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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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VDMA hofft nach Frühjahrsmüdigkeit auf Belebung zum Sommer =


Hannover (dpa) - Deutschlands Maschinenbauer rechnen nach einem schwachen Jahresstart fest mit merklichem Schub zum Sommer. «Zwei Prozent sind nach wie vor machbar», sagte der Chefvolkswirt des Branchenverbands VDMA, Ralph Wiechers, am Montag auf der Hannover Messe und bestätigte damit die Wachstumsprognose für 2013. «Aber wir müssen zulegen im Laufe des Jahres», sagte VDMA-Hauptgeschäftsführer Hannes Hesse. Wiechers berichtete, dass nach einem sehr verhaltenen Jahresbeginn derzeit vieles klar auf Besserung hindeute. «Dahinter steckt natürlich eine positive Auftragseingangsentwicklung.» Die Bestellungen hätten jüngst angezogen, erklärte Wiechers. «Da ist also eine Aufwärtsbewegung drin, aber diese Aufwärtsbewegung ist eben nicht so dynamisch, dass wir jetzt hier schon in Optimismus ausbrechen würden.»

Energiebranche legt Kraftwerksneubauten auf Eis =

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Hannover (dpa) - Die Energiebranche legt wegen unklarer politischer Rahmenbedingungen und zunehmender Unwirtschaftlichkeit zahlreiche Kraftwerksneubauten auf Eis. Nach einer am Montag zur Hannover Messe vorgestellten Kraftwerksliste des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) lassen vor allem ab 2016 die Neubauplanungen nach. Derzeit reiche die neue Kapazität nicht aus, um die Abgänge durch den Kernenergieausstieg und altersbedingte Stilllegungen zwischen 2013 und 2022 zu ersetzen, sagte BDEW-Chefin Hildegard Müller. «Beim Kraftwerksbau droht eine neue Eiszeit.» Die Branche beklagt vor allem, dass umweltschonende Gaskraftwerke durch das starke Absinken des Strom-Börsenpreises unwirtschaftlich geworden sind.

Elektroindustrie setzt auf das zweite Halbjahr =

Hannover (dpa) - Die Hoffnungen der deutschen Elektroindustrie für ein Wachstumsjahr 2013 ruhen auf der zweiten Jahreshälfte. Derzeit hält die Branche weiterhin 1,5 Prozent Produktionsplus für denkbar, verweist dabei als Voraussetzung aber auf eine merkliche Belebung, die in den nächsten Monaten erst noch folgen müsse. «Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass die Dynamik im Jahresverlauf allmählich weiter zunehmen wird», sagte der Präsident des Branchenverbandes ZVEI, Friedhelm Loh, am Montag auf der Hannover Messe. Die Maschinenbauer hatten am Montag ebenfalls erklärt, nach einem schwachen Start ins Jahr auf die kommenden Monate zu setzen. Die wichtigsten Wachstumsimpulse dürften nach Lohs Überzeugung aufs Neue die Schwellenländer setzen, aber auch die USA.

Deutschland: Produktion steigt stärker als erwartet=

Berlin (dpa) - Die Produktion deutscher Unternehmen hat im Februar stärker als erwartet an Fahrt aufgenommen. Im Vergleich zum Vormonat sei die Gesamtproduktion des Verarbeitenden Gewerbes preis-, kalender- und saisonbereinigt um 0,5 Prozent gestiegen, teilte das Wirtschaftsministerium am Montag in Berlin mit. Das Ergebnis lag über den Erwartungen von Bankvolkswirten, die im Schnitt mit einer Zunahme von 0,3 Prozent gerechnet hatten. Allerdings wurde der Vormonatswert deutlich nach unten revidiert. Für den Januar meldete das Ministerium einen Rückgang um 0,6 Prozent zum Vormonat, nachdem zuvor keine Veränderung ermittelt wurde. Im Jahresvergleich sei die Gesamtproduktion im Februar um 1,8 Prozent gesunken, hieß es weiter und damit deutlich stärker als Volkswirte erwartet hatten.

Umfrage: Frauen setzen als Chefs andere Prioritäten =

Berlin (dpa) - Frauen setzen an der Spitze von Unternehmen einer Umfrage zufolge andere Prioritäten als Männer. Weibliche Chefs nähmen Kundenbindung wichtiger und setzten eher auf Weiterbildungen statt auf Dienstwagen oder Boni. Das ist das Ergebnis einer am Montag in Berlin vorgestellten Befragung des Verbands deutscher Unternehmerinnen (VdU). Groß seien die Differenzen in der Unternehmensführung aber nicht, betonte VdU-Präsidentin Stephanie Bschorr. «Es sind die Nuancen, die den kleinen, aber wesentlichen Unterschied ausmachen.» Der Verband ließ rund 440 seiner Mitglieder sowie anonym 200 Führungsspitzen aus dem Mittelstand - darunter Männer und Frauen - befragen.

Großbanken-Fusion in Griechenland geplatzt =

Athen (dpa) - Die seit Monaten geplante Fusion des größten griechischen Kreditinstituts, der National Bank of Greece (NBG), mit dem zweitgrößten Geldhaus, der Eurobank, ist geplatzt. Im angeschlagenen griechischen Bankensektor wird es vorerst keinen weiteren Zusammenschluss geben, wie die Zentralbank (Bank of Greece) mitteilte. Vielmehr hat die Rekapitalisierung der Geldinstitute Vorrang, die bis Ende April erfolgen soll. Das geht aus einer Erklärung der Eurobank vom Montag hervor. Wie die Nachrichtenagentur dpa aus Kreisen des Finanzministeriums erfuhr, hatten dies die Experten der internationalen Geldgeber Athens gefordert.

