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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

Wiesbaden/Berlin (dpa) - Eine Arbeitsstunde ist in Deutschland knapp ein Drittel teurer als im EU-Durchschnitt. Private Unternehmen hierzulande gaben im vergangenen Jahr im Schnitt 31 Euro für eine geleistete Stunde aus, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Damit lag Deutschland auf Platz 8. Die Kluft innerhalb der EU ist groß. Schweden hatte mit 41,90 Euro die höchsten, Bulgarien mit 3,70 Euro die niedrigsten Kosten je Stunde. Im EU-Durchschnitt kostete eine Arbeitsstunde 23,50 Euro.

Hannover Messe mit Aussteller-Plus - Ausland erstmals in der Mehrheit

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Hannover (dpa) - Mit einem Ausstellerplus im Rücken und dem boomenden Partnerland Russland an der Seite trifft die weltgrößte Industrieschau Hannover Messe letzte Vorbereitungen für ihren Start. An dem Branchentreffen vom 8. bis 12. April beteiligen sich diesmal 6500 Aussteller aus 62 Ländern. Gegenüber der letzten vergleichbaren Veranstaltung im Frühjahr 2011 gab es mit rund 170 zusätzlichen Teilnehmern ein Plus von knapp drei Prozent, wie Messe-Vorstand Jochen Köckler am Dienstag in Hannover erklärte. Es sei die stärkste Hannover Messe seit zehn Jahren. «Erstmals kommen mehr als 50 Prozent der Aussteller aus dem Ausland», berichtete Köckler.

EU-Kommission: Zypern-Rettung kein Modell für die Zukunft

Brüssel (dpa) - Die EU-Kommission sieht die Rettung Zyperns unter Einbeziehung von Großsparern und Gläubigern nicht als Modell für die Zukunft. «Der Fall Zypern ist einzigartig, und zwar aus vielerlei Gründen», sagte die Sprecherin von EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier am Dienstag in Brüssel. Damit reagierte die EU-Kommission auf Äußerungen von Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem. Er hatte am Vortag erklärt, dass die Beteiligung von Kontoinhabern an der Bankenrettung Zyperns als Modell für zukünftige Hilfsprogramme gelten könne, war danach aber zurückgerudert. Der niederländischen Zeitung «De Volkskrant» sagte Dijsselbloem, der Rettungsplan für Zypern sei keine «Blaupause» für andere Länder. Er sei falsch wiedergegeben worden.

Interessenten für Bosch Solar - Landesminister fordert Solargipfel

Erfurt (dpa) - Angesichts der wirtschaftlichen Probleme der Branche hat Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) einen nationalen Solargipfel gefordert. Er sehe Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) in der Pflicht, dass sich Deutschland nicht aus der Zukunftsbranche Solar verabschiede und Tausende Arbeitsplätze gefährde, sagte Machnig am Dienstag in Erfurt.
Der SPD-Politiker hatte zu einem Krisentreffen zur Zukunft der fast 2000 Arbeitsplätze von Bosch Solar im thüringischen Arnstadt geladen.

Studie: Dax-Vorstandschefs verdienen etwas weniger

Frankfurt/Main (dpa) - Die Chefs der deutschen Dax-Konzerne haben trotz steigender Unternehmensgewinne einer aktuellen Studie zufolge 2012 etwas weniger verdient als im Jahr zuvor. Nach Angaben der Unternehmensberatung Hostettler, Kramarsch & Partner sank die durchschnittliche Vergütung der Topmanager leicht um 0,5 Prozent auf 5,02 Millionen Euro. Die Gewinne der Konzerne stiegen im Schnitt um 5,1 Prozent, wie es in der am Dienstag in Frankfurt veröffentlichten Auswertung der Daten von 30 Dax-Unternehmen hieß. Die Regulierung greife, erklärte das Beratungsunternehmen. Zuletzt seien Vergütungen der Topmanager in den Jahren der Finanzkrise 2008/2009 gesunken.

Bundesbank gibt Entwarnung: Keine Immobilienblase

Frankfurt/München (dpa) - Bundesbankvorstand Andreas Dombret sieht derzeit keine Anzeichen für eine Immobilienblase in Deutschland. Im Gegenteil: «2012 hat sich die Preisdynamik für Immobilien in den großen deutschen Städten stabilisiert», sagte Dombret der «Süddeutschen Zeitung» (Dienstag). Zudem steige das Kreditvolumen hierzulande nur moderat und die Banken verlangten genügend Sicherheiten. Allerdings habe sich der Preisauftrieb räumlich ausgebreitet. Wenn sich wider Erwarten eine Immobilienblase bilden sollte, sei die Aufsicht vorbereitet. Sie könnte etwa Kapitalpuffer von den Banken verlangen oder Beleihungsgrenzen festsetzen.

Erfolgsbücher «Shades of Grey» halten Bertelsmann-Gewinn konstant

Berlin (dpa) - Dank der erfolgreichen Romantrilogie «Shades of Grey» konnte der Medienkonzern Bertelsmann 2012 seinen Gewinn auf dem Niveau des Vorjahres halten. Die Erotikromane des amerikanischen Buchverlags Random House leisteten einen großen Beitrag zum Konzerngewinn, der unter dem Strich mit 619 Millionen Euro knapp über dem Vorjahresergebnis (612 Mio Euro) lag. Das teilte Vorstandschef Thomas Rabe bei der Bilanzvorlage am Dienstag in Berlin mit. Auch das Betriebsergebnis blieb mit 1,735 Milliarden Euro in etwa konstant. Bertelsmann (RTL, Gruner + Jahr) konnte 2012 seinen Umsatz um fünf Prozent auf 16,065 Milliarden Euro steigern.

Boeings «Dreamliner» meistert Testflug mit neuen Batterien

Seattle (dpa) - Boeing macht Fortschritte bei seinem Bemühen, den
seit zwei Monaten am Boden stehenden Vorzeigejet «Dreamliner» wieder in die Luft zu bekommen. Eine Maschine mit überarbeiteten Batterien absolvierte am Montag einen ersten Flug. Der Jet hob dabei gegen Mittag (Ortszeit) vom Werksgelände in Everett nahe Seattle ab und war gut zwei Stunden in der Luft. «Laut der Crew hat alles nach Plan funktioniert», erklärte ein Firmensprecher. Es müssten nun die gesammelten Daten ausgewertet werden. In den kommen Tagen könne dann mit dem Genehmigungsverfahren begonnen werden.

Deutsche Aktien moderat im Plus - Gute US-Daten

Frankfurt/Main (dpa) - Gute US-Konjunkturdaten haben dem deutschen Aktienmarkt am Dienstag moderate Gewinne beschert. Der Dax bewegte sich aber seit Handelsbeginn in einer engen Spanne von etwa 40 Punkten und stieg zuletzt um 0,23 Prozent auf 7889 Punkte. Für den MDax ging es um 0,35 Prozent auf 13 386 Punkte nach oben, und der TecDax legte um 0,46 Prozent auf 925 Punkte zu. Der Kurs des Euro gab nach: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,2861 (Montag: 1,2935) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7775 (0,7731) Euro.