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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Deutsche Börse weist CME-Interesse an Fusion zurück =


Frankfurt/Chicago (dpa) - Die Deutsche Börse scheut vor einem neuen Fusionsanlauf zurück. Gut ein Jahr nach dem Scheitern des Zusammengehens mit der NYSE Euronext wies das Unternehmen ein Interesse der größten US-Terminbörse CME zurück. »Die Deutsche Börse AG befindet sich nicht in Verhandlungen über einen Zusammenschluss mit der CME Group. Wie wiederholt vom Unternehmen mitgeteilt, liegt der primäre strategische Fokus auf organischem Wachstum«, erklärte der Frankfurter Marktbetreiber am Montag. Damit reagierte das Unternehmen auf Informationen aus Finanzkreisen, wonach die Chicagoer CME vor Weihnachten Fusionsgespräche angeboten habe. Die CME wollte die Meldungen am Montag nicht kommentieren.

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Daimlers Probleme schlagen sich auf Zetsches Gehalt nieder =

Stuttgart (dpa) - Daimler-Chef Dieter Zetsche bekommt die jüngsten Rückschläge des Autobauers auch in seinem Geldbeutel zu spüren. Nach rund 8,7 Millionen Euro für 2011 kassiert der Konzernlenker für das vergangene Jahr nach derzeitigem Stand eine halbe Million Euro weniger (8,2 Mio. Euro). Das geht aus dem Geschäftsbericht hervor, den der Dax-Konzern am Montag in Stuttgart veröffentlichte. Demnach bleibt das Grundgehalt zwar gleich. Allerdings muss Zetsche bei den Bonuszahlungen Abstriche machen. Der Autobauer hatte 2012 einen Rückgang beim operativen Gewinn verbucht. Bereits im Herbst musste Zetsche die Ziele für alle zentralen Unternehmensbereiche kappen. Für den gesamten achtköpfigen Vorstand wurden für 2012 rund 27,3 Millionen Euro ausgeschüttet - nach 28 Millionen Euro im Jahr zuvor.

RWE-Mitarbeiter bekommen in zwei Stufen mehr Geld =

Essen (dpa) - Die 30 000 Beschäftigten des Energiekonzerns RWE in Deutschland bekommen nach Gewerkschaftsangaben in diesem und im kommenden Jahr eine Gehaltserhöhung. Die Entgelte steigen demnach rückwirkend zum 1. Februar 2013 um 2,75 Prozent sowie zum 1. Februar 2014 um weitere 1,75 Prozent. Einmalzahlungen von je 250 Euro seien für Januar 2013 und im Februar 2014 vorgesehen. Diese Details teilten die IG BCE und Verdi am Montag mit, nachdem die Tarifkommission der Einigung in der vierten Verhandlungsrunde von Freitagabend zustimmte. Außerdem seien betriebsbedingte Kündigungen für zwei weitere Jahre bis Ende 2014 ausgeschlossen. Die Gewerkschaften hatten sechs Prozent mehr Geld und einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis 2023 gefordert. Der Tarifkonflikt stand am Rande eines Streiks.

Borussia Dortmund setzt wirtschaftlichen Höhenflug fort =

Dortmund (dpa) - Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hat seinen wirtschaftlichen Höhenflug fortgesetzt. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2012/2013 stieg der Umsatz um 22,4 Prozent auf 124,1 Millionen Euro. Der Vorsteuergewinn kletterte leicht um 0,8 Millionen auf 17,5 Millionen Euro. Der BVB steuert nun auch im Gesamtjahr auf eine neue Höchstmarke zu. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hatte der »Bild am Sonntag« bereits gesagt, er habe die Hoffnung, erstmals über 250 Millionen Euro Umsatz zu erreichen. »Unser Grundprinzip wird allerdings auch weiterhin lauten: Nachhaltigkeit geht vor Schnelligkeit«, sagte Watzke am Montag.

Wachstum am Bau schwächt sich ab =

Wiesbaden (dpa) - Der Boom am deutschen Bau hat sich im vergangenen Jahr abgeschwächt. Zwar schlossen die Unternehmen 2012 mit einem Plus bei Aufträgen und Umsatz ab, doch das Wachstum fiel schwächer aus als 2011, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Der Gesamtumsatz des Bauhauptgewerbes stieg um 0,4 Prozent auf rund 93,8 Milliarden Euro. Im Jahr zuvor hatte die Branche noch ein Plus von nominal 12,5 Prozent verbucht. »Der frostige Dezember hat uns die Jahresbilanz verhagelt«, sagte der Sprecher des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Heiko Stiepelmann.

Gesamtmetall-Chef Dulger rechnet mit zügigen Tarifverhandlungen =

Heidelberg (dpa) - Gesamtmetall-Chef Rainer Dulger rechnet bei den anstehenden Tarifverhandlungen der Metall- und Elektroindustrie nicht mit einer langen Hängepartie. »Wir steuern auf eine reine Entgeltrunde zu. Ich denke, dass wir Mitte Mai fertig sein sollten«, sagte Dulger der Nachrichtenagentur dpa. Die IG Metall Bayern hatte in der vergangenen Woche mindestens 5,5 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten gefordert. Bayern war damit der erste Bezirk, in dem eine konkrete Zahl genannt wurde. Dulger wollte dies nicht kommentieren. Im Südwesten will sich die Gewerkschaft an diesem Dienstag positionieren. Am 4. März will der IG-Metall-Vorstand in Frankfurt seine Forderungsempfehlung für bundesweit alle Bezirke bekanntgeben.

