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Drei-Tore-Gala von NHL-Star Draisaitl - »Luft nach oben«

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WM-Test
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Leon Draisaitl (l) jubelt mit seinen Teamkollegen nach seinem Treffer zum 2:1 gegen Österreich. Foto: Armin Weigel Foto: dpa

Mit fünf Toren in zwei Spielen überragt NHL-Star Leon Draisaitl in der Vorbereitung auf die Eishockey-WM. Das Nationalteam ist womöglich von der Genialität des Stürmers abhängig.


Deggendorf (dpa) - Seine Drei-Tore-Show im WM-Test genügte Deutschlands Eishockey-Ausnahmekönner Leon Draisaitl noch nicht.

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»Bis jetzt läuft es super, aber ich habe schon noch Luft nach oben«, stellte der NHL-Star klar. Dabei hatte der Stürmer der Edmonton Oilers bei der 5:1-Revanche gegen Österreich einmal mehr seine Extraklasse gezeigt - inklusive eines Weltklasse-Tors. Manchem WM-Konkurrenten dürfte er damit noch mehr Respekt eingeflößt haben.

Fünf Tore hat der gebürtige Kölner in seinen bisherigen zwei Partien vor der Weltmeisterschaft im Mai in der Slowakei jetzt erzielt. Er hatte entscheidenden Anteil daran, dass auf die unnötige 2:3-Niederlage am Donnerstag gegen Österreich ein klarer Sieg folgte. Auch Verbandschef Franz Reindl wurde am Samstag in Deggendorf zum Fan. »Ich habe Spaß, wenn ich ihm zuschaue. Da ist jeder Wechsel sehenswert«, sagte der Präsident des Deutschen Eishockey-Bunds (DEB).

Dass Draisaitl in den zwei WM-Tests nur an einem deutschen Treffer nicht beteiligt war, zeigt aber zugleich, wie abhängig das Nationalteam des neuen Bundestrainers Toni Söderholm von seinem Star ist. Mit drei Treffern hatte der 23-Jährige die deutlich überlegenen Gastgeber gegen den Außenseiter zum Sieg geschossen (31./48./57.). Imponierend war insbesondere sein Zaubertor, als Draisaitl den Puck in Baseball-Manier aus der Luft ins Tor schlug.

»Nach zwei Wochen ohne Spiel dauert es immer ein bisschen bei mir, aber für die ersten Spiele war es ganz okay«, sagte Draisaitl und warnte: »Ich glaube nicht, dass es mit den Toren jetzt so weitergehen wird.« Weil Edmonton die Playoffs verpasste, stieg der zweitbeste NHL-Torschütze dieser Saison früh in die WM-Vorbereitung ein, ebenso wie seine Nordamerika-Kollegen Dominik Kahun und Korbinian Holzer.

»Leon ist ein spezieller Spieler, das sieht jeder Zuschauer«, sagte Holzer. »Man hat das in Überzahl gesehen: Wenn er die Scheibe hat, traut sich der Gegner nicht anzugreifen, weil er genau in der Sekunde dann den tödlichen Pass spielt oder selbst abschließt.«

Die Qualität des Kaders dürfte sich bei der nächsten Vorbereitungsmaßnahme noch verbessern. Am Donnerstag stoßen auch die Nationalspieler von Meister Adler Mannheim und Vizechampion EHC Red Bull München zum Team, darunter möglicherweise die beiden Torhüter Dennis Endras und Danny aus den Birken. Bundestrainer Söderholm rechnet mit bis zu neun Spielern der beiden deutschen Topclubs.

Ab Donnerstag geht die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in Kosice und Bratislava vom 10. bis 26. Mai in den Endspurt. Im letzten Testspiel am 7. Mai in Mannheim trifft die deutsche Auswahl auf die USA, die zu den WM-Medaillenkandidaten zählen. »Wir haben sehr viel Talent in der Mannschaft. Wenn wir unser Spiel durchziehen, wird etwas Gutes dabei rauskommen«, sagte Draisaitl hoffnungsvoll.

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