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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Bender wird nicht Chef des Hauptstadtflughafens


Potsdam (dpa) - Der Chefposten am Hauptstadtflughafen BER bleibt vorerst unbesetzt. Der Favorit des Aufsichtsrats, der frühere Frankfurter Flughafenchef Wilhelm Bender, will das Krisenprojekt nicht leiten, wie Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) am Montag sagte. «Bender steht zur Verfügung, uns für das Projekt zu unterstützen, aber nicht als CEO» (Geschäftsführer). Aufsichtsratschef Platzeck sagte, dass die Suche noch eine Weile dauern werde. Der Hauptstadtflughafen brauche eine Lösung, die über Jahre trage. Ob er schon mit weiteren Kandidaten verhandelt, ließ Platzeck offen.

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Commerzbank zum Jahresschluss tief in den roten Zahlen

Frankfurt/Main (dpa) - Sonderbelastungen haben die Commerzbank zum Jahresende 2012 tief in die roten Zahlen gedrückt. Rund 720 Millionen Euro Verlust erwartet Deutschlands zweitgrößte Bank für den Zeitraum Oktober bis Ende Dezember, wie der teilverstaatlichte Dax-Konzern überraschend am Montag in Frankfurt mitteilte. Für das Gesamtjahr bleibt nach vorläufigen Zahlen nur noch ein Mini-Gewinn von 6 (Vorjahr: 638) Millionen Euro. Dennoch geht das Institut weiterhin davon aus, dass es für 2012 erstmals Zinsen auf die verbliebenen Rettungsmilliarden des Bundes in Form einer «stillen Einlage» zahlen wird. Der angekündigte massive Stellenabbau kommt den Konzern teuer zu stehen. Im ersten Quartal 2013 sei ein Restrukturierungsaufwand von rund 500 Millionen Euro zu erwarten. Die Commerzbank hatte Ende Januar angekündigt, dass sie 4000 bis 6000 Vollzeitstellen bis 2016 streichen will.

Autoimporteure: Schwacher Jahresstart bei Pkw-Neuzulassungen

Bad Homburg (dpa) - Der deutsche Automarkt ist nach Angaben der Autoimporteure schwach ins neue Jahr gestartet. Mit gut 192 000 Pkw-Neuzulassungen sei der Januar 2013 um etwa 8,5 Prozent unter dem Vorjahresmonat geblieben, teilte der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) am Montag in Bad Homburg mit. Zur Stabilisierung habe die Nachfrage nach Geländewagen beigetragen. Der VDIK hält für das Gesamtjahr in Deutschland mehr als drei Millionen Pkw-Neuzulassungen für möglich. Die aktuell positive wirtschaftliche Entwicklung sollte sich auszahlen. 2012 waren die Verkäufe um knapp 3 Prozent auf etwas weniger als 3,1 Millionen Autos gesunken.

Deutsche Spielwarenbranche rechnet 2013 mit Stagnation

Nürnberg (dpa) - Die deutsche Spielwarenbranche rechnet in diesem Jahr mit stagnierenden Umsätzen. «Für 2013 erwarten wir eine stabile Inlandsmarktentwicklung. Plus/minus null Prozent wäre realistisch positiv, plus ein Prozent wäre schon Champions League», sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands des Spielwaren-Einzelhandels, Willy Fischel, am Montag zum Abschluss der Spielwarenmesse in Nürnberg. Mit 73 500 Besuchern aus 113 Ländern waren diesmal rund 2500 Händler und Einkäufer weniger zur weltweit größten Branchenschau gekommen als im Vorjahr. Messechef Ernst Kick zeigte sich dennoch zufrieden: «Allgemein ist die Stimmung sehr gut.»

Uhrenkonzern Swatch mit Milliardengewinn

Biel/Zürich (dpa) - Der weltweit größte Uhrenkonzern Swatch übertrifft mit Rekordergebnissen alle Erwartungen: Um rund ein Viertel steigerte das Schweizer Unternehmen im Geschäftsjahr 2012 seinen Gewinn. Der Umsatz stieg um 14 Prozent auf 8,143 Milliarden Franken, wie Swatch am Montag am Konzernhauptsitz in Biel mitteilte. Das operative Ergebnis des Konzerns legte um 23 Prozent auf 1,984 Milliarden Franken, der Konzerngewinn sogar um 26 Prozent auf 1,608 Milliarden Franken (1,298 Mrd Euro) zu. Im Swatch-Konzern entstanden den Angaben zufolge im vergangenen Jahr 1500 neue Stellen,davon 900 in der Schweiz. Ende 2012 hatte Swatch damit weltweit 29 700 Mitarbeiter.

