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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Preisschub bei Nahrungsmitteln lässt Inflation in Deutschland steigen


Wiesbaden (dpa) - Teure Nahrungsmittel haben die Inflation in Deutschland im Juni im zweiten Monat in Folge nach oben getrieben. Die Verbraucherpreise erhöhten sich binnen Jahresfrist um 1,8 Prozent. Von Mai auf Juni 2013 zogen die Verbraucherpreise um 0,1 Prozent an. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden bestätigte damit am Mittwoch seine erste Schätzung von Ende Juni. Im Mai hatte die Inflation nach Monaten des Rückgangs erstmals wieder angezogen: auf 1,5 Prozent. Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht bei Werten von knapp unter 2,0 Prozent Preisstabilität gewahrt.

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Chinas Wirtschaft schwächelt: Exporte brechen überraschend ein

Peking (dpa) - Die chinesischen Exporte und Importe sind im Juni überraschend gefallen. Die Ausfuhren gingen sogar um 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück, während die Importe mit einem Minus von 0,7 Prozent abnahmen, wie die Zollverwaltung am Mittwoch in Peking berichtete. Es war der erste Rückgang der Ausfuhren seit 17 Monaten. Die unerwartet deutliche Schwäche im Außenhandel ist ein weiteres Zeichen, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde an Dampf verliert. Der Handel ging insgesamt um zwei Prozent zurück.

Brüssel will Schließung von Banken anordnen - Streit mit Berlin

Brüssel (dpa) - Zum Schutz der Steuerzahler will die EU-Kommission bei Bankenpleiten die Institute an den Kosten beteiligen und die Schließung zentral anordnen. So soll ein gemeinsamer EU-Fonds entstehen, in den die Banken selber einzahlen und der im Notfall für die Kosten der Abwicklung eines Pleitebank einspringt. Diesen Gesetzesentwurf hat der zuständige EU-Kommissar Michel Barnier am Mittwoch in Brüssel vorgestellt. Die EU-Kommission selbst soll das letzte Wort haben und anordnen können, dass eine marode Bank dicht gemacht wird. Bislang liegt dies in der Kompetenz nationaler Behörden, in Deutschland bei der Bankenaufsicht Bafin.

S&P senkt Kreditbewertung Italiens - Rom: »kleinlich und falsch«

Rom/London (dpa) - Italiens Regierung hat die Senkung der Kreditbewertung des Euro-Krisenlandes durch die Ratingagentur
Standard & Poor's (S&P) als falsch und kleinlich kritisiert. Die Analysten der Agentur berücksichtigten die bereits vorbereiteten Maßnahmen der neuen Regierung unter Enrico Letta nicht, hielt das Wirtschaftsministerium in Rom am Dienstagabend der Herabstufung der Bonität Italiens entgegen. S&P hatte das Rating für das Land wegen der schwachen Aussichten für die konjunkturelle Entwicklung von »BBB« auf »BBB« gesenkt. Italien steckt in einer anhaltenden Rezession.

Erholung gerät ins Stocken - Dax gibt etwas nach

Frankfurt/Main (dpa) - Nach zwei starken Tagen ist die Erholung im Dax am Mittwoch etwas ins Stocken geraten. Der deutsche Leitindex büßte bis zum Nachmittag 0,20 Prozent ein auf 8041 Punkte, liegt damit aber seit Freitag noch drei Prozent im Plus. Für den MDax ging es zur Wochenmitte um 0,54 Prozent nach unten auf 13 895 Punkte, während der TecDax um 0,05 Prozent nachgab auf 972 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel um 0,29 Prozent auf 2656 Punkte. Der Euro fiel: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,2813 (Dienstag: 1,2857) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7805 (0,7778) Euro.