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Dreimal Gold, dreimal Röntgenabteilung

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Christian Lochner (2.v.l.) aus Schönau am Königssee holte als amtierender Europameister im MMA-Sport bei den österreichischen Thaibox-Meisterschaften die Goldmedaille. Foto: privat

Leoben – Im steirischen Leoben fand am Wochenende die österreichische Thaibox-Meisterschaft statt. Dabei siegte der Königsseer Christian Lochner in der Klasse bis 75 Kilogramm.


Das Thaiboxen oder Muay Thai ist eine asiatische Vollkontakt-Sportart, bei der ein Kämpfer nicht nur Hände und Füße einsetzen darf, sondern auch Knie und Ellenbogen. Ferner ist das Clinchen erlaubt. Das unterscheidet Thaiboxen vom Kickboxen.

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Vom Polizeisportverein Salzburg starteten drei Kämpfer, unter ihnen auch der Königsseer Europameister im MMA (Mixed Martial Arts) Christian Lochner, der in der Klasse bis 75 Kilogramm kämpfte. Lochner absolvierte eine recht stressige Vorbereitung, weil er neben dem Thaiboxen auch seine weiteren Disziplinen nicht vernachlässigen wollte. Um das Gewichtslimit zu erreichen, trainierte Lochner in einer Woche knapp fünf Kilogramm ab, was bei seinem austrainierten Körper keine leichte Aufgabe war.

»Meine Arbeit, das Training und das tägliche Laufen brachten mich an die Grenzen des Möglichen. Aber es hat sich gelohnt. Ich konnte meinen Kampf nach drei Runden einstimmig nach Punkten gewinnen. Dabei habe ich mich an der rechten Hand verletzt und hätte keinen weiteren Kampf mehr bestreiten können. Da in meiner Klasse aber nur ein Gegner angetreten war, konnte ich mit der Goldmedaille nach Hause fahren«, freute sich der MMA-Europameister des letzten Jahres.

Gold holten auch Lochners Teamkollegen vom PSV-FC Salzburg, die jedoch wie Lochner Verletzungen davon getragen haben. So endete ein erfolgreicher Sportabend mit drei Röntgenbildern im Unfallkrankenhaus Salzburg. »Dennoch war es für uns alle ein erfolgreicher und erfahrungsreicher Tag«, resümierte Christian Lochner. Christian Wechslinger