Konferenz: Deutsche Wirtschaft sollte sich mehr um Afrika kümmern =

Hamburg (dpa) - Der afrikanische Kontinent bietet für die deutsche Wirtschaft in den kommenden Jahren neue Investitions- und Wachstumschancen. Das gelte besonders für den Aufbau der Energie-Infrastruktur, sagte Stefan Liebing, Vorsitzender des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft, am Montag zum Auftakt des Deutsch-Afrikanischen Energieforums in Hamburg. Die gegenwärtige afrikanische Kapazität zur Stromerzeugung von 125 Gigawatt werde bis zum Jahr 2040 auf 700 Gigawatt steigen. Die Staaten Afrikas wollen bis dahin bis zu einer Billion Euro in den Energiesektor investieren. Für deutsche Unternehmen sei ein Anteil von rund 80 Milliarden Euro erreichbar. «Jetzt ist der Zeitpunkt für deutsche Unternehmen, intensiv nach Afrika zu schauen», sagte Liebing.

Metro-Großaktionär Haniel erleidet Milliardenverlust =

Duisburg (dpa) - Seine umfangreiche Beteiligung am Handelskonzern Metro hat dem Großaktionär Haniel 2012 einen Milliardenverlust eingebrockt. Das mehr als 250 Jahre alte Familienunternehmen verzeichnete unter dem Strich einen historischen Verlust von 1,9 Milliarden Euro, teilte die Franz Haniel & Cie. GmbH am Montag mit.
Das Ergebnis wurde insbesondere durch eine Wertberichtigung auf die verbliebenen Metro-Aktien von 1,2 Milliarden Euro belastet. 2011 hatte das Familienunternehmen unter dem Strich noch 236 Millionen Euro Gewinn erzielt. Die Familienmitglieder des Haniel-Clans müssen nun erstmals in Friedenszeiten auf eine Dividende verzichten.

Finanzminister: Euro-Austritt Zyperns wäre Rückfall um Jahrhunderte =

Nikosia (dpa) - Zypern wird nach Worten des neuen Finanzministers Charis Georgiades sein Sparprogramm bis ins letzte Detail in die Tat umsetzen. Der Inselrepublik bleibe keine andere Wahl, der Wohlstand des Landes würde im Falle eines Austritts aus der Eurozone «um Jahrhunderte» zurückfallen, sagte Georgiades am Montag im zyprischen Parlament. «Die Stunde ist gekommen, den Preis dafür zu bezahlen, dass wir über unsere Verhältnisse gelebt haben», erklärte Georgiades.
Nach Angaben des Ministers reicht das Geld in den Staatskassen bis Mai. Bis dahin hoffe er, dass die Hilfskredite der Geldgeber (von zehn Milliarden Euro) fließen werden.

BayernLB verkauft GBW-Wohnungen an Patrizia =

München (dpa) - Die BayernLB verkauft ihre Immobilientochter GBW mit rund 32 000 Wohnungen an ein Konsortium unter Führung des Augsburger Immobilienunternehmens Patrizia. Unter anderem gehören zu der Käufergruppe Versorgungswerke, Versicherungen und Sparkassen, wie die Landesbank am Montag in München mitteilte. Der Bruttokaufpreis für den 92-Prozent-Anteil an der GBW beträgt knapp 2,5 Milliarden Euro. Unter dem Strich müssen die Käufer nach Abzug der Verbindlichkeiten der GBW AG rund 882 Millionen Euro auf den Tisch legen. Dem Deal müssen noch die Kartellbehörden zustimmen.

Deutsche Bank verkauft milliardenschweres Kreditpaket in den USA =

Tokio/Frankfurt (dpa) - Die Deutsche Bank trennt sich von
milliardenschweren Immobilienkrediten in den USA. Käufer des Pakets
mit Darlehen im Umfang von 3,7 Milliarden Dollar ist der japanische
Finanzkonzern Mitsubishi UFJ, wie die Japaner am Montag mitteilten.
Mitsubishi UFJ will international wachsen, während europäische Banken
ihr Engagement im Ausland eher zurückfahren. Die Deutsche Bank dürfte mit dem Schritt ihre Bilanz etwas entlasten. Das Institut steht wegen seiner vergleichsweise niedrigen Kernkapitalquote an den Finanzmärkten unter Druck. Zum verkauften Kreditpaket gehören vor allem Hypotheken für Geschäftshäuser an der Ostküste der USA.

Dax erholt sich - Kaum Bewegung am Markt =

Frankfurt/Main (dpa) - Nach einer dreiwöchigen Verlustserie und dem sehr schwachen Freitag hat sich der Dax am Montag etwas erholt. Bis zum Nachmittag legte der deutsche Leitindex um 0,27 Prozent auf 7679 Punkte zu. Der MDax und der TecDax machten mehr Boden gut: Der Index mittelgroßer Werte sprang um 1,03 Prozent auf 13 056 Punkte und der Technologiewerte-Auswahlindex kletterte um 1,21 Prozent auf 914 Punkte. Auch hier gibt es aber seit dem Morgen kaum Bewegung. Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,03 Prozent am Freitag auf 0,99 Prozent. Der Kurs des Euro stieg: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3023 (Freitag: 1,2944) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7679 (0,7726) Euro.