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Dreßen bester Deutscher bei der Abfahrt in Bormio

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Thomas Dreßen
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Thomas Dreßen rast in Bormio die Piste hinunter. Foto: Marco Trovati Foto: dpa

Nur Thomas Dreßen hat die gute Form über die Weihnachtstage konserviert, Andreas Sander und Josef Ferstl erwischen bei der Abfahrt in Bormio dagegen keinen guten Tag. Viel wichtiger für den Deutschen Skiverband war aber die Gesundheit von Dominik Schwaiger.


Bormio (dpa) - Nach der kurzen Weihnachtspause sind die zuletzt so starken deutschen Skirennfahrer bei der Abfahrt in Bormio schwer geschlagen worden.

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Thomas Dreßen hatte auf der Stelvio als Zwölfter als einziger Normalform, dazu stürzte Dominik Schwaiger am La-Rocca-Sprung im oberen Streckenteil heftig. Der 26-Jährige kam mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus, erlitt trotz des brutalen Aufpralls aber nur Prellungen am Becken, am Knie sowie eine Zerrung an der Leiste, wie Alpinchef Wolfgang Maier am Abend der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Beim Sieg von Dominik Paris aus dem italienischen Team fehlten Dreßen 1,16 Sekunden auf die Spitze. Hinter Paris waren die Norweger Aksel Lund Svindal (+0,04) und Kjetil Jansrud (+0,17) am stärksten. »Ich bin voll zufrieden. Freilich war ich hier und da zu weit draußen. Aber ich glaube, ich habe noch das beste daraus gemacht. Für das erste Mal kann sich das sehen lassen«, sagte Dreßen lange vor dem Sturz Schwaigers. Beim letzten Weltcup-Rennen in Bormio vor vier Jahren war der 23-Jährige noch nicht dabei und gab deswegen seine Premiere auf der Stelvio in Italien.

Dass von den anderen bislang so konstant starken deutschen Startern nur Andreas Sander (+2,43 Sekunden) auf Rang 30 noch in die Punkte fuhr, rückte angesichts von Schwaigers Sturz in den Hintergrund. Der 26-Jährige wurde nach mehreren Minuten Versorgung an der Strecke mit einem Hubschrauber weggeflogen. Schwaiger hatte mit Startnummer 47 beim ersten Sprung in der Luft das Gleichgewicht verloren, war auf einem Bein aufgekommen und dann mehrfach hart auf der Piste aufgeprallt. Schwaiger kam vergleichsweise glimpflich davon und durfte das Krankenhaus schon am Abend wieder verlassen.

Nicht so gut waren die ersten Auskünfte zum Franzosen Matthieu Bailet, der sich nach einem Sturz an der gleichen Stelle wohl das Schlüsselbein brach und die linke Schulter auskugelte. An dem Sprung nach etwa 15 Fahrsekunden hatten auch Spitzenfahrer wie Hannes Reichelt Probleme. Der Österreicher begründete dies im ORF mit Wind im oberen Streckenteil.

Manuel Schmid (+2,44) raste im zweiten Weltcup-Rennen seiner Karriere auf Platz 31 und verpasste nach dem überraschenden 16. Platz in Gröden weitere Weltcup-Punkte. Für Josef Ferstl (+2,85) war Platz 36 ohnehin ein unbefriedigendes Resultat. »Das war heute nicht mein Tag, ich weiß auch nicht wieso«, sagte Ferstl einen Tag vor der Alpinen Kombination.

Auch Teamkollege Sander, im Olympia-Winter bislang nur einmal schlechter als Rang 15, hatte keine Erklärung für seinen schwachen Auftritt. »Enttäuschend. Sehr enttäuschend. Katastrophe. Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht, wieso ich so Skifahren kann. Schwierig gerade«, sagte er.

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