Elektroindustrie: Dritter Rekordexport in Folge =

Frankfurt/Main (dpa) - Die deutsche Elektroindustrie hat 2012 den dritten Exportrekord in Folge verbucht - obwohl das Schlussquartal schwach war und die Rezession im Euroraum die Ausfuhren in die Partnerländer drückte. »Im gesamten vergangenen Jahr haben die Branchenexporte trotz des schwierigen internationalen Umfelds um zwei Prozent auf ein Allzeithoch von 160,1 Milliarden Euro zugelegt«, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann. Damit entwickelten sich die Branchenausfuhren weniger dynamisch als die deutschen Exporte insgesamt, die um 3,4 Prozent auf einen neuen Höchstwert kletterten. Zum Jahresende ging der Elektroindustrie wie anderen Branchen auch die Puste aus: Die Ausfuhren sanken gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent auf 40,3 Milliarden Euro. Die Elektrobranche ist nach eigenen Angaben mit mehr als 840 000 Beschäftigten der zweitgrößte deutsche Industriezweig nach dem Maschinenbau.

Auslandsgeschäft drückt Nettogewinn der RTL Group =

Luxemburg (dpa) - Die Wirtschaftskrise in Südeuropa hat den Gewinn des größten europäischen Werbefernsehsenders RTL Group schrumpfen lassen. Der Nettogewinn sank 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 13,2 Prozent auf 690 Millionen Euro. Das teilte das Unternehmen am Montag in Luxemburg mit. Hauptgrund sei eine Abschreibung von 72 Millionen Euro auf den Anteil der RTL Group an der spanischen Grupo Antena 3 gewesen. Der Umsatz der RTL Group erhöhte sich um 4 Prozent auf 6 Milliarden Euro. Vor allem das deutsche Fernsehgeschäft und die internationale Produktionstochter Freemantle (»Deutschland sucht den Superstar«) hätten mehr Erlöse erwirtschaftet.

Smartphones haben Fernseher auf deutschem Markt überflügelt =

Frankfurt/Main (dpa) - Auf dem deutschen Markt für Unterhaltungselektronik haben Smartphones im vergangenen Jahr erstmals das Geschäft mit stationären Fernsehern überflügelt. Mit 18,4 Millionen verkauften Stück erzielten die Hersteller der Mobilgeräte einen um 32 Prozent gestiegenen Umsatz von 6,8 Milliarden Euro, wie der Verband gfu am Montag in Frankfurt mitteilte. Die Zahl der Fernseher verfehlte hingegen mit 9,6 Millionen Stück die angepeilte 10-Millionen-Marke, so dass der Umsatz bei rund 6 Milliarden Euro blieb. Insgesamt erzielte die Branche 28,8 Milliarden Euro Umsatz. Dies entspricht einem Wachstum von 3,9 Prozent. Nach dem schwachen Schlussquartal soll er 2013 zwei Prozent steigen.

Mobilfunk-Anbieter: Regulierung gefährdet Milliarden-Investitionen =

Barcelona (dpa) - Die Mobilfunk-Anbieter fordern eine weniger strenge Regulierung ihres Geschäfts, weil Milliarden-Investitionen in die Netzwerk-Infrastruktur anstehen. Der wachsende Datenverkehr mit dem Vormarsch von Smartphones und Tablets mache den Ausbau der Netze dringend notwendig, betonte der Vorsitzende des Branchenverbandes GSMA, Telecom-Italia-Chef Franco Bernabè, am Montag beim Mobile World Congress in Barcelona. »Aber wir brauchen Gewissheit, dass sich die Investitionen lohnen werden«, betonte er. Zudem müsse die Steuerpolitik die Weiterentwicklung der Infrastruktur unterstützen. Die Unternehmen litten unter zu viel Wettbewerb und die Politik müsse der Branche Freiraum für eine Auslese geben, verlangte Bernabè.

Mobiles Bezahlen im Rampenlicht beim Mobile World Congress =

Barcelona (dpa) - Der Wettbewerb bei mobilen Bezahlsystemen kommt in Schwung. Die neuen Anbieter, die sich auf innovative Zahlungsideen für Smartphone und Tablet konzentrieren, bekommen dabei zunehmend Wettbewerb durch die alte Garde der Finanzdienstleister. So kündigte der Kreditkarten-Riese Mastercard auf dem Mobile World Congress in Barcelona das System MasterPass an, das als eine Art digitale Brieftasche für alle Lebenslagen gedacht ist. Damit soll man in Zukunft zum Beispiel mit dem Smartphone bezahlen können, indem man im Laden einen Strichcode einscannt. Oder man hält ein Smartphone mit NFC-Funktechnik über ein entsprechend ausgestattetes Kassen-Terminal. Das System soll aber auch hinter Bezahl-Buttons im Online-Handel stehen.

Dax zieht vor Italien-Wahlergebnis deutlich an =

Frankfurt/Main (dpa) - Vor dem mit Spannung erwarteten Wahlausgang in Italien hat sich der deutsche Aktienmarkt bis zum Montagnachmittag von seiner besten Seite gezeigt. Dank starker Vorgaben fest gestartet, baute der Dax seine Gewinne weiter aus und passierte neben der Marke von 7700 Punkten auch gleich noch die 7800er-Schwelle. Der Dax lag zuletzt mit 2,40 Prozent im Plus bei 7846 Zählern und nahm so wieder Kurs auf sein Ende Januar erreichtes Fünfjahreshoch bei 7871 Punkten. Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,29 Prozent am Freitag auf 1,26 Prozent. Der Kurs des Euro zog an: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3304 (Freitag: 1,3186) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7517 (0,7584) Euro.