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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Lettland soll den Euro bekommen - Beitritt 2014


Brüssel/Frankfurt/Riga (dpa) - Lettland kann ab 1. Januar kommenden Jahres als 18. Land den Euro einführen. Das stellten EU-Kommission und Europäische Zentralbank (EZB) am Mittwoch in ihren Beitrittsberichten fest. Die beiden Institutionen bescheinigten dem Land fit für die Aufnahme zu sein, auch wenn die EZB einige Bedenken äußerte. In der Euro-Schuldenkrise hoffen sie auf positive Impulse durch den Beitritt. Das baltische Land mit rund zwei Millionen Menschen erfülle die Maastrichter Beitrittskriterien, teilte die Kommission in Brüssel mit. Endgültig entscheiden müssen die EU-Finanzminister, voraussichtlich bei ihrer Sitzung im Juli.

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China prüft im Solarstreit Strafzölle auf europäischen Wein

Peking/Brüssel (dpa) - Der Handelsstreit zwischen China und der Europäischen Union eskaliert. Nachdem die EU Strafzölle auf chinesische Solarmodule ankündigte, gab Peking am Mittwoch Dumping-Ermittlungen gegen europäische Weine bekannt. Das chinesische Handelsministerium verurteilte zugleich die Strafmaßnahmen der EU. Die Bundesregierung sucht weiter nach einem Ausgleich mit China. Brüssel wehrte sich gegen die Vorwürfe aus Peking.

Euro-Wirtschaft weniger tief in Rezession - Schwache Exporte bremsen

Luxemburg (dpa) - Die Wirtschaft in den 17 Euroländern steckt nicht mehr ganz so tief in der Krise: Die Rezession im Euroraum hat sich zu Jahresbeginn etwas abgeschwächt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank im ersten Quartal wie zunächst berechnet um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Das teilte das Europäische Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mit und bestätigte damit eine frühere Schätzung. Der Rückgang fiel weniger stark aus als noch zum Jahresende 2012 - damals war die Wirtschaft um deutlich stärkere 0,6 geschrumpft. Volkswirte sehen aber noch keine Trendwende.

Bund legt 10-Punkte-Paket für Hochwasserhilfe an Firmen vor

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung will nach den Soforthilfen von 100 Millionen Euro auch Unternehmen sowie Landwirten in Hochwasser-Regionen unter die Arme greifen. Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) verständigte sich am Mittwoch in Berlin mit Spitzenverbänden der Wirtschaft auf ein 10-Punkte-Programm. Es sieht unter anderem vor, dass die staatliche Förderbank KfW Kreditprogramme für Unternehmen, Privathaushalte sowie Kommunen im Volumen von weiteren 100 Millionen Euro öffnet. Agrarministerin Ilse Aigner (CSU) sagte Landwirten in den Hochwassergebieten finanzielle Unterstützung aus dem Soforthilfepaket der Bundesregierung zu. Wie hoch der Anteil für Bauern aus den Soforthilfen sein soll, war noch unklar.

Spekulationen um bevorstehenden Stahlwerks-Verkauf bei ThyssenKrupp

Essen (dpa) - Die Spekulationen um einen möglicherweise bald bevorstehenden Verkauf des hoch defizitären ThyssenKrupp-Stahlwerks in Brasilien bekommen neue Nahrung. Aktienhändler verwiesen am Mittwoch auf einen Bericht im Börsenbrief »Platow«. Danach soll die Entscheidung zum Verkauf des Stahlwerks bereits gefallen sein. Nach Informationen des »Handelsblatts« soll sich ThyssenKrupp dagegen lediglich »im Kern« mit dem brasilianischen Stahlkonzern CSN einig sein. Es werde noch an Konditionen gearbeitet. Die ThyssenKrupp-Aktie stieg bis zum Mittag um gut ein Prozent. Ein ThyssenKrupp-Sprecher wollte die Berichte auf Anfrage nicht kommentieren und verwies auf die laufenden Verhandlungen.

Kreise: Verhandlungen über Jobabbau bei Commerzbank in heißer Phase

Frankfurt/Main (dpa) - Die Gespräche über den Abbau tausender Stellen bei der Commerzbank gehen nach Informationen aus Verhandlungskreisen in die heiße Phase. In der nächsten Woche (10.-14.6.) wollen Vertreter von Management und Arbeitnehmern in Bonn zu einer Klausurtagung zusammenkommen. »Die Klausur könnte den Durchbruch bringen, es gibt aber noch große Knackpunkte«, sagte ein Insider am Mittwoch der dpa in Frankfurt. Damit wurde ein Bericht der Wochenzeitung »Die Zeit« bestätigt. Bei dem Konzern stehen 4000 bis 6000 Vollzeitstellen auf der Kippe, besonders betroffen ist das schwächelnde Privatkundengeschäft.

Apple droht US-Einfuhrverbot für ältere iPhones und iPads

Washington (dpa) - Mehrere ältere Modelle von iPhone und iPad könnten vom US-Markt verbannt werden, nachdem Samsung im Patentkrieg gegen Apple seinen bisher größten Etappensieg errungen hat. Die US-Handelskommission ITC sieht ein Mobilfunk-Patent der Südkoreaner durch fünf Apple-Produkte verletzt und verbot deshalb ihre Einfuhr ins Land, wie sie am späten Dienstag in Washington erklärte. Apple will in Berufung gehen und wirft Samsung vor, ein Standard-Patent missbräuchlich einzusetzen.

Deutsche Aktien geben nach

Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch Verluste erlitten. Nach durchwachsenen europäischen Konjunkturdaten lasteten Daten zum US-Arbeitsmarkt auf der Stimmung. Der Leitindex Dax stand am Nachmittag 0,68 Prozent tiefer bei 8239 Punkten, und für den MDax ging es um 1,04 Prozent bergab auf 13 861 Punkte. Der TecDax sank um 0,12 Prozent auf 957 Punkten. Am Rentenmarkt stagnierte die Umlaufrendite bei 1,25 Prozent. Der Kurs des Euro fiel.