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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Verbraucherstimmung bekommt leichten Abwärtstrend


Nürnberg (dpa) - Die Euro-Schuldenkrise und die Eintrübung auf dem Arbeitsmarkt drücken zum Jahresende auf die Stimmung der Verbraucher. Zum zweiten Mal in Folge hat sich das Konsumklima in Deutschland verschlechtert. Vor allem die Probleme in den Euro-Schuldenstaaten hätten im Dezember dafür gesorgt, dass die Menschen die künftige konjunkturelle Entwicklung etwas negativer einschätzten als in den Vormonaten, teilte das Marktforschungsunternehmen GfK am Freitag in Nürnberg mit. Davon beeinflusst sei auch die Konsumneigung zurückgegangen. Die Erwartungen an die Entwicklung des eigenen Einkommens hingegen legten leicht zu.

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Schäuble: Deutsche Bank wird Vorgänge schnell aufklären

Berlin (dpa) - Nach den jüngsten Negativ-Schlagzeilen über die Deutsche Bank erwartet Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) eine rasche Aufklärung durch das Institut. «Natürlich sind das alles keine guten Nachrichten, und ich mache mir Gedanken», sagte Schäuble in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. «Aber ich habe die Zuversicht und das Vertrauen, dass die Verantwortlichen die Dinge ernst nehmen und möglichst schnell aufklären und abstellen.» Eine stark auf Export orientierte deutsche Wirtschaft habe ein großes Interesse an leistungsfähigen Banken.

Instagram streicht nach Nutzer-Aufstand umstrittene Regeländerungen

New York (dpa) - Der zu Facebook gehörende Fotodienst Instagram hat nach einem Nutzer-Aufstand umstrittene Regeländerungen fallengelassen. Die neuen Passagen zu Werbeplänen wurden komplett gestrichen. Anstelle jetzt von den Nutzern Genehmigungen für noch nicht entwickelte Werbedienste einzuholen, werde man erst die Pläne bis zum Schluss durchdenken und dann konkrete Vorschläge machen, kündigte Mitgründer Kevin Systrom am späten Donnerstag an. Er bekräftigte erneut, dass Instagram keine Nutzerfotos verkaufen wolle.

Berlin: Alle Möglichkeiten für Zypern ins Auge fassen

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung hält sich in der Frage eines möglichen Schuldenschnitts für Zypern bedeckt. Regierungssprecher Steffen Seibert und das Bundesfinanzministerium verwiesen am Freitag in Berlin darauf, dass nach den Programmauflagen für ein mögliches Hilfspaket der Finanzbedarf ermittelt werden müsse. Die Beratungen der Finanzminister würden im Januar vorangetrieben. «Da wird man alle Möglichkeiten ins Auge fassen müssen», sagte Seibert. Um die Schuldentragfähigkeit eines Landes zu erreichen, gebe es verschiedene Möglichkeiten. Er werde aber keine einzelne Maßnahmen kommentieren. Nach offiziell nicht bestätigten Medienberichten weigert sich der Internationale Währungsfonds (IWF), das geplante Hilfspaket der Euro-Länder für Zypern in der bisher diskutierten Form mitzutragen.

Siemens-Energiesparte streicht 1100 Stellen

Erlangen (dpa) - Hiobsbotschaft vor Weihnachten: Siemens streicht 1100 Stellen in seiner Energiesparte in Deutschland. Betroffen sind die Standorte Erlangen, Offenbach, Duisburg, Mülheim an der Ruhr und Berlin, wie ein Sprecher am Freitag sagte. Der Stellenabbau soll bis Oktober 2013 abgeschlossen sein und wenn möglich ohne Kündigungen erfolgen. «Wir wollen das sozialverträglich machen. Wir suchen freiwillige Lösungen», sagte der Siemens-Sprecher in Erlangen. Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern liefen. Siemens-Chef Peter Löscher will konzernweit in den nächsten zwei Jahren sechs Milliarden Euro einsparen, um das Unternehmen wieder so profitabel zu machen wie die Konkurrenten.

EnBW baut 1350 Stellen ab

Karlsruhe (dpa) - Der Energiekonzern EnBW wird 1350 Stellen abbauen. Darauf habe sich der Vorstand mit den Arbeitnehmervertretern geeinigt, teilte das Unternehmen am Freitag in Karlsruhe mit. Die Maßnahme ist Teil des Effizienzprojekts «Fokus», mit dem die EnBW ab Ende 2014 die Kosten um rund 750 Millionen Euro senken will, um seine Bonität zu erhöhen. EnBW beschäftigt bislang rund 20 000 Mitarbeiter. Der drittgrößte deutsche Energieversorger ist mit dem Atomausstieg, bei dem er zwei seiner vier Meiler abschalten musste, in finanzielle Schieflage geraten.

Bergbau schließt weitere Zeche auf dem Weg zum Kohleausstieg

Kamp-Lintfort (dpa) - Der deutsche Steinkohlebergbau hat einen weiteren Schritt zum endgültigen Aus im Jahr 2018 getan. Im Bergwerk West in Kamp-Lintfort am Niederrhein endete am Freitag nach gut 100 Jahren die Kohleförderung. Von den 2500 Bergleuten wechseln 1600 auf die verbleibenden drei Zechen im Ruhrgebiet und im Münsterland. Hunderte gehen in den Vorruhestand. Zur letzten Schicht waren NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) und die Spitzen von Bergbaugewerkschaft und Kohlegesellschaft RAG nach Kamp-Lintfort gekommen. Kraft dankte den Bergleuten und versprach der Region Hilfen beim Strukturwandel. Ohne den Bergbau hätte sich diese Region, hätten sich Nordrhein-Westfalen und vielleicht ganz Deutschland nicht so entwickelt.

Dax unterbricht vorerst seine Jahresendrally

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Freitag seine Jahresendrally vorerst unterbrochen. Für den Leitindex ging es um 0,65 Prozent nach unten auf 7622 Punkte. Die stockenden Haushaltsverhandlungen in den USA hatten den Dax am letzten Handelstag vor dem Weihnachtsfest ebenso belastet wie die erneut aufflammende Schuldenkrise in Europa. Beim MDax stand ein Abschlag von 0,82 Prozent auf 11 971 Punkte zu Buche. Der TecDax sank um 0,66 Prozent auf 834 Punkte. Der Kurs des Euro fiel: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3209 (Donnerstag: 1,3246) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7571 (0,7549) Euro.