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Drittes Geschlecht? Für Bayern kein Problem

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Der Mönch Sutorius sinnierte bei seiner Fastenpredigt über die große Politik und ließ dabei die Kirche immer im Dorf. (Foto: Peter)

Bergen – Wie man die Kirche im Dorf lässt und trotzdem die Verantwortlichen für das politische Weltgeschehen ins Gebet nehmen kann, zeigte Mönch Sutorius in seiner Fastenpredigt beim Ersten Bergener Starkbier-anstich auf dem Schellenberg im Schusterhof.


Beim Anzapfen ließ der Bräu Maximilian Sailer dem Festwirt Peter Mayer den Vortritt, der mit mehr als drei Schlägen zuerst einige Tropfen des edlen Doppelbocks vergeudete, bevor der Zapfhahn sicher und fest im Fass saß. Für die entsprechende Stimmung und musikalische Unterhaltung sorgte die Musikkapelle Bergen unter der Leitung von Florian Böhm.

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Bräu Maximilian Sailer sagte, der Mönch Sutorius – alias Dr. Peter Lämmerhirdt – habe bei ihm an der Tür geklopft und ihm erklärt, dass er über den Nockerberg hier nach Bergen gekommen sei und nun hier am Schellenberg die Fastenpredigt halten wolle.

Ethischen Verfall angeprangert

Wie nahrhaft das Fastenbier ist, war an der imposanten Erscheinung des Mönchs zu sehen, der trotz des strengen Fastens keine Zeichen von physischer Schwäche zeigte. Heuer habe ihn die Bruderschaft vom süffigen Maximilian geschickt, um gegen die Sünde sowie den ethischen und geistigen Verfall zu wettern und um Respekt sowie Beachtung der Menschenwürde einzufordern, so der Mönch nach einem stärkenden Zug aus seinem Bierkrug.

Entsprechend machte er sich Sorgen um den Fortbestand der Menschheit, wenn schon das einfache Anbandeln als sexuelle Belästigung gegeißelt wird. Hier ist Augenmaß und Respekt gefragt – nicht Hysterie. »Ohne Anbandeln gibt es kein fröhliches Schnackseln und keinen Nachwuchs zum Erhalt der Menschheit«, sagte der Ordensmann. Ja, so der Fastenprediger, seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts wonach Anspruch auf ein drittes Geschlecht bestehe, müssten zahlreiche Gesetze geändert werden. »Bei uns in Bayern geht das viel unverkrampfter«, sagte Sutorius. So seien zum Beispiel 65 Mädel Mitglied beim Burschenverein in Kammer und sind so per Definition auch »Burschen«. »Burschen« im Sinne der Satzung können also auch Mädel sein. »Geht doch ois ganz einfach«, so der Klosterbruder.

Ruhpolding hat beim Biathlon Weltcup wieder ein schönes Fest gefeiert, was durch 1200 ehrenamtliche Helfer ermöglicht wird. Die Inzeller hätten sich gegen eine Olympiade ausgesprochen, meinte Sutorius. Doch warum? Die Antwort vom Mönch: »Weil die älteren Herren vom IOC, die Korrupties mit den großen Taschen, ein schlichtes Fest unter Einbeziehung der Bevölkerung ablehnen.« Die Inzeller hätten sich nicht einfach verweigert, sie hätten deutlich gemacht, dass sie sich nicht verschaukeln ließen, führte der Prediger anerkennend aus.

Man bekomme schon seine Zweifel, so Sutorius, wenn mit dem nördlichen Kammmolch oder dem gemeinen Feldhamster notwendige Ortsumfahrungen jahrzehntelang verhindert würden und dann aber gleich wieder der Feinstaub an einigen Stellen der Republik als massive Gesundheitsgefahr für alle Deutschen beschrieben werde. Respektlos sei auch das Spiel mit