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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Nikosia (dpa) - Das umstrittene Gesetz der Zwangsabgabe für Kontoinhaber in Zypern wird zur Zerreißprobe für die eben erst gewählte Regierung Zyperns. Unter dem Druck der massiven Proteste schwächte die Regierung die einmalige Zwangsabgabe für Bankkunden ab. Das veränderte Gesetz verschont nunmehr Guthaben bis zu 20 000 Euro. Präsident Nikos Anastasiades fürchtet indes, dass sich die Kritiker davon nicht besänftigen lassen. Die entscheidende Parlamentssitzung sollte am frühen Dienstagabend beginnen. An den Finanzmärkten blieb die Nervosität hoch. Insolvenzverwalter holt sich 10 Millionen Euro von Schlecker-Familie


Nikosia (dpa) - Das umstrittene Gesetz der Zwangsabgabe für Kontoinhaber in Zypern wird zur Zerreißprobe für die eben erst gewählte Regierung Zyperns. Unter dem Druck der massiven Proteste schwächte die Regierung die einmalige Zwangsabgabe für Bankkunden ab. Das veränderte Gesetz verschont nunmehr Guthaben bis zu 20 000 Euro. Präsident Nikos Anastasiades fürchtet indes, dass sich die Kritiker davon nicht besänftigen lassen. Die entscheidende Parlamentssitzung sollte am frühen Dienstagabend beginnen. An den Finanzmärkten blieb die Nervosität hoch.

Insolvenzverwalter holt sich 10 Millionen Euro von Schlecker-Familie

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Ehingen/Stuttgart (dpa) - Gut ein Jahr nach der Pleite der einst größten Drogeriemarktkette Europas hat sich die Familie Schlecker mit dem Insolvenzverwalter auf einen millionenschweren Vergleich geeinigt. Hintergrund ist der Streit um übertragenes Vermögen aus dem inzwischen fast abgewickelten Unternehmen. Die Familie von Anton Schlecker zahlt 10,1 Millionen Euro, wie ein Sprecher von Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz am Dienstag mitteilte. Damit werde zugleich ein komplizierter Gerichtsprozess vermieden. Der einstige Drogeriekönig soll viel Geld in Sicherheit gebracht und auf seine Familie übertragen haben. Der Insolvenzverwalter hatte daher darauf gepocht, dass dieses Vermögen zurückgezahlt werden müsse.

Dax-Chefs verdienten im Schnitt mehr als fünf Millionen

Frankfurt/Main (dpa) - Deutschlands Topmanager haben im vergangenen Jahr von kräftig sprudelnden Unternehmensgewinnen profitiert. Die Chefs der Dax-Konzerne verdienten im Schnitt 5,33 Millionen Euro und damit drei Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Beratungsunternehmens Towers Watson hervorgeht. Spitzenreiter war VW-Chef Martin Winterkorn mit 14,5 Millionen Euro, Schlusslicht Lufthansa-Chef Christoph Franz, der sich mit 2,1 Millionen Euro zufriedengeben musste. Towers Watson wertete die bisher vorliegenden 23 Geschäftsberichte der 30 Dax-Konzerne aus. Nicht dabei sind unter anderem die Deutsche Bank.

BMW bremst nach Rekordjahr Euphorie

München (dpa) - BMW dämpft nach einem weiteren Rekordjahr für 2013 die Hoffnung auf weiter wachsende Gewinne. Zwar wolle der Autobauer auch in diesem Jahr wieder Bestwerte beim Verkauf erzielen, mehr Geld werden die Münchner aber möglicherweise damit nicht verdienen. «Angesichts hoher Aufwendungen für neue Technologien und Modelle sowie Investitionen in das Produktionsnetzwerk erwarten wir ein Konzernergebnis vor Steuern in der Größenordnung des Jahres 2012», sagte BMW-Chef Norbert Reithofer am Dienstag in München. Sein Finanzvorstand Friedrich Eichiner hatte im Dezember gesagt, BMW wolle «wenn es irgendwie möglich sein wird» 2013 auch mehr Geld verdienen.

Auto-Absatz in Europa bricht weiter ein

Brüssel (dpa) - Der Autoabsatz in der Europäischen Union ist im Februar auf ein Rekordtief gefallen - noch nie wurden seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1990 in diesem Monat so wenig Fahrzeuge verkauft. Wie der europäische Branchenverband Acea am Dienstag in Brüssel mitteilte, wurden 795 482 Autos abgesetzt, 10,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Bereits im Januar war der Absatz auf ein Rekordtief gefallen. Über die ersten beiden Monate des Jahres gesehen fiel der Absatz um 9,5 Prozent auf 1,681 Millionen Autos.

Erste Metall-Tarifrunden vertagt

Unterhaching/Darmstadt (dpa) - Ohne greifbare Ergebnisse sind die ersten regionalen Verhandlungen für die deutsche Metall- und Elektroindustrie vertagt worden. Sowohl in Bayern als auch im Tarifgebiet Mitte für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland trennten sich IG Metall und Arbeitgeber am Dienstag wie erwartet nach wenigen Stunden, ohne dass ein Angebot vorgelegt worden wäre. Zuvor hatten an den beiden Verhandlungsorten Darmstadt und Unterhaching bei München jeweils hunderte Metaller ihrer Forderung nach 5,5 Prozent mehr Geld lautstark Nachdruck verliehen.

Aktienmärkte kaum verändert vor Abstimmung in Zypern

Frankfurt/Main (dpa) - Die Sorge vor der weiteren Entwicklung in Zypern hat am deutschen Aktienmarkt am Dienstag für Vorsicht gesorgt. Der Dax stand am Nachmittag mit minus 0,22 Prozent bei 7993 Punkten. Der MDax gewann dagegen 0,03 Prozent auf 13 519 Punkte, während der TecDax um 0,22 Prozent auf 922 Punkte abbröckelte. Am deutschen Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,09 (Montag: 1,11) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,07 Prozent auf 135,05 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,15 Prozent auf 144,22 Punkte. Der Euro gewann an Wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2944 (1,2929) Dollar fest. Der Dollar kostete 0,7726 (0,7735) Euro.