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Dekan Georg Lindl segnet die drei neuen Fahrzeuge. (Foto: vom Dorp)

Drei neue Feuerwehrfahrzeuge gesegnet

Übersee – Der Fuhrpark der Feuerwehr Übersee war in die Jahre gekommen und die Notwendigkeit mehrerer Ersatzbeschaffungen schon seit Jahren abzusehen. Jetzt wurden zwei neue Löschfahrzeuge und ein neuer Rüstwagen offiziell in Betrieb genommen und erhielten den kirchlichen Segen. Die Segnung nahmen der ehemalige Überseer Pfarrer, Dekan Georg Lindl, sowie Diakon Heiko Jung vor. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Blaskapelle.


Auch zahlreiche Abgesandte und Fahnenabordnungen der Nachbarfeuerwehren von Grassau, Marquartstein, Schleching, Oberwössen, Grabenstätt, Staudach-Egerndach, Rottau, Reit im Winkl, Erlstätt und Holzhausen sowie aus München ließen es sich nicht nehmen, dem Festakt beizuwohnen.

Als die Feuerwehr im Jahr 2010 das neue Feuerwehrhaus bekommen hatte, war eine gleichzeitige Modernisierung des Fuhrparks zwar gewünscht, aber finanziell nicht mehr zu stemmen. Gemeinde und Feuerwehr beschlossen damals, dies ab dem Jahr 2020 ins Auge zu fassen. Bis dahin sollten gebrauchte Fahrzeuge die Zeit überbrücken.

Es folgte ein langer Prozess der Planung, unzähligen Besprechungen, Ausschreibungen sowie Besichtigungsterminen von Ausstattungen und technischen Ausrüstungen. Bürgermeister Herbert Strauch betonte, dass in dieser Phase der Entscheidungsfindung alle erforderlichen Gemeinderatsbeschlüsse immer einstimmig getroffen wurden. Die Gemeinde stehe stets hinter ihrer Feuerwehr, die wegen »ihres sensationellen Engagements fast einzigar-tig im Landkreis« sei.

Durch die gleichzeitige Beschaffung der drei Fahrzeuge, die selbst durchgeführte, europaweite Ausschreibung der Feuerwehr, die Zuschüsse von behördlicher Seite und die Übernahme der Kosten für die medizinische Ausrüstung der drei Fahrzeuge durch den Feuerwehrverein konnten die Kosten stark reduziert werden.

Insgesamt kosten die drei Fahrzeuge 1,05 Millionen Euro. Vor allem dank der Zuschüsse vom Freistaat Bayern und des Landkreises blieb für die Gemeinde noch eine Investitionssumme von 620 000 Euro übrig. »Ein Schnäppchen«, wie Kommandant Rupert Kink betonte.

Technisch ist die Überseer Feuerwehr nun auf dem neuesten Stand. Das Löschfahrzeug LF 20 verfügt neben der Ausrüstung zur Brandbekämpfung und einem vollständigen Rettungssatz über eine umfangreiche Beladung zur Technischen Hilfeleistung und ist mit einem 2600 Liter fassenden Wassertank, 125 Litern Schaummittel und sechs Atemschutzgeräten ausgestattet.

Das Löschfahrzeug LF 10 ist nahezu baugleich wie sein »großer Bruder«. Es fasst aber nur 2000 Liter. Dafür ist es unter anderem mit besonderer Ausrüstung für Gefahrguteinsätze ausgestattet.

Der Rüstwagen ist »eine rollende Werkstatt« und soll vor allem für Technische Hilfeleistungen, auch größerer Ausmaße, eingesetzt werden.

Zusammen mit den drei »Neuen« können die aktiven Feuerwehrler außerdem auf ein Mehrzweckfahrzeug, einen Mannschaftstransportwagen, einen Versorgungs-Lkw, einen Buggy sowie sechs Anhänger und ein Feuerwehrboot zurückgreifen.

In den Grußworten von Bürgermeister Strauch, der Geistlichkeit, der stellvertretenden Landrätin Resi Schmidhuber, dem Kreisbrandrat Christoph Grundner und dem Feuerwehrvereinsvorstand Stefan Berres kam übereinstimmend zum Ausdruck, dass die neuen Fahrzeuge die Feuerwehrler immer wohlbehalten nach Hause bringen mögen. Grundner stiftete für jedes Fahrzeug als Glücksbringer einen kleinen Florian, Schutzpatron der Feuerwehr.

Im Anschluss an die Segnung fand auf dem Freigelände »ein Tag der offenen Tore« mit interessanten Ausstellungen und Präsentationen statt.

bvd