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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Joe Kaeser erklimmt Siemens-Spitze - Bitterer Löscher-Abschied


München (dpa) - Der Elektrokonzern Siemens will mit seinem neuen Chef Joe Kaeser die tiefe Führungskrise überwinden. Der Aufsichtsrat ernannte Kaeser am Mittwoch in München zum Nachfolger des gescheiterten Vorstandsvorsitzenden Peter Löscher, der über eine Serie von Rückschlägen und zuletzt über eine neuerliche Gewinnwarnung gestürzt war. Löscher wollte sein Amt mit Tagesablauf niederlegen. Er scheide »in gegenseitigem Einvernehmen« aus dem Vorstand aus, erklärte Siemens. Kaeser muss die vielen Probleme bei Siemens nun sehr rasch in den Griff bekommen.

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Aus EADS wird Airbus - Konzern verordnet sich Umbau

Paris/Toulouse/München (dpa) - Europas größter Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS gibt sich einen neuen Namen und heißt künftig wie seine wichtigste Tochter Airbus. Zudem ordnet das Unternehmen sein schwächelndes Rüstungsgeschäft neu. Dafür werden die bisherige Raumfahrtsparte Astrium mit der Wehrtochter Cassidian und Airbus Military zum neuen Unternehmen Airbus Defence & Space zusammengelegt. Dieser Schritt sei eine Reaktion auf das veränderte Marktumfeld, das von stagnierenden oder sogar schrumpfenden Verteidigungsbudgets in der westlichen Welt geprägt ist, teilte EADS am Mittwoch mit.

BGH-Urteil stärkt Gaskunden den Rücken

Karlsruhe/Düsseldorf (dpa) - Der Bundesgerichtshof (BGH) hat Gaskunden bei Preiserhöhungen den Rücken gestärkt. Viele Kunden können nach Einschätzung von Verbraucherschützern nun auf eine Rückerstattung hoffen. Die Unternehmen dürfen die Preise nur dann erhöhen, wenn sie die Verbraucher zuvor in den Verträgen genau und verständlich aufgeklärt haben, wie der Bundesgerichtshof (BGH) am Mittwoch entschied. Damit sind Preiserhöhungen des Essener Energiekonzerns RWE aus den Jahren 2003 bis 2005 unwirksam. Während die Verbraucherzentrale NRW, die den Fall vor Gericht gebracht hatte, dem Urteil eine Bedeutung für Hunderttausende Kunde beimisst, sieht die Branche das völlig anders.

Zahl der Arbeitslosen in den Euroländern sinkt leicht

Luxemburg/Brüssel/Nürnberg (dpa) - Erstmals seit April 2011 ist die Zahl der Arbeitslosen in den 17 Staaten mit der Euro-Währung gesunken. Allerdings mögen Experten noch nicht von einer Trendwende sprechen. Im Juni waren insgesamt 19,27 Millionen Männer und Frauen in der Eurozone ohne Job, ein minimaler Rückgang um 24 000 im Vergleich zum Mai. Das meldete die europäische Statistikbehörde Eurostat in Luxemburg am Mittwoch. Der Anteil der Arbeitslosen an der Erwerbsbevölkerung des Euroraums liegt seit März 2013 stabil bei 12,1 Prozent. In Deutschland ließ die einsetzende Sommerflaute die Zahl der Arbeitslosen im Juli um 49 000 auf 2 914 000 steigen.

Volkswagen feiert Comeback im zweiten Quartal

Wolfsburg (dpa) - Nach heftigen Gewinneinbrüchen zum Jahresstart hat Europas größter Autobauer Volkswagen im zweiten Quartal die Kurve gekriegt und ist zurück auf Kurs zu seinen Jahreszielen. Obwohl die Krise auf dem Heimatkontinent den Herstellern kaum Luft zum Atmen lässt, überraschten die Wolfsburger alle Experten mit mehr operativem Gewinn als vor einem Jahr. Vor Zinsen und Steuern (Ebit) verdiente VW 3,44 Milliarden Euro nach 3,38 Milliarden im zweiten Quartal 2012. »Wir haben nach einem verhaltenen Jahresstart deutlich an Boden gutgemacht und in einem schwierigen Marktumfeld ein solides Ergebnis erzielt«, sagte Konzernchef Martin Winterkorn am Mittwoch.

Deutsche Aktien verlieren

Frankfurt/Main (dpa) - Am deutschen Aktienmarkt ist es am Tag der mit Spannung erwarteten Sitzungsergebnisse der US-Notenbank Fed nach unten gegangen. Der Dax büßte am frühen Nachmittag 0,38 Prozent auf 8239 Punkte ein. Der MDax gab am Mittwoch um 0,03 Prozent auf 14 358 Punkte nach, und der TecDax büßte 0,20 Prozent auf 994 Punkte ein. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone stand zuletzt 0,12 Prozent tiefer bei 2755 Punkten. Der Kurs des Euro gab nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3275 (Dienstag: 1,3284) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7533 (0,7528) Euro.