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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

Schäuble lobt Griechenland - Umstrittenes Sparpaket abgesegnet

Athen (dpa) - Bei seinem ersten Besuch in Athen seit Ausbruch der Krise hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble Griechenland für die Fortschritte im Kampf gegen die Staatspleite gelobt. Athen habe «große Schritte bei der Konsolidierung seiner Wirtschaft» gemacht, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag unmittelbar nach der nächtlichen Verabschiedung der heftig umstrittenen neuen Spargesetze im griechischen Parlament. Diese sehen vor allem Massenentlassungen von Staatsbediensteten vor. Die Griechen gingen durch schwierige Zeiten, es gebe aber keinen anderen Weg, betonte Schäuble vor der Deutsch-Griechischen Handelskammer in Athen.

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Schwächere Umsatzprognose schickt SAP-Aktie auf Talfahrt

Walldorf (dpa) - Die wirtschaftliche Lage in Asien hat den vom Wachstum verwöhnten Softwarekonzern SAP ausgebremst. Das Plus bei den wichtigen Produkt- und Serviceumsätzen wird in diesem Jahr schwächer ausfallen als geplant, wie Europas größter Softwarehersteller am Donnerstag mitteilte. Die Aktie fiel am Vormittag - als schwächster Wert im Leitindex Dax - um 1,94 Prozent auf 56,55 Euro. Mitte März war das Papier noch fast zehn Euro mehr wert. In Asien und der Pazifik-Region - bisher Wachstumstreiber des Softwarekonzerns - hielten die Firmen Investitionen derzeit zurück, erklärte Co-Chef Jim Hagemann Snabe.

Umfrage: Rabatte im SSV fallen diesmal besonders üppig aus

Stuttgart (dpa) - Die Preisnachlässe im Sommerschlussverkauf (SSV) fallen einer Umfrage zufolge dieses Jahr besonders üppig aus. Fast jeder zweite Einzelhändler erwarte Rabatte zwischen 30 und 60 Prozent, teilte die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young am Donnerstag in Stuttgart mit. Vor einem Jahr ging nur jeder sechste Einzelhändler von Preisnachlässen in dieser Größenordnung aus. Im Durchschnitt werden für den SSV 2013 Rabatte in Höhe von 27 Prozent vorhergesagt. Damit liegt die durchschnittliche Rabattprognose rund ein Drittel höher als 2012. Ernst & Young ließ Anfang Juli Manager von 120 Handelsunternehmen unterschiedlicher Umsatzgrößen befragen.

Praktiker-Insolvenzverwalter streben Komplett-Verkauf an

Kirkel/Saarbrücken/Hamburg (dpa) - Die insolvente Baumarktkette Praktiker soll möglichst als Ganzes an einen Investor verkauft werden. Das sagte ein Vertreter des Insolvenzverwalters für die Muttergesellschaft Praktiker AG, Udo Gröner, am Donnerstag der dpa in Saarbrücken. Dieses Ziel sei mit dem zweiten Insolvenzverwalter Christopher Seagon abgestimmt. Dieser ist für acht insolvente Praktiker-Firmen und somit für die Praktiker-Märkte zuständig, insgesamt arbeiten für sie rund 8600 Menschen. Die Firmenzentrale war erst im Herbst 2012 aus dem saarländischen Kirkel nach Hamburg umgezogen.

Ebay spürt «Gegenwind in Europa und Korea»

San Jose (dpa) - Die unsichere Wirtschaftslage in manchen Teilen der Welt bremst die Handels-Plattform Ebay. «Wir hatten ein starkes zweites Quartal», erklärte Firmenchef John Donahoe am Mittwoch am Sitz im kalifornischen San Jose. Gleichzeitig warnte er vor Überschwang: «Der gesamtwirtschaftliche Gegenwind in Europa und Korea stellt auch im zweiten Halbjahr eine Herausforderung dar.» Diese Aussage ließ die Börsianer aufhorchen. Sie störten sich an dem ihrer Meinung nach zu verhaltenen Ausblick von Ebay auf das laufende dritte Quartal. Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel um mehr als 6 Prozent.

Positive US-Arbeitsmarktdaten geben Dax Auftrieb

Frankfurt/Main (dpa) - Positive Konjunkturdaten aus den USA haben dem Dax am Donnerstag Aufwärtsimpulse gegeben. Nach frühen Verlusten, unter anderem ausgelöst durch die gesenkte Umsatzprognose des Software-Herstellers und Dax-Schwergewichts SAP, drehte der Leitindex am Nachmittag ins Plus. Zuletzt gewann er 0,34 Prozent auf 8283 Punkte und setzte damit seine nur am Dienstag unterbrochene Rally der vergangenen sieben Handelstage fort. Der MDax legte um 0,77 Prozent auf 14 113 Punkte zu und der TecDax stieg um 0,30 Prozent auf 991 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3093 (Mittwoch: 1,3136) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7638 (0,7613) Euro.