weather-image

dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

0.0
0.0

EU mit Zypern-Reformen zufrieden - Neue Minister im Amt


Nikosia/Brüssel (dpa) – Das pleitebedrohte Zypern hat seine internationalen Geldgeber mit Reformplänen vorerst überzeugt. Sowohl die EU-Kommission, als auch der Internationale Währungsfonds (IWF) zeigten sich am Mittwoch mit dem wirtschaftlichen Programm Zyperns zufrieden. Derweil wurde in Nikosia der neue Finanzminister Charis Georgiades als Nachfolger des nur vier Wochen amtierenden Michalis Sarris vereidigt. Mit Georgiades übernimmt ein junger Politiker die schwierige Aufgabe, Zyperns Finanzen zu sanieren. Der bisherige Finanzminister Michalis Sarris war am Dienstag, unmittelbar nach einer Übereinkunft mit den internationalen Geldgebern Zyperns, von seinem Posten zurückgetreten. Als Grund nannte Sarris die Untersuchungen einer neu eingesetzten Kommission, die die Hintergründe der Bankenkrise in dem Inselstaat unter die Lupe nimmt.

Anzeige

Auto-Nachfrage in Deutschland bricht ein

Flensburg/Berlin (dpa) - Schwierige Zeiten für die Autohersteller: Der Pkw-Verkauf sackt nun selbst in Deutschland, eigentlich Hoffnungsträger inmitten der Euro-Wirtschaftskrise, kräftig ab. Die Zahl der Neuzulassungen brach im März verglichen mit dem Vorjahresmonat um 17,1 Prozent auf rund 281 000 Fahrzeuge ein, wie das Kraftfahrt-Bundesamt am Mittwoch in Flensburg mitteilte. Hinzu kommt, dass die deutschen Autobauer mit schwächerer Nachfrage aus dem Ausland zu kämpfen haben. Im ersten Quartal lag der Rückgang der Zulassungen bei 12,9 Prozent auf 674 000 Personenwagen (Pkw). Unter den großen Herstellern musste Volkswagen besonders große Einbußen hinnehmen. Im März lag das Minus bei 21,2 Prozent, im ersten Vierteljahr bei 17,0 Prozent. VW hatte im ersten Quartal mit 21,3 Prozent aber nach wie vor den mit Abstand größten Marktanteil. Es folgen Mercedes (9,3 Prozent), Audi und BMW (je 8,2 Prozent).

Deutsche Hersteller vorn im Zehn-Jahresvergleich der Autobranche

Stuttgart (dpa) - Deutsche Autobauer sind der internationalen Konkurrenz in den vergangenen zehn Jahren davongefahren. Das ist das Ergebnis einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Beratungsgesellschaft Ernst & Young. Demnach steigerten sie ihren Umsatz seit 2003 um insgesamt 78 Prozent, während japanische Hersteller nur um 23 Prozent zulegten. Bei anderen europäischen Autobauern gingen die Erlöse in dem Zeitraum um 7 Prozent zurück, bei den US-Herstellern sogar um 15 Prozent. Für die Studie wurden die Bilanzen der 17 größten Autokonzerne weltweit ausgewertet. Auch beim Ergebnis schafften es die Deutschen der Studie zufolge auf die Pole-Position: Volkswagen, Daimler, BMW & Co. steigerten ihren Gewinn vor Steuern und Zinsen innerhalb von zehn Jahren zusammengerechnet um satte 281 Prozent.

Hersteller hoffen auf Abwrackprämie für Elektrogeräte

München/Berlin (dpa) - Die Forderung von Herstellern und Verbraucherschützern nach einer »Abwrackprämie« für alte Kühlschränke oder Waschmaschinen kommt bei der Bundesregierung nicht gut an. »Wir unterstützen solche Vorschläge nicht«, sagte eine Sprecherin des Umweltministeriums am Mittwoch in Berlin. Alte Kühlschränke oder Gefrierschränke gehören zu den größten Stromfressern in Deutschlands Küchen. Eine Prämie für Altgeräte gab es bereits in Österreich und anderen Ländern. In Deutschland gebe es 30 Millionen Haushaltsgeräte, die älter sind als 14 Jahre, sagte der Geschäftsführer von Robert Bosch Hausgeräte, Harald Friedrich, den Zeitungen der Essener WAZ-Gruppe (Mittwoch). »Es wäre sicher eine Chance, wenn sich die Politik zu einer Abwrackprämie für alte Hausgeräte entscheiden würde.«

Notizbuchhersteller Moleskine geht an die Börse

Mailand (dpa) - Der italienische Notizbuchhersteller Moleskine hat am Mittwoch sein Börsendebüt gegeben. Die Aktien legten zum Handelsstart an der Mailänder Börse spürbar zu und pendelten sich später um den Ausgabepreis von 2,30 Euro ein. Mit den ausgegebenen Papieren sammelte Moleskine nach Angaben der Mailänder Börse 270 Millionen Euro ein. Schon vor dem Börsengang war das Interesse an den Aktien des Notizbuchherstellers groß: Das Angebot war nach Angaben des Unternehmens um das 3,6-fache überzeichnet. Moleskine ist vor allem für seine schwarzen Notizbücher mit den abgerundeten Ecken und Gummiband bekannt.

