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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Spanien rutscht immer tiefer in die Rezession


Madrid (dpa) - Im Euro-Krisenland Spanien hat sich die Rezession überraschend deutlich verschärft. Im vierten Quartal 2012 schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorquartal um 0,7 Prozent. Dies gab das Nationale Statistik-Institut (INE) am Mittwoch in Madrid bekannt. Die spanische Wirtschaftsleistung erlitt damit den mit Abstand stärksten Einbruch seit Beginn der Rezession Mitte 2011. Der Rückgang fiel mehr als doppelt so hoch aus wie im dritten Quartal 2012, in dem die Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent gesunken war. Seit Beginn der Krise schrumpfte das spanische BIP sechs Quartale in Folge. Im gesamten Jahr 2012 betrug der Rückgang 1,37 Prozent.

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Deutsche Bank auf Kostenbremse: Nullrunde und weniger Boni

Frankfurt/Main (dpa) - Die Deutsche Bank macht nach Informationen aus Betriebsratskreisen Ernst mit ihrem Sparprogramm und verordnet tausenden Mitarbeitern 2013 einen Verzicht auf Gehaltssteigerungen. »Dieses Jahr bekommen wir für das Grundgehalt eine Nullrunde«, hieß es am Mittwoch in Frankfurt. Betroffen seien schätzungsweise 12 000 bis 15 000 außertarifliche Mitarbeiter in Deutschland - in der Regel Mitarbeiter mit besonderen Aufgaben oder in Leitungsfunktionen. Die »Süddeutsche Zeitung« (Mittwoch) berichtete sogar von 25 000 betroffenen Mitarbeitern. Insgesamt beschäftigt Deutschlands größtes Geldhaus nach den letzten veröffentlichten Zahlen im Inland gut 47 000 Vollzeitkräfte.

Weniger Gewinn bei Eon: Teyssen will unrentable Kraftwerke schließen

Düsseldorf (dpa) - Eon stellt sich auf harte Zeiten ein: Deutschlands größter Stromversorger rechnet 2013 wegen der europaweiten Marktschwäche und der Lasten der Energiewende mit deutlich weniger Gewinn. Der Konzern will deshalb weitere Beteiligungen verkaufen, seine Investitionen verringern und sich auf lukrative Märkte wie Brasilien oder die Türkei konzentrieren. Gaskraftwerke, die rote Zahlen schreiben, werde Eon nicht mehr weiterbetreiben, kündigte Konzernchef Johannes Teyssen am Mittwoch an: »Wir werden bei niemandem mehr Geld dazulegen, bei niemandem.«

Brüssel stoppt Fusion von UPS und TNT Express

Brüssel (dpa) - In der Paket- und Logistikbranche ist ein spektakulärer Milliardendeal geplatzt: Der US-Paketriese United Parcel Service (UPS) darf nach dem Nein aus Brüssel seinen niederländischen Rivalen TNT Express nicht übernehmen. Die europäischen Wettbewerbshüter haben wie erwartet ihr Veto eingelegt. »Nach der Übernahme hätte es in 15 EU-Staaten nur noch zwei oder drei Anbieter gegeben und die Preise wären mit hoher Wahrscheinlichkeit gestiegen«, begründete EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia am Mittwoch das Verbot. Für die Deutsche Post mit ihrer Paket- und Expressmarke DHL ist dies eine gute Nachricht. UPS ist Hauptkonkurrent und wollte mit der TNT-Übernahme auf dem wachsenden europäischen Expressmarkt aufschließen.

Fronten bei Verhandlungen zu Opel-Sparkurs verhärtet

Rüsselsheim (dpa) - Der Streit um den Sparkurs beim kriselnden Autobauer Opel spitzt sich zu. Nach der Forderung des Managements nach »beträchtlichen Einsparungen« der Belegschaft geht die IG Metall auf Konfrontationskurs. In einem Forderungskatalog verlangt die Tarifkommission bei Opel unter anderem Standort- und Beschäftigungsgarantien bis mindestens Ende 2016 und eine klare Finanzierungszusage der US-Mutter General Motors (GM). Die Verhandlungen wurden nach dpa-Informationen am Mittwoch fortgesetzt. Eine Einigung muss nach einem Ultimatum des Managements spätestens Ende Februar gelingen - sonst droht das vorzeitige Aus der Autofertigung in Bochum schon Ende 2014.

EU-Kommission will mehr Wettbewerb auf der Schiene

Brüssel (dpa) - Die Eisenbahnen in Europa sollen nach dem Willen der EU-Kommission stärker um Fracht und Passagiere konkurrieren. EU-Verkehrskommissar Siim Kallas präsentierte am Mittwoch in Brüssel Gesetzesvorschläge, um das Management des Schienennetzes komplett vom Fahrbetrieb zu trennen. Die Deutsche Bahn muss aber nicht grundsätzlich um ihr Holding-Modell fürchten. Kallas will mit seinen Vorschlägen Hürden für Mitbewerber abbauen und damit die schwächelnde Nachfrage nach Bahnreisen und Gütertransport beflügeln. Die EU-Staaten und das Europaparlament werden nun über die Vorschläge beraten.

Bierabsatz auf niedrigstem Stand seit Wiedervereinigung

Wiesbaden (dpa) - Der Bierabsatz in Deutschland ist 2012 auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gesunken. Die in Deutschland ansässigen Brauereien und Bierlager setzten insgesamt rund 96,5 Millionen Hektoliter Bier ab, wie das Statistisches Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Das waren 1,8 Prozent beziehungsweise 1,8 Millionen Hektoliter weniger als ein Jahr zuvor. Alkoholfreie Biere, Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier sind hierin nicht enthalten. Damit setzt sich ein langanhaltender Trend fort: In Deutschland wird immer weniger Bier getrunken. Das letzte Miniplus beim Absatz verzeichneten die Brauereien und Bierlager 2006.

Vedes kämpft mit wachsender Konkurrenz durch das Internet

Nürnberg (dpa) - Der Spielzeug-Großhändler Vedes bekommt die Konkurrenz durch das Internet immer stärker zu spüren. »Der Online-Handel hat sich in den letzten Jahren sehr stark entwickelt, und es ist kein Geheimnis, dass das auch zulasten des stationären Fachhandels geht«, sagte der Vedes-Vorstandsvorsitzende Thomas Märtz am Mittwoch auf der Spielwarenmesse in Nürnberg. Hauptsächlich wegen dieser Entwicklung sei der Umsatz der Verbundsmitglieder in Deutschland im vergangenen Jahr um 1,0 Prozent auf 477 Millionen Euro zurückgegangen - während der Gesamtmarkt um 3 Prozent zulegte.

Dax gibt nach US-Wirtschaftsdaten weiter nach

Frankfurt/Main (dpa) - Die im vierten Quartal überraschend geschrumpfte US-Wirtschaft hat den Dax am Mittwochnachmittag etwas deutlicher ins Minus gedrückt. Für den deutschen Leitindex ging es um 0,30 Prozent auf 7825 Punkte nach unten. Er bleibt damit nun 46 Punkte unter seinem Fünfjahreshoch vom Montag in Lauerstellung auf die runde Marke von 8000 Punkten. Der MDax sank um 0,51 Prozent auf 12 632 Punkte, während sich der TecDax von seinem schwachen Vortag um 0,55 Prozent auf 880 Punkte erholte. Am deutschen Anleihemarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,37 Prozent am Vortag auf 1,40 Prozent. Der Kurs des Euro sprang erstmals seit vierzehn Monaten über 1,35 US-Dollar.