Mehr Bewegung im Strommarkt

München (dpa) - Die Stromverbraucher werden flexibler. Im vergangenen Jahr haben 17 Prozent der Deutschen ihren Stromanbieter gewechselt und weitere 11 Prozent bei ihrem bisherigen Anbieter einen neuen Tarif gewählt. Das ergab eine bundesweit repräsentative Befragung von TNS Infratest, die am Montag in München veröffentlicht wurde. «Die öffentliche Diskussion über die Energiewende und ihre Wirkungen, allen voran die Strompreiserhöhungen, scheint deutlich mehr Bewegung im Markt zu bringen als der Markteintritt der Discount- und Ökoanbieter vor einigen Jahren», sagte TNS-Infratest-Direktor Apostolos Apergis. Für die Wechsler seien Preisgarantien genauso wichtig gewesen wie günstigere Preise. Nach «der Erfahrung mit einzelnen Dumpingpreisanbietern ist das wenig überraschend», sagte der Marktforscher. TNS Infratest hatte vom 24. bis 26. Januar telefonisch 1004 Bundesbürger befragt.

Airbus erhält Großauftrag für 25 A350-Passagierflugzeuge

Paris (dpa) - Die EADS-Tochter Airbus hat einen Auftrag über 25 Maschinen des neuen Langstreckenjets A350 vom Flugzeug-Finanzierer Air Lease erhalten. Das Unternehmen habe 20 Flieger des Typs A350-900 und fünf Maschinen der größeren A350-1000 bestellt, teilte Air Lease am Montag mit. Das wären laut Listenpreis rund 7,5 Milliarden Dollar (5,5 Mrd Euro), allerdings sind Rabatte üblich. Außerdem habe Air Lease Corporation (ALC/Los Angeles) die Option, fünf weitere A350-1000 zu kaufen. Die Flugzeuge sollen zwischen 2018 und 2022 geliefert werden. Bei der neuen A350 konkurriert Airbus mit dem neuen 787 «Dreamliner» des US-Rivalen Boeing, der wegen zahlreicher Zwischenfälle Flugverbot hat und von den Aufsichtsbehörden derzeit auf den Prüfstand gestellt wird.

Dombrovskis glaubt an Euro-Einführung in Lettland in 2014

Riga (dpa) - Lettland will 2014 der Eurozone beitreten und seinen Lats gegen den Euro tauschen. Ministerpräsident Valdis Dombrovskis will bis zum März die EU-Kommission und die Europäische Zentralbank (EZB) um einen Bericht zur Euroreife des Landes bitten, wie er in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur ankündigte. «Im Juli dürfte dann die Entscheidung feststehen, ob wir 2014 den Eurozone beitreten können», sagte Dombrovskis. «Wir sind optimistisch. Wir erfüllen bereits seit September 2012 die Maastricht-Kriterien und werden die Zielwerte auch in Zukunft nachhaltig verfolgen.» Am vorigen Donnerstag hatte das baltische Land mit einem Euro-Einführungsgesetz bereits die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen.

Dax auf Talfahrt wegen Spanien und Italien

Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Aktienmarkt ist am Montag tief in die Verlustzone abgerutscht. Nach einem zögerlichen Start intensivierte der Dax nach dem Mittag seine Talfahrt und büßte zuletzt 1,41 Prozent und 7722 Punkte ein. Zeitweise war der Leitindex nicht nur unter die Marke von 7800 Punkten, sondern auch gleich noch unter die 7700 Punkte gefallen. Der MDax fiel um 0,85 Prozent auf 12 648 Punkte, und der TecDax sank um 0,34 Prozent auf 877 Punkte. Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,39 Prozent am Freitag auf 1,38 Prozent. Der Kurs des Euro gab nach: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3552 (Freitag: 1,3644) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7379 (0,7329) Euro.