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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Oberklasse glänzt mit Rekorden - Dämpfer für VW =


München/Wolfsburg/Stuttgart (dpa) - Die deutschen Autobauer kommen weiter ohne größere Schrammen durch die Autokrise. Die drei Oberklasse-Hersteller BMW, Audi und Daimler verbuchen im ersten Quartal erneut Bestwerte. Die Münchner fuhren wie die Rivalen aus Ingolstadt und Stuttgart das beste Startquartal der Firmengeschichte ein. Allerdings ließ das Wachstumstempo ein wenig nach, doch beeinflussten neben den ohnehin kriselnden europäischen Märkten auch Sondereffekte wie neue Modelle und Fabrikumbauten die Absatzzahlen. Deutlicher bekam Volkswagen die Krise in Europa zu spüren.

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Zypern: Parlament prüft verdächtige Geldüberweisungen =

Nikosia (dpa) - Das zyprische Parlament prüft eine Liste mit rund 6000 Personen und Unternehmen, die in den zwei Wochen vor der Schließung der zyprischen Banken Mitte März große Summen ins Ausland überwiesen hatten. Seit Dienstag lägen die Unterlagen vor, heißt es von Parlamentsabgeordneten. Nach Ansicht des Präsidenten des Untersuchungsausschusses, Dimitris Syllouris, müsse die Zentralbank mehr Namen liefern. Auch die zyprische Staatsanwaltschaft prüft Berichte, wonach Unternehmen nach Insider-Warnungen vor Zwangsabgaben auf Bankeinlagen rechtzeitig hohe Summen ins Ausland geschafft haben sollen. Dabei soll es um Gelder in Höhe von rund 700 Millionen Euro gehen.

EZB-Studie: Bürger in Krisenländern vermögender als Deutsche =

Frankfurt/Main (dpa) - Die Menschen in europäischen Krisenländern wie Zypern oder Spanien sind nach einer Studie der Europäischen Zentralbank deutlich reicher als Bürger in Deutschland. Das mittlere Vermögen deutscher Haushalte beläuft sich demnach auf rund 51 400 Euro netto - und liegt damit weit unter dem in Griechenland (101 900 Euro), Spanien (182 700) oder Zypern (266 900 Euro). Die enormen Unterschiede sind unter anderem damit begründet, dass in den südlichen Ländern mehr Menschen im Eigenheim wohnen und dass dort im Schnitt mehr Menschen in einem Haushalt leben als hierzulande. Die jüngsten Daten für die Studie stammen von 2010, einige auch von 2008. Im Zuge der Krise im Euroraum sind seither Immobilienpreise vielerorts gepurzelt, während die Arbeitslosigkeit zunahm.

Guter Start der Bilanzsaison: Alcoa trotzt Preisschwund bei Alu =

New York (dpa) - Die Bilanzsaison in den USA beginnt mit einem Gewinnzuwachs: Der vom deutschen Manager Klaus Kleinfeld geführte Aluhersteller Alcoa hat sich erfolgreich gegen den Preisdruck in der Branche gestemmt. Durch die Schließung unrentabler Schmelzen und die Verlagerung auf höherwertige Aluprodukte blieb am Ende mehr Geld übrig. Alcoa verdiente im ersten Quartal unterm Strich 149 Millionen Dollar (115 Mio Euro) und damit gut anderthalb mal so viel wie im Vorjahreszeitraum. »Das war ein starkes Quartal«, erklärte der ehemalige Siemens-Chef Kleinfeld am Montag (Ortszeit) nach US-Börsenschluss in New York. Wegen der Produktionskürzungen und des Preisdrucks sank der Umsatz um 3 Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar.

Aus Schlecker wird Dayli: Testmärkte sollen im Mai starten =

Wien/Ehingen (dpa) - Der österreichische Investor Rudolf Haberleitner will einstige Schlecker-Filialen unter dem Namen Dayli wiederbeleben und im Mai drei Testläden in Bayern eröffnen. Das kündigte der 68-Jährige am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Wien an. Eigentlich sollten schon Anfang des Jahres die erste Geschäften eröffnet werden, der Start verzögerte sich aber. Nähere Angaben zu den Standorten wollte der Investor noch nicht machen. In Österreich gibt es bereits zwei Testfilialen. Insgesamt sollen in Bayern, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg noch in diesem Jahr 400 Filialen wiedereröffnet werden. 300 Mietverträge seien bereits unterzeichnet, so Haberleitner. Mit weiteren Hauseigentümern gebe es Verhandlungen zur Anmietung.

