weather-image

Drei Spitzenplätze in zwei Serien

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Flotte Fahrten auch im Regen: Christopher Haase überzeugte mit seinem französischen Teamkollegen Simon Gachet am Hungaroring, an diesem Wochenende geht es am Nürburgring zur Sache. (Foto: Saintéloc-Racing)

Schlag auf Schlag geht es derzeit für Autorennfahrer Christopher Haase zur Sache: Bereits an diesem Wochenende ist der Kirchanschöringer wieder mit seinem Audi-Team Saintéloc-Racing im Rahmen der Blancpain-GT-Series auf dem Nürburgring gefordert.


Zuletzt hatte er in dieser Serie am Hungaroring mit den Plätzen 4 und 2 überzeugt. Es folgte im ADAC GT Masters das Rennen am Sachsenring mit dem Audi-Team BWT Mücke Motorsport. Hier lief es im ersten Durchgang mit Rang 8 gut, im zweiten gingen Ricardo Feller und Haase leer aus.

Anzeige

Doppelsieg für Audi-Piloten

Für Audi war aber auch dieser Lauf ein Erfolg, denn es gewannen Elia Erhart/Pierre Kaffer im Audi R8 LMS von EFP by TECE vor ihren Markenkollegen Kelvin und Sheldon van der Linde (Montaplast by Land) und Jeffrey Schmidt/Stefan Mücke (BWT Mücke). Mit Rang 8 überzeugten hier auch Mikkel Jensen/Timo Scheider vom Team BMW Schnitzer aus Freilassing.

Dieses Duo durfte sich im ersten Lauf sogar über Rang 3 freuen. Der Sieg ging an Sheldon/Kelvin van der Linde vor dem Mercedes-AMG-Duo Nicolai Sylvest/Kim-Luis Schramm. Die Plätze 6 bis 8 gingen an die drei Audis des Teams BWT Mücke Motorsport. Sechste wurden Jeffrey Schmidt/Stefan Mücke vor Mike David Ortmann/Markus Winkelhock und Feller/Haase. Der Kirchanschöringer machte mit seinem Teamkollegen allerdings die meisten Positionen gut, von Startplatz 14 ging's auf 8 nach vorne.

Noch besser lief es freilich auf dem Hungaroring bei Budapest im Rahmen der Blancpain-Serie, wo Christopher Haase mit seinem Teamkollegen Simon Gachet großartige Rennen und Platzierungen verbuchte. Nach den Plätzen neun und zwei in den ersten Trainings des Wochenendes überzeugten Haase und Gachet auch in den Qualifyings: Der junge Franzose eroberte Startplatz neun, Haase qualifizierte sich als zweitbester Audi-Pilot auf Rang sechs.

Schwierige Bedingungen herrschten dann zum Beginn des ersten Rennens: Kurz vor dem Start hatte es geregnet, es begann jedoch rasch abzutrocknen. Die meisten Teams schickten ihre Startfahrer auf Slicks hinaus, so auch Saintéloc-Racing den Youngster Simon Gachet. Der löste diese knifflige Aufgabe bravourös: »Simon hat einen tollen Job gemacht, es war wirklich schwierig zu fahren«, lobt Christopher Haase. Er sah von der Box aus zu, wie sein Teamkollege Position um Position gutmachte. Anschließend »ist dem Team auch noch der drittschnellste Boxenstopp gelungen. Damit hatte ich die Chance auf den vierten Platz, den ich nach einem harten Fight mit dem WRT-Audi auch erobern konnte«, freut sich der 30-Jährige.

Der Sieg ging an Christian Engelhart/Mirko Bortolotti (Lamborghini Huracan) vor Michael Maedows/Raffaele Marciello sowie Nicolas Jamin/Denis Bulatov (beide Mercedes AMG).

Im zweiten Lauf erzwang strömender Regen einen Start hinter dem Safety-Car, nach drei Runden wurde das Rennen freigegeben. Christopher Haase konnte sich über einen großartig auf die Verhältnisse abgestimmten Audi R8 LMS freuen: »Unser Auto war grandios. So konnte ich mit Christopher Mies kämpfen und ihn nach einer Tür-an-Tür-Aktion auch überholen, danach war ich gleich am Grasser-Lamborghini dran.« Der folgende Boxenstopp war strategisch allerdings nicht ganz perfekt: Man fuhr eine Runde früher zum Reifenwechsel, konnte aber nach Ende des Stopps nicht direkt rausfahren, da zur gleichen Zeit die Konkurrenten zum Boxenstopp reinkamen. »Daher mussten wir warten«, bedauert Christopher Haase.

Am zweiten Tag »bestes Audi-Team«

Doch eine Safety-Car Phase führte die Spitzengruppe wieder zusammen, und Haases Teamkollege Simon Gachet »ist im Anschluss sensationell auf Platz zwei gefahren, womit wir auch am zweiten Tag bestes Audi-Team waren«, freut sich der Kirchanschöringer. Nur Michael Maedows/Raffaele Marciello lagen im Ziel vor dem Audi-Duo.

An diesem Wochenende stehen auf dem Nürburgring zwei Sprintrennen der Blancpain-GT-Serie auf dem Programm. Dabei möchte Haase auf seiner »Hausstrecke« natürlich noch einmal ordentlich punkten. Schließlich hat er sich durch die guten Ergebnisse von Ungarn in der Gesamtwertung mit nunmehr 61,5 Punkten vom 13. auf den 7. Platz nach vorne geschoben. Am Nürburgring und zwei Wochen später beim Serien-Finale in Barcelona (Spanien) hofft Haase mit seinem Saintéloc-Team auf weitere gute Platzierungen. who