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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

Wirtschaft voller Zuversicht - Ifo-Index steigt zum fünften Mal

München (dpa) - Gute Exportchancen für die Industrie und ein lebhafter Konsum bringen die deutsche Wirtschaft in Schwung. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im September ganz leicht von 107,6 auf 107,7 Punkte und verbesserte sich damit zum fünften Mal in Folge. Zwar hatten Experten mit einem deutlicheren Anstieg gerechnet, doch ist das wichtige Stimmungsbarometer damit auf dem höchsten Stand seit eineinhalb Jahren. Auch für die künftige Bundesregierung bedeutet das beste Voraussetzungen. «Die deutsche Wirtschaft ist mit Zuversicht in den Herbst gestartet», erklärte Ifo-Konjunkturchef Kai Carstensen am Dienstag in München.

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Kursgewinne treiben Geldvermögen weltweit auf Rekordhöhe

Frankfurt/Main (dpa) - Kräftige Kursgewinne an den Börsen haben das Geldvermögen der privaten Haushalte in aller Welt auf ein Rekordniveau getrieben. Nicht nur die Deutschen waren 2012 mit einem Brutto-Geldvermögen von 4939 Milliarden Euro (plus 4,9 Prozent) so reich wie nie. Weltweit kletterte das Vermögen der privaten Haushalte in Form von Bargeld, Bankeinlagen, Aktien oder Ansprüchen gegenüber Versicherungen um 8,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie der Versicherungskonzern Allianz am Dienstag in Frankfurt bei der Vorstellung des «Global Wealth Reports» berichtete.

Smartphone-Pionier Blackberry findet Käufer - Unsicherheit bleibt

Waterloo (dpa) - Ein kanadischer Milliardär gibt dem angeschlagenen Smartphone-Pionier Blackberry neue Hoffnung. Die Investmentholding Fairfax Financial will Blackberry für 4,7 Milliarden Dollar (3,5 Mrd Euro) schlucken und von der Börse nehmen. Der Konzern mit dem deutschen Manager Thorsten Heins an der Spitze hatte zuletzt weiter Marktanteile verloren und einen Riesen-Verlust eingefahren. Treibende Kraft hinter der am Montag verkündeten Übernahmeangebot ist Prem Watsa, Chef von Fairfax Financial.

Preise für Lebensmittel gestiegen - Exporte immer wichtiger

Köln (dpa) - Preissenkungen bei Lebensmitteln sind nicht in Sicht: Für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke mussten Verbraucher 2013 bis August 4,1 Prozent mehr Geld ausgeben als im Vorjahreszeitraum, wie die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) am Dienstag in Köln mitteilte. Wegen hoher Rohstoff- und Produktionskosten werde es auch künftig «nicht günstiger» werden, sondern das aktuelle Preisniveau «eher bleiben, wenn nicht steigen» sagte BVE-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff. Im internationalen Vergleich seien Lebensmittel in Deutschland nach wie vor günstig.

Deutsches Handwerk versieht Jahresprognose mit Fragezeichen

Stuttgart (dpa) - Das deutsche Handwerk setzt angesichts eines schwachen ersten Halbjahres ein Fragezeichen hinter die Prognose für das Jahr 2013. Der Umsatz war in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahr spürbar um drei Prozent zurückgegangen, wie der Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Holger Schwannecke, am Dienstag in Stuttgart sagte. «Um 2013 noch die erwartete schwarze Null zu erreichen, ist im zweiten Halbjahr ein anhaltender kräftiger Aufschwung erforderlich.»

Neuer Chef bei Hapag-Lloyd

Hamburg (dpa) - Der Logistikmanager Rolf Habben-Jansen (47) wird Mitte des nächsten Jahres Vorstandsvorsitzender der deutschen Linienreederei Hapag-Lloyd. Das habe der Aufsichtsrat am Dienstag beschlossen, teilte das Unternehmen in Hamburg mit. Danach soll Habben-Jansen am 1. April in den Vorstand eintreten und am 1. Juli den Vorsitz übernehmen. Er leitet gegenwärtig die Damco NV Speditionsgruppe in Den Haag. Habben-Jansen ist Nachfolger von Michael Behrendt (62), der seit elf Jahren an der Spitze der größten deutschen Linienreederei steht und in den Ruhestand tritt.

Freundlich im lustlosen Handel ohne entscheidende Impulse

Frankfurt/Main (dpa) - Die deutschen Aktienindizes haben sich am Dienstag freundlich präsentiert. Der Dax legte am Nachmittag 0,28 Prozent auf 8659 Punkte zu, der MDax mittelgroßer Werte kletterte mit 0,04 Prozent ins Plus auf 14 972 Punkte. Der Technologie-Auswahlindex TecDax verlor dagegen 0,04 Prozent auf 1070 Punkte. Der Euro tendierte leichter. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3473 (1,3508) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7422 (0,7403) Euro.