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Tokio (dpa) – Die Europäische Union und Japan nehmen Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen auf. Darauf einigten sich am Montag der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, und der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe, in einem Telefongespräch. EU-Handelskommissar Karel De Gucht sprach bei einem bilateralen Treffen von Wirtschaftsvertretern in Tokio von einem «ambitionierten» Schritt. Er vertraue darauf, dass Japan die gemachten Zusagen zum Abbau von Handelsbarrieren einhalten wird. Mit einer Schutzklausel behält sich die EU-Kommission das Recht vor, die Gespräche mit Tokio anderenfalls nach einem Jahr wieder abzubrechen. Finanzmärkte atmen nach Zypern-Rettung auf


Tokio (dpa) – Die Europäische Union und Japan nehmen Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen auf. Darauf einigten sich am Montag der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, und der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe, in einem Telefongespräch. EU-Handelskommissar Karel De Gucht sprach bei einem bilateralen Treffen von Wirtschaftsvertretern in Tokio von einem «ambitionierten» Schritt. Er vertraue darauf, dass Japan die gemachten Zusagen zum Abbau von Handelsbarrieren einhalten wird. Mit einer Schutzklausel behält sich die EU-Kommission das Recht vor, die Gespräche mit Tokio anderenfalls nach einem Jahr wieder abzubrechen.

Finanzmärkte atmen nach Zypern-Rettung auf

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Frankfurt/Main/Nikosia (dpa) - Zypern ist vorerst vor der Pleite gerettet, die Finanzmärkte atmen auf. Nach zähem Verhandlungsmarathon hatten die internationalen Kreditgeber in der Nacht zum Montag ein Hilfspaket für das kleine Euro-Krisenland auf den Weg gebracht. Anleger reagierten erleichtert: Der Euro konnte spürbar zulegen und sprang wieder über 1,30 US-Dollar, die Börsen verbuchten deutliche Gewinne. Zu gefragtesten Aktien gehören Bankenwerte, die zuletzt kräftig gelitten hatten. Insgesamt halte sich die Freude jedoch in Grenzen, weil die Märkte auf eine Rettung in letzter Minute gehofft hätten, sagten Händler. Allerdings zeige der Zypern-Fall auch, dass die Eurozone ihre Krise noch längst nicht überwunden habe.

Nach Vorfeldstreik: Millionenklage gegen Gewerkschaft abgewiesen

Frankfurt/Main (dpa) - Im Streit um den Vorfeldstreik am Frankfurter Flughafen im vergangenen Jahr muss die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) keinen Schadensersatz leisten. Das Arbeitsgericht Frankfurt wies am Montag die Klage von Lufthansa und Air Berlin sowie des Flughafenbetreibers Fraport auf 9,2 Millionen Euro ab. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, Berufung ist zugelassen. Im Februar vergangenen Jahres waren wegen des Streiks rund 1700 Flüge am größten deutschen Flughafen ausgefallen. «Dieser Streik war weder unverhältnismäßig noch hat er die Arbeitskampfparität verletzt», erklärte der Arbeitsrichter zur Urteilsbegründung.

Ernüchterung nach gescheiterter Reederei-Fusion

Hamburg (dpa) - Nach der gescheiterten Fusion der beiden größten deutschen Reedereien Hapag-Lloyd und Hamburg Süd macht sich Ernüchterung breit. «Eine Großreederei, die zu den Big Five im Weltmaßstab gehören würde, wäre positiv für den Standort Hamburg», sagte am Montag der Hamburger Landesleiter der Gewerkschaft Verdi, Wolfgang Abel. Die Hapag-Lloyd-Eigner, die Beteiligungsgesellschaft «Albert Ballin» und der Tui-Konzern, hatten am späten Sonntagabend mitgeteilt, dass die Projektarbeiten an der Fusion eingestellt worden seien. Die Schifffahrt unter Regie der Reederei Hamburg Süd ist die größte Geschäftssparte des Oetker-Konzerns. Beide Unternehmen hatten seit Mitte Dezember über eine Fusion verhandelt.

Gewerkschafter: Schließung in Arnstadt verhindern

Arnstadt (dpa) - Die IG Metall drängt auf Alternativen zur geplanten Schließung des mit fast 2000 Beschäftigten größten Werks der Solarsparte des Bosch-Konzerns in Arnstadt. «Wir erwarten Vorschläge des Unternehmens, wie der Standort und möglichst viele der Arbeitsplätze erhalten werden können», sagte der zuständige Bevollmächtigte der IG Metall, Wolfgang Lemb, am Montag vor einer Betriebsversammlung von Bosch Solar in Arnstadt. Bosch hatte am Freitag seinen Ausstieg aus dem verlustreichen Solargeschäft beschlossen. Betroffen sind davon insgesamt rund 3000 Arbeitsplätze.

Kartellamt dringt auf geringere Gebühren beim Einkauf mit EC-Karte

Berlin (dpa) - Das Bundeskartellamt dringt auf günstigere Gebühren für den Einkauf mit EC-Karte und Geheimnummer. «Die bestehende Gebührenvereinheitlichung ist nicht mehr zeitgemäß», sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt dem «Tagesspiegel» (Montag). Den Schaden habe der Kunde, auf den die Gebühren mit dem Verkaufspreis umgelegt würden. Die Kreditwirtschaft wies den Vorwurf zurück. Zahlreiche Banken und Sparkassen hätten seit einiger Zeit individuelle Vereinbarungen mit Handelsunternehmen geschlossen, sagte eine Sprecherin. Weitere sollen folgen. Alle anderen Einzelhändler zahlen als Gebühr 0,3 Prozent der Kaufsumme, mindestens jedoch acht Cent pro Transaktion.

TNT Express streicht 4000 Jobs

Hoofddorp (dpa) - Der angeschlagene Logistikkonzern TNT
Express geht nach der geplatzten Übernahme durch den US-Wettbewerber UPS ans Eingemachte. In den kommenden drei
Jahren will das Management 4000 Arbeitsplätze streichen, um den
Konkurrenten der Deutschen Post wieder in die Gewinnzone zu
bringen. TNT will sich künftig auf das Europa-Geschäft konzentrieren.
Hier soll allerdings auch der Großteil der Kürzungen stattfinden.
Dabei will die TNT-Spitze die Konzernstrukturen straffen und die
Ableger in China und Brasilien abstoßen, wie der niederländische
Konzern am Montag in Hoofddorp mitteilte.

Dax nach Zypern-Rettung mit Gewinnen - Konjunkturdaten belasten =

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Montag dank der vorläufigen Rettung Zyperns zugelegt, konnte sich aber nicht über der Marke von 8000 Punkten halten. Am Nachmittag notierte der deutsche Leitindex mit einem Plus von 0,71 Prozent bei 7967 Punkten. Der MDax behauptete Gewinne von 0,89 Prozent auf 13 477 Punkte und der TecDax stieg um 1,22 Prozent auf 926 Punkte. Der Euro rutschte leicht ins Minus. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2935 (Freitag: 1,2948) Dollar fest.