Umfrage: Nur gut jeder vierte Deutsche will zurück zur D-Mark =

Düsseldorf (dpa) - Der Euro gewinnt an Sympathie: Zwei von drei Deutschen (69 Prozent) wollen die Gemeinschaftswährung einer Umfrage zufolge behalten. In den vergangenen Jahren waren noch mehr Menschen Euro-skeptisch eingestellt. Heute wünschen sich nur 27 Prozent die D-Mark zurück, ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des »Handelsblatt« (Dienstag). »Die für viele nicht durchschaubare Euro-Krise ängstigt die Deutschen zwar. Sie fürchten um ihr Erspartes, die Sicherheit ihrer Altersversorgung, die Finanzausstattung des Staates«, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner der Zeitung. »Die Einstellung zum Euro als Währungseinheit wird davon aber heute nicht mehr berührt.«

Frostiger Februar: Deutsche Exporte geben spürbar nach =

Wiesbaden (dpa) - Dämpfer für die deutsche Exportwirtschaft: Die Unternehmen konnten im Februar angesichts der flauen Weltkonjunktur nicht an ihren guten Jahresstart anknüpfen. Vor allem im Handel mit Ländern der Eurozone gab es deutliche Rückgänge. Insgesamt sanken die Exporte von Januar auf Februar um 1,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Das Minus übertrifft den Zuwachs vom Januar, der bei 1,3 Prozent gelegen hatte. Bei den Importen gab es nach einem Plus von 3,3 Prozent zu Jahresbeginn im Februar einen Rückgang um 3,8 Prozent. Im Jahresvergleich gaben die Ausfuhren im Februar um 2,8 Prozent nach, der Exportwert sank auf 88,7 Milliarden Euro. In den ersten beiden Monaten 2013 zusammen liegt das Exportvolumen nach den vorläufigen Angaben exakt auf Vorjahresniveau.

Kunden der Bank of Cyprus müssen weiter bangen =

Nikosia (dpa) – Die Kunden der schwer angeschlagenen Bank of Cyprus müssen weiter bangen. Die endgültige Entscheidung über die Höhe der Zwangsabgabe auf ihre Ersparnisse über 100 000 Euro bleibt vorerst aus. Dies ist einer Erklärung der zyprischen Zentralbank vom Dienstag zu entnehmen. 22,5 Prozent der Ersparnisse über 100 000 Euro bleiben eingefroren, bis der Sanierungsbedarf der Bank of Cyprus geklärt sei, heißt es dort. Experten gehen davon aus, dass dieses Verfahren bis September dauern könnte. Die Sparer haben bereits 37,5 Prozent der Guthaben verloren. Insgesamt könnten es bis zu 60 Prozent werden.

Bundesnetzagentur ebnet Weg für schnelles Internet =

Bonn (dpa) - Die Deutsche Telekom kann in Städten und Ballungszentren den Ausbau ihres Breitbandnetzes vorantreiben. Die Bundesnetzagentur gestattete dem Bonner Konzern in den Gebieten, in denen Kunden auch auf Kabelnetzanbieter und Glasfasernetze zugreifen können, die Aufrüstung des Netzes mit der sogenannten Vectoring-Technik. Aber auch die Wettbewerber werden den superschnellen Datenturbo nutzen können. Das teilte die Behörde am Dienstag in Bonn mit. Über die Nutzung des schnellen Datenanschlusses streiten Telekom und Wettbewerber seit Monaten. Die Telekom-Konkurrenten fürchten, durch die neue Technik vom Breitbandwachstum ausgeschlossen zu werden.

Erholungsversuch des Dax gerät erneut ins Stocken =

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Dienstag einen neuen Erholungsversuch gestartet - allerdings mit nur geringem Erfolg. Trotz des guten Starts in die US-Berichtssaison mit dem Gewinnsprung von Alcoa schmolzen die Kurszuwächse bis zum Nachmittag deutlich zusammen. So legte der deutsche Leitindex noch um 0,08 Prozent auf 7669 Punkte zu, nachdem er im Hoch bis auf 7723 Punkte geklettert war. Der MDax fiel um 0,19 Prozent auf 12 964 Punkten und der TecDax sank um 0,39 Prozent auf 909 Punkte. Der EuroStoxx 50 gewann unterdessen dank gefragter Bankentitel 0,47 Prozent auf 2601 Punkte. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,99 Prozent am Vortag auf 1,05 Prozent. Der Kurs des Euro stieg: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3040 (Montag: 1,3023) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7669 (0,7679) Euro.