Bankenrettungsfonds Soffin ohne weitere Verluste Ende 2012

Frankfurt/Main (dpa) - Der Bankenrettungsfonds Soffin muss für das Schlussquartal 2012 voraussichtlich keine weiteren Verluste verbuchen. »Unser Jahresabschluss wird gerade aufgestellt. Angesichts der Entspannung an den Märkten bis Ende Dezember 2012 sehen wir aktuell keine weiteren Belastungen«, sagte Soffin-Chef Christopher Pleister dem »Handelsblatt« (Mittwoch). Das Jahr 2011 hatte der Soffin mit 13,1 Milliarden Euro Verlust abgeschlossen - vor allem wegen der Umschuldung Griechenlands. Das Minus für die ersten neun Monaten 2012 hatte die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) als Soffin-Verwalterin Anfang Dezember auf 900 Millionen Euro beziffert. Damit häufte der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin) seit seiner Gründung Ende Oktober 2008 bis Ende September 2012 nach damaligen Angaben der FMSA insgesamt 23 Milliarden Euro Verlust an.

Zeitung: Apple startet bald Produktion des nächsten iPhone-Modells

New York (dpa) - Das nächste iPhone-Modell ist nach Informationen des »Wall Street Journal« so gut wie fertig. Apple wolle mit der Produktion im laufenden Quartal beginnen und könnte es im Sommer auf den Markt bringen, berichtete die Zeitung in der Nacht zum Mittwoch. Es handele sich um eine aufgefrischte Version mit ähnlicher Größe und Form, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Das deckt sich mit bisherigen Spekulationen, Apple könnte zunächst ein wenig verändertes »iPhone 5S« auf den Markt bringen, bevor eine runderneuerte nächste Generation kommt. Apple behielt bei früheren iPhone-Modellen immer wieder die Gehäuse-Form für eine zweite Auflage bei, während das Innenleben zum Teil deutlich verbessert wurde.

EADS steckt Milliarden in Aktienrückkauf - Börse reagiert enttäuscht

Toulouse (dpa) - Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS steckt eine Milliardensumme in den Rückkauf eigener Aktien. Binnen anderthalb Jahren will die Mutter des Flugzeugbauers Airbus auf diese Weise 3,75 Milliarden Euro aufwenden und den Aktienkurs so nach oben treiben. An der Börse ging es für die EADS-Papiere am Mittwoch zunächst dennoch nach unten: Einige Analysten hatten mit einer höheren Rückkaufsumme gerechnet. EADS-Aktien fielen zum Handelsstart in Paris um 1,06 Prozent auf 40,68 Euro und gehörten damit zu den schwächeren Werten an der Börse. Am Vortag hatten sie mit Blick auf die erwartete Rückkauf-Entscheidung noch um vier Prozent zugelegt.

Börsenaufsicht: Firmen dürfen über Twitter und Facebook informieren

New York (dpa) - Die US-Börsenaufsicht SEC hat Unternehmen grünes Licht gegeben, Twitter und Facebook für die Bekanntgabe wichtiger Informationen zu nutzen. Allerdings müssten Anleger auch wissen, dass die Profile für diese Zwecke eingesetzt werden, schränkte die Behörde am Dienstag ein. Auslöser für die SEC-Klarstellung war ein Facebook-Eintrag des Chefs der Online-Videothek Netflix, Reed Hastings. Er hatte im Juli vergangenen Jahres beim Online-Netzwerk geschrieben, dass Netflix-Kunden sich im Monat davor erstmals mehr als eine Milliarde Stunden Video online angesehen hätten. Die SEC störte sich daran, dass diese Neuigkeit, die Einfluss auf den Aktienkurs von Netflix haben könnte, nicht gleichzeitig allen Investoren zugänglich gemacht wurde.

Streiks im Verkehr in Griechenland

Athen (dpa) - Aus Protest gegen neue Gesetze haben griechische Gewerkschaften der Seeleute, Eisenbahner und Fluglotsen zu Warnstreiks aufgerufen. Den Anfang machen die Seeleute, die nach einem Aufruf der Seemannsgewerkschaft PNO am Mittwoch die Häfen des Krisenlandes lahmlegen wollen. Vom Morgen an sollten demnach für 24 Stunden keine Schiffe mehr auslaufen. Am Nachmittag folgen von 16.00 bis 24.00 Uhr Ortszeit die Eisenbahner. Die achtstündigen Arbeitsniederlegungen sollen bis einschließlich Freitag fortgesetzt werden, wodurch unter anderem die U- und S-Bahnen zum Athener Flughafen betroffen sind. Die Eisenbahner protestieren damit gegen die geplante Privatisierung des Schienenverkehrs. Für den Donnerstag hat außerdem die Fluglotsengewerkschaft OSYPA zu einem 24-stündigen Ausstand aufgerufen.

Dax verteidigt Vortagesplus weitgehend - MDax mit neuem Rekord

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Mittwoch bei relativ dünnen Umsätzen seine kräftigen Vortagesgewinne weitgehend verteidigt. Am Nachmittag verlor der Dax 0,13 Prozent auf 7934 Punkte, nachdem er am Dienstag um knapp zwei Prozent gestiegen war. Der Index der mittelgroßen Werte setzte seinen Rekordkurs fort und stieg um 0,11 Prozent auf 13 537 Punkte. Zeitweise war er bis auf 13 586 Punkte vorgerückt und markierte ein neues Hoch. Der TecDax legte um 0,69 Prozent auf 947 Punkte zu. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,06 Prozent am Vortag auf 1,08 Prozent. Der Kurs des Euro fiel. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,2828 (Dienstag: 1,2840) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7795 (0,7788) Euro.