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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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ThyssenKrupp weiter im Krisen-Modus - Schwacher Jahresauftakt =


Essen (dpa) - Der von einer Skandal-Serie erschütterte Industriekonzern ThyssenKrupp leidet auch im neuen Geschäftsjahr massiv unter der Stahlkrise. Der bereinigte operative Gewinn vor Zinsen und Steuern brach im ersten Geschäftsquartal, das bis Ende Dezember lief, um 38 Prozent auf 229 Millionen Euro ein, das Ergebnis nach Steuern schrumpfte von 41 Millionen Euro im Vorjahr auf 29 Millionen Euro. Der Umsatz sank um acht Prozent auf 8,84 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Dienstag in Essen mitteilte. Berücksichtigt dabei wurden lediglich die sogenannten fortgeführten Aktivitäten, also nicht die zum Jahresende 2012 mehrheitlich abgegebene Edelstahlsparte Inoxum und das zu Verkauf stehende Stahlgeschäft in Übersee.

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DIHK-Umfrage: Firmen zuversichtlicher - Exporte ziehen an =

Berlin (dpa) - Mehr Exporte, höhere Investitionen und keine Angst vor einem »Währungskrieg«: Deutschlands Unternehmen sehen wieder zuversichtlich in die Zukunft. »2013 hat das Zeug, konjunkturell ein gutes Jahr zu werden«, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Martin Wansleben, in Berlin. Dort stellte der DIHK am Dienstag seine neue Konjunkturumfrage vor. Dafür wurden mehr als 28 000 Firmen aus dem Mittelstand befragt. Der Anteil der Pessimisten ging im Vergleich zum Herbst von 22 auf 18 Prozent zurück. Rund 62 Prozent der Unternehmen (Herbst: 60) erwarten, dass ihre Geschäfte in den nächsten Monaten so laufen wie bisher. An bessere Umsätze glauben 20 Prozent, im Herbst waren es 18 Prozent.

Ermittlungen gegen Piëch und weitere Porsche-SE-Aufsichtsräte =

Stuttgart (dpa) - Der Wirtschaftskrimi um die Übernahmeschlacht zwischen Volkswagen und Porsche erfasst nun auch den kompletten früheren Aufsichtsrat der Porsche-Dachgesellschaft PSE. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt gegen alle Mitglieder des Gremiums, die zur heißen Phase des Machtkampfes 2008/2009 als Kontrolleure der PSE beteiligt waren. Das sagte ein Sprecher der Anklagebehörde am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart. Grund sei der Verdacht auf Beihilfe zur Marktmanipulation, mit der Anleger womöglich getäuscht worden seien. Damit bestätigten sich entsprechende Informationen von »Spiegel Online«.

Skandalbank Barclays streicht 3700 Stellen =

London (dpa) - Die skandalgeschüttelte britische Großbank Barclays streicht mindestens 3700 Stellen. Das gab Vorstandschef Antony Jenkins am Dienstag in London bekannt. 1900 der Stellenstreichungen, die vor allem im Ausland geplant seien, entfallen auf das Filialgeschäft. 1800 Arbeitsplätze werden im Investmentbanking gestrichen - wo im vergangenen Jahr bereits 1600 Jobs wegfielen. Die Bank rechnet allein im ersten Quartal 2013 deshalb mit Restrukturierungskosten in Höhe von fast 500 Millionen Pfund (584 Millionen Euro). Die Aktie der Bank stieg nach der Ankündigung rasant.

Online-Handel beschleunigt das Wachstum =

Hamburg (dpa) - Der Boom des Online-Handels hält nicht nur an, sondern er beschleunigt sich noch. Im vergangenen Jahr habe das Online-Geschäft mit Waren einen gewaltigen Sprung nach vorn gemacht und den Umsatz um 5,9 Milliarden Euro oder 27 Prozent auf 27,6 Milliarden Euro gesteigert, teilte der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) am Dienstag in Hamburg mit. Darin noch nicht enthalten seien Umsätze von 9,7 Milliarden Euro für digitale Güter wie Flug- und Bahntickets, Reisen und Eintrittskarten. Im laufenden Jahr sei abermals mit einer Umsatzsteigerung von 21 Prozent auf 33,5 Milliarden Euro zu rechnen. Der E-Commerce sei für die Konsumenten längst ein alltägliches und sicheres Geschäft.

VW mit starkem Jahresstart - Probleme in Deutschland und Europa =

Wolfsburg (dpa) - Volkswagen hat dank des schwungvollen Geschäfts in Asien und Amerika einen kraftvollen Start ins Jahr 2013 hingelegt. Die Kernmarke VW Pkw lieferte im Januar 491 900 Autos aus. Das waren 17,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie Europas Branchenführer am Dienstag in Wolfsburg mitteilte. Insgesamt sei man »trotz der anhaltend schwierigen Marktbedingungen in Europa zufriedenstellend« ins neue Jahr gekommen, sagte Vertriebsvorstand Christian Klingler. Vor allem China und Nordamerika trieben die Verkäufe erneut an. In der Region Asien-Pazifik nahmen sie im Vorjahresvergleich um 43,7 Prozent zu. Auf dem wichtigsten Einzelmarkt China lag das Plus sogar bei 47 Prozent.

Dax legt etwas zu =

Frankfurt/Main (dpa) - Das Bekenntnis der sieben führenden Industrieländer (G7) zu marktgerechten Wechselkursen hat den Dax am Dienstag etwas gestützt. Der Leitindex stieg um 0,20 Prozent auf 7649 Punkte, nachdem er im Tagesverlauf mehrmals das Vorzeichen gewechselt hatte. Für den MDax ging es um 0,13 Prozent auf 12 755 Punkte nach oben. Der TecDax kletterte um 1,03 Prozent auf 890 Punkte. Der Kurs des Euro legte zu. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3438 (Montag: 1,3391) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7442 (0,7468) Euro.