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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Gewinnwarnung beschäftigt Siemens-Aufseher - Löscher unter Druck


München (dpa) - Nach dem Schock an den Börsen durch die jüngste Gewinnwarnung von Siemens wächst der Druck auf Konzernchef Peter Löscher. Am Mittwoch (31.7.) wird das Thema auch im Fokus der Aufsichtsratssitzung des Elektrokonzerns stehen. Dabei werde Löscher den Kontrolleuren Rede und Antwort stehen müssen, warum das Unternehmen schon zum zweiten Mal innerhalb von nicht einmal drei Monaten seine Gewinnerwartungen zurücknehmen musste, wie am Freitag aus Unternehmenskreisen in München verlautete. Zu weiteren Details der Tagesordnung wollte sich Siemens nicht äußern.

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Suche nach Investoren für Praktiker geht weiter - Max Bahr insolvent

Hamburg (dpa) - Zwei Wochen nach der Baumarktkette Praktiker ist auch deren Tochtergesellschaft Max Bahr überschuldet und zahlungsunfähig. Nach dem Rückzug eines Warenkreditversicherers sei die Versorgung der Märkte nicht mehr gesichert und es gebe keine positive Prognose für die Fortführung des Unternehmens, teilte Praktiker in Hamburg mit. Die 132 Märkte bleiben jedoch geöffnet und sollen ihren Geschäftsbetrieb stabilisieren. Die Suche nach Investoren gehe weiter, sagte ein Sprecher einer der beiden vorläufigen Insolvenzverwalter der Praktiker-Gruppe. Max Bahr ist höherwertig positioniert als Praktiker und sollte in Deutschland zur Hauptvertriebslinie der Gruppe ausgebaut werden. In den 132 Märkten arbeiten rund 5000 Beschäftigte.

Eurostaaten: Griechenland hat Bedingungen für Hilfsgelder erfüllt

Brüssel (dpa) - Aus Sicht der Eurostaaten hat Griechenland alle Bedingungen für die Auszahlung der nächsten Rate an Hilfsgeldern erfüllt. Das hätten Vertreter der 17 Staaten mit der Eurowährung am Morgen in einer Telefonkonferenz festgestellt, teilte der Sprecher von EU-Währungskommissar Olli Rehn am Freitag in Brüssel mit. «Insgesamt vier Milliarden Euro sollen ausgezahlt werden, vorausgesetzt, die nationalen Genehmigungsverfahren sind abgeschlossen», sagte der Sprecher.

Große Brauer planen Preiserhöhungen

Frankfurt/Main (dpa) - Bier droht in vielen Fällen teurer zu werden. Im Herbst wollen mit der Bitburger Braugruppe, Krombacher und der Radeberger Gruppe drei große Bierhersteller Abgabepreise an ihre Geschäftspartner im Handel und Gastronomie erhöhen. Ob und in welchem Umfang diese die Preiserhöhungen an die Verbraucher weiterreichen werden, ist noch unklar. Die Brauereien begründen ihre Pläne mit erheblich gestiegenen Kosten bei Rohstoffen, Energie und Glas.

Energiekonzern EnBW weiter unter Druck

Karlsruhe (dpa) - Der drittgrößte deutsche Energiekonzern EnBW hat sich nach wie vor nicht von den Folgen des Atomausstiegs erholt. Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr 2013 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar um 9,3 Prozent auf knapp 10,6 Milliarden Euro. Der Konzernüberschuss brach jedoch um 65 Prozent ein auf 190,5 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Freitag in Karlsruhe mitteilte. Als Gründe nannte der neue EnBW-Chef Frank Mastiaux unter anderem die gesunkenen Strompreise sowie höhere Aufwendungen im Bereich Kernenergie durch neue Gesetzesregelungen.

Frankreich bleibt im Kältemittel-Streit mit Daimler hart

Paris (dpa) - Der Kältemittel-Streit zwischen Daimler und Frankreich wird zur Bürokratie-Schlacht. Nachdem der Autobauer wegen eines Gerichtsurteils vom Donnerstag auf ein baldiges Ende des Zulassungsstopps seiner Kompaktmodelle gesetzt hatte, kündigte die Regierung am Freitag in Paris nun eine Fortsetzung der Blockade an. Man werde auf die Kritik des Gerichts reagieren und eine entsprechende EU-Schutzklausel regelgerecht anwenden, wodurch die Zulassung von Daimlers Modellen der A-, B- und CLA-Klasse weiterhin untersagt bleibe, teilte das französische Umweltministerium mit. Ein Daimler-Sprecher war für eine offizielle Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Russland pumpt Milliarden in Transsibirische Eisenbahn

Moskau (dpa) - Milliarden für die längste Bahnlinie der Welt: Mit einer mächtigen Finanzspritze will Russland die legendäre Transsibirische Eisenbahn auf Vordermann bringen. Für die Renovierung der auch bei Touristen beliebten Strecke sowie die zwei anderen wichtigsten Infrastrukturprojekte des Landes seien in der ersten Phase insgesamt 450 Milliarden Rubel (rund 10,6 Milliarden Euro) vorgesehen, sagte Kremlchef Wladimir Putin am Freitag. Russlands Bahnnetz gilt als veraltet. Die Summe sei zwar eindeutig zu gering für solche Projekte, sagte der Präsident der Agentur Itar-Tass zufolge. Aber damit sollten lediglich erste Anreize für Investoren geschaffen werden. «Ich denke, dass der Staat gewisse Risiken eingehen und die ersten Schritte machen muss», sagte Putin.

Dax gibt nach und steuert auf Wochenminus zu

Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag in einem ruhigen Handel an Boden verloren. Der Dax wies zuletzt ein Minus von 0,50 Prozent auf 8258 Punkte auf. Damit steuert der deutsche Leitindex auf Wochensicht einem Verlust entgegen. Der MDax gab 0,19 Prozent auf 14 225 Punkten ab. Der TecDax hingegen konnte sich mit plus 0,12 Prozent bei 989 Punkten in der Gewinnzone halten. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,35 Prozent am Vortag auf 1,37 Prozent. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3260 (Donnerstag: 1,3202) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7541 (0,7575) Euro.