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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Rückenwind für Exportwirtschaft: Ausfuhren legen kräftig zu


Wiesbaden (dpa) - Deutschlands Exporteure sind nach einem durchwachsenen Jahresstart sehr stark in den Frühling gekommen. Die Ausfuhren erhöhten sich im April zum Vormonat um 1,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Das ist der stärkste monatliche Anstieg seit Mai 2012. Damit kann die Exportwirtschaft auch im bisherigen Jahresverlauf ein Plus verbuchen: Von Januar bis April stiegen die Ausfuhren um 0,9 Prozent, der von der Branche angepeilte Exportrekord wird wahrscheinlicher.

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Bundesbank senkt Konjunkturprognose

Frankfurt/Main (dpa) - Nach der schwachen Konjunkturentwicklung im Winterhalbjahr traut die Deutsche Bundesbank der deutschen Wirtschaft 2013 nur noch ein Miniwachstum zu. Zwar hätten sich die konjunkturellen Perspektiven aufgehellt und die deutsche Wirtschaft komme langsam wieder in Schwung. Allerdings stünden strukturelle Verwerfungen in wichtigen Abnehmerländern einer schnellen Belebung im Weg. »Eine ... wichtige Voraussetzung für den von uns unterstellten Wachstumspfad ist eine nachhaltige Belebung der Weltwirtschaft«, sagte Notenbank-Präsident Jens Weidmann am Freitag bei der Vorlage der Bundesbank-Prognose in Frankfurt.

Deutsche Arbeitskosten steigen weiter schneller als im EU-Schnitt

Wiesbaden (dpa) - Höhere Gehälter und mehr Krankheitstage haben die Arbeitskosten in Deutschland im ersten Quartal 2013 weiter stark steigen lassen. Das Statistische Bundesamt bezifferte den Anstieg von Bruttoverdiensten und Lohnnebenkosten im Vergleich zum Vorjahresquartal auf zusammen 3,9 Prozent, der höchste Wert seit der Wirtschaftskrise 2008/2009. Vor allem zusätzliche Krankentage haben die von den Unternehmen zu tragenden Lohnnebenkosten überproportional um 5,3 Prozent wachsen lassen, wie die Statistiker erläuterten. Die Bruttolöhne und -gehälter stiegen binnen Jahresfrist um 3,5 Prozent.

Kreise: Opel zieht Astra-Fertigung früher aus Rüsselsheim ab

Rüsselsheim (dpa) - Der defizitäre Autobauer Opel zieht die Fertigung seines wichtigsten Modells Astra nach dpa-Informationen einige Monate früher als bisher geplant aus Rüsselsheim ab. Schon von Anfang 2015 an werde das Erfolgsmodell nur noch im britischen Ellesmere Port und im polnischen Gliwice (Gleiwitz) vom Band rollen, sagte ein Insider und bestätigte damit einen Bericht des »Handelsblatts« (Freitag). Entgegen früherer Pläne werde die aktuelle Generation des Astra-Fünftürers nicht bis zu ihrem Auslaufen in der zweiten Jahreshälfte 2015 auch am Stammsitz gebaut. Stattdessen werde die Fertigung im günstigsten Opel-Werk Gliwice hochgefahren.

USA kassieren 1 Milliarde Dollar durch GM-Aktienverkauf

Washington (dpa) - Die US-Regierung zieht sich bei der Opel-Mutter General Motors weiter zurück. Der Verkauf von Aktien des Autokonzerns spült gut 1 Milliarde Dollar (755 Mio Euro) in die Staatskasse. Die Regierung hatte GM in der Wirtschaftskrise 2009 mit Steuergeldern vor dem Untergang gerettet und war im Gegenzug zum Großaktionär geworden.

US-Arbeitslosenquote steigt überraschend

Washington (dpa) - In den USA ist die Arbeitslosenquote im Mai überraschend gestiegen. Sie legte im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 7,6 Prozent zu, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Ökonomen hatten erwartet, dass die Quote auf 7,5 Prozent verharrt - dem tiefsten Stand seit Ende 2008.

BASF-Vorstand Suckale neue Arbeitgeber-Präsidentin Chemie

Ludwigshafen (dpa) - Erstmals führt eine Frau den Arbeitgeberverband der Chemieindustrie. BASF-Personalvorstand Margret Suckale wurde am Freitag einstimmig bei einer Mitgliederversammlung in Ludwigshafen gewählt, wie der Verband mitteilte. Suckale war zuvor Vize-Präsidentin des Verbands, der 1900 Unternehmen mit rund 550 000 Beschäftigten vertritt. Der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) hatte seit seiner Gründung im Jahr 1949 noch nie eine weibliche Spitze. Suckale folgt auf BASF-Aufsichtsratschef Eggert Voscherau. Der 70-Jährige führte den Verband seit 2005.

Südostasien will trotz Investitionsstaus Wachstumslokomotive werden

Naypyidaw (dpa) – Südostasien hat das Potenzial zur Wachstumslokomotive - allerdings nur, wenn es gelingt, arme Bevölkerungsschichten einzubeziehen. Das ist das Fazit des Weltwirtschaftsforums Ostasien, das am Freitag in der birmanischen Hauptstadt Naypyidaw zuende ging. »Breitenwirksames Wachstum ist für unser Land kein Luxus sondern eine Notwendigkeit«, sagte die birmanische Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi. »Wenn jemand ausgegrenzt wird, gibt es politische Probleme.« Dasselbe gelte auch für die anderen Länder, betonte der philippinische Präsident Benigno Aquino.

Dax gewinnt deutlich

Frankfurt/Main (dpa) - Nach dem mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktbericht hat der Dax am Freitag deutlich angezogen. Am Nachmittag legte der deutsche Leitindex um 0,65 Prozent auf 8151 Punkte zu. Auf Wochensicht schlägt dennoch bislang ein Minus von knapp zweieinhalb Prozent zu Buche. Der MDax stieg um 0,42 Prozent auf 13 764 Punkte. Der TecDax erhöhte sich um 0,15 Prozent auf 949 Punkte. Der EuroStoxx 50 rückte um 0,65 Prozent auf 2694 Punkte vor. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 1,20 Prozent am Vortag auf 1,21 Prozent. Der Rentenindex Rex steht unverändert bei 134,28 Punkten. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3260 (Donnerstag: 1,3118) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7541 (0,7623) Euro.