten und einem dicken Sparprogramm erst im Geschäftsjahr 2013/2014 wieder mit spürbaren Verbesserungen. Dann dürfte sich der Gewinn verglichen mit dem gerade begonnenen Geschäftsjahr 2012/13 aber stark erhöhen, heißt es in einem Bericht des Konzerns an die US-Börsenaufsicht SEC, den Siemens ab späten Mittwochabend übermittelte. Anfang November hatte Vorstandschef Löscher ein sechs Milliarden Euro schweres Sparprogramm für den Konzern angekündigt, das bis 2014 läuft. Wie viele Stellen im Konzern zur Disposition stehen, hat Siemens bislang nicht beziffert.

Creditreform rechnet auch 2013 wieder mit Pleitewelle

Frankfurt/Neuss (dpa) - Die deutsche Wirtschaft muss sich auch 2013 auf eine Pleitewelle einstellen. «Die deutsche Volkswirtschaft gerät zunehmend in den Sog der europäischen Staatsschuldenkrise», sagte der Vorstand der Neusser Wirtschaftsauskunftei Creditreform, Helmut Rödl, am Donnerstag in Frankfurt. Die Gesamtzahl der Insolvenzen dürfte demnach von 156 200 im laufenden Jahr auf etwa 160 500 steigen, darunter geschätzte 30 500 Firmenpleiten. Im zu Ende gehenden Jahr war die Zahl der Firmen- und Verbraucherpleiten in Deutschland rückläufig - trotz Schuldenkrise und angespannter Märkte. Creditreform erwartet für das Gesamtjahr 29 500 (Vorjahr: 30 120) Unternehmensinsolvenzen.

Auslandsorder bescheren Maschinenbau erneut ein Plus

Frankfurt/Main (dpa) - Nach monatelanger Auftragsflaute schöpfen die deutschen Maschinenbauer wieder Hoffnung. Trotz weltweiter Konjunkturabkühlung und Euro-Schuldenkrise erhielt die mittelständisch geprägte Schlüsselbranche den zweiten Monat in Folge mehr Aufträge. Getrieben von einer starken Nachfrage aus dem Ausland legten die Bestellungen um real sieben Prozent zu, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Donnerstag mitteilte. «Die Oktoberzahlen machen Mut», erklärte der Verband. Zum ersten Mal in diesem Jahr hatte die Branche im September insgesamt wieder mehr Aufträge erhalten.

Auf Spaniens Flughäfen droht vor Weihnachten Streikchaos

Madrid (dpa) - Aus Protest gegen geplante Stellenstreichungen bei Iberia wollen die Mitarbeiter der spanischen Fluggesellschaft vor Weihnachten in den Streik treten. Die Gewerkschaften riefen die Beschäftigten für die Zeit vom 14. bis zum 21. Dezember an sechs Tagen zu Arbeitsniederlegungen auf. Damit droht auf den spanischen Flughäfen vor den Feiertagen ein Streikchaos, weil Iberia auf zahlreichen Airports auch das Handling für andere Linien abwickelt. Wie die Gewerkschaften am Donnerstag in Madrid mitteilten, sollen die Iberia-Mitarbeiter am 14. Dezember sowie an den Tagen vom 17. bis zum 21. Dezember für jeweils 24 Stunden in den Streik treten. An dem Ausstand sollen sich das Kabinen- und Bodenpersonal sowie die Piloten beteiligen.

Razzia bei der HypoVereinsbank

München/Frankfurt (dpa) - Razzia bei der HypoVereinsbank: Wegen des Verdachts der schweren Steuerhinterziehung bei Aktienhandelsgeschäften haben mehr als 60 Staatsanwälte, Polizisten und Steuerfahnder Büros der Bank durchsucht. Nach derzeitigem Ermittlungsstand geht es um eine Schadenshöhe von rund 113 Millionen Euro, wie der Leitende Oberstaatsanwalt der Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft, Günter Wittig, am Donnerstag sagte. Die Ermittlungen richteten sich gegen acht Beschuldigte. Die HypoVereinsbank sicherte ihre Unterstützung zu. «Die HypoVereinsbank ist an einer umfassenden Klärung des Sachverhalts interessiert», teilte eine Sprecherin der Münchner Bank mit.

Zuversicht im US-Haushaltsstreit treibt Dax an

Frankfurt/Main (dpa) - Neuer Optimismus hinsichtlich der Beilegung des US-Haushaltsstreits sowie solide deutsche Arbeitsmarktdaten haben am Donnerstag für Kursgewinne gesorgt. Der Dax kletterte am frühen Nachmittag um 0,72 Prozent auf 7396 Punkte. Für den MDax ging es um 0,88 Prozent auf 11 545 Punkte nach oben. Der TecDax rückte um 0,84 Prozent auf 842 Punkte vor. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2994 (Mittwoch: 1,2891) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7696 (0,7757) Euro.