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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Bahn-Konkurrenten gewinnen weiter Marktanteile


Berlin (dpa) - Die Deutsche Bahn verliert weiter Marktanteile im deutschen Nahverkehr. Jeden vierten Kilometer legten die Fahrgäste im vergangenen Jahr mit der Konkurrenz zurück, wie aus Zahlen des bundeseigenen Konzerns hervorgeht. Auch im Güterverkehr konnten die Wettbewerber zulegen, einzig im Fernverkehr bleibt die Bahn mit ihren ICE- und Intercity-Zügen nahezu unangefochten. 644 Millionen Kilometer fuhren Nahverkehrszüge in Deutschland im vergangenen Jahr, 25 Prozent davon erbrachten Bahn-Konkurrenten wie Veolia und Netinera. «Der Anteil wird sich in den nächsten Jahren weiter erhöhen», sagte der Bahn-Wettbewerbsbeauftragte Frank Miram am Dienstag in Berlin.

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Yahoo macht New York zu neuem Standbein

New York (dpa) - Der Umbau bei Yahoo geht weiter: Das kalifornische Internet-Unternehmen verstärkt sein Standbein in New York und richtet dort ein neues großes Büro ein. In der Metropole an der Ostküste hat auch die Blog-Plattform Tumblr ihren Sitz, die Yahoo für 1,1 Milliarden Dollar übernimmt. Die 500 Yahoo-Mitarbeiter in New York, bisher in mehreren Büros über die Stadt verteilt, ziehen in das alte Gebäude der «New York Times» auf der 43. Straße nahe des Times Square. Große Veränderungen gibt es auch bei der Foto-Plattform Flickr, einem der ältesten und bekanntesten Yahoo-Angebote. Die Nutzer bekommen künftig standardmäßig einen Terabyte Speicherplatz.

CO2-Streit mit Brüssel: Autobranche bittet Merkel um Hilfe

Berlin (dpa) - Die deutsche Autobranche kämpft vehement gegen schärfere Klimaschutzrichtlinien der EU. Der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, bat in einem Brief Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) um Hilfe. Wissmann warnte in dem Schreiben vom 8. Mai, das der dpa vorlag, vor «überzogenen» CO2-Regulierungen in Europa sowie indirekt vor dem Verlust von Arbeitsplätzen. Über den Brief hatte zuvor die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (Dienstag) berichtet. «Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, liebe Angela», schrieb Wissmann, es dürfe nicht sein, dass «wir unser leistungsfähiges und starkes Premiumsegment, das fast 60 Prozent der Arbeitsplätze unserer Automobilhersteller in Deutschland ausmacht, über willkürlich gesetzte Grenzwerte buchstäblich kaputt regulieren lassen».

Studie: Bargeld kostet Bundesbürger im Schnitt rund 150 Euro im Jahr

Frankfurt/Main (dpa) - Bargeld kostet die Menschen in Deutschland einer Studie zufolge Jahr für Jahr Milliarden. Insgesamt müssten Handel, Banken und Verbraucher pro Jahr rund 12,5 Milliarden Euro für die Versorgung mit Scheinen und Münzen aufwenden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Steinbeis-Hochschule Berlin, die am Dienstag auf Einladung des Kreditkartenanbieters Mastercard in Frankfurt vorgestellt wurde. Die volkswirtschaftlichen Kosten - also abzüglich etwa von Erträgen der Bundesbank für die Bereitstellung von Banknoten - lägen bei mehr als acht Milliarden Euro, erklärte Studienautor Jens Kleine. Im Schnitt koste das Bargeldsystem rund 150 Euro pro Bundesbürger.

US-Senat: Apple hat Milliarden an Steuern vermieden

Washington (dpa) - Apple hat nach Untersuchungen des US-Senats durch ein komplexes Netz an Auslandsfirmen Milliarden Dollar an Steuerzahlungen in den USA und anderen Ländern vermieden. Ein Senatsausschuss kam zu dem Schluss, dass Apple durch das clevere System bei vielen Einnahmen nirgendwo steuerpflichtig sei. Der Konzern betont, stets im Rahmen der Gesetze zu handeln. Apple-Chef Tim Cook wird sich bei seinem Auftritt vor dem Ausschuss in Washington am Dienstag wohl dennoch deutliche Worte anhören müssen.
Die Regierung in Dublin wies Vorwürfe zurück, für die niedrigen Steuersätze der irischen Apple-Firmen verantwortlich zu sein. «Das hat nichts mit dem irischen Steuersystem zu tun», sagte Außenminister Eamon Gilmore am Dienstag am Rande eines Ministertreffens in Brüssel.

Bundesbank: Spürbare wirtschaftliche Erholung im zweiten Quartal

Frankfurt/Main (dpa) - Die deutsche Wirtschaft kommt nach Einschätzung der Bundesbank nach einem schwachen Jahresstart zunehmend in Fahrt. «Für das zweite Quartal 2013 ist mit einer spürbaren gesamtwirtschaftlichen Belebung zu rechnen», schreibt die Notenbank in ihrem am Dienstag veröffentlichten Monatsbericht. Dafür spreche, dass bei Bauinvestitionen nach dem langen Winter einiges nachzuholen sei. Zudem mache «das spürbare Anziehen der industriellen Auftragseingänge» Hoffnung. Die Bundesbank-Experten warnen jedoch zugleich: «Angesichts der schlechten Wirtschaftslage in weiten Teilen des Euroraums sowie bestehender Probleme im Zusammenhang mit der Staatsschuldenkrise bleiben die gesamtwirtschaftlichen Risiken allerdings hoch.»

SAP stellt bis 2020 Hunderte Autisten ein

Walldorf (dpa) - Der Softwarekonzern SAP will in den kommenden Jahren Hunderte Autisten zu Softwaretestern und Programmierern ausbilden. Bis 2020 sollen ein Prozent der weltweit zuletzt rund 65 000 Mitarbeiter von SAP Menschen mit autistischer Störung sein, teilte das Unternehmen am Dienstag in Walldorf mit. Schätzungen zufolge leidet in der Bevölkerung etwa der gleiche Anteil an Autismus. SAP suche Menschen, die anders denken, erklärte Personalchefin Luisa Delgado den Ansatz. Die Walldorfer arbeiten mit Specialisterne zusammen, einer dänischen Initiative, die sich zum Ziel gesetzt hat eine Million Autisten, die intellektuell nicht eingeschränkt sind, ins Arbeitsleben zu bringen.

Leichte Gewinnmitnahmen nach Rekordjagd im Dax

Frankfurt/Main (dpa) - Bedenken über ein mögliches Ende der lockeren Geldpolitik der US-Notenbank Fed haben am Dienstag am Aktienmarkt zu Gewinnmitnahmen geführt. Der Dax markierte mit 8462 Punkten zwischenzeitlich einen weiteren Rekordstand, setzte bis zum Nachmittag dann aber um 0,21 Prozent zurück auf 8438 Punkte. Damit droht das Ende einer zehntägigen Gewinnserie. Der MDax gab um 0,21 Prozent nach auf 14 134 Punkte, und der TecDax fiel um 0,67 Prozent auf 965 Punkte. Für den EuroStoxx 50 ging es um 0,45 Prozent auf 2812 Punkte nach unten. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,10 Prozent am Vortag auf 1,12 Prozent. Der Kurs des Euro ist gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2866 (Montag: 1,2853) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7772 (0,7780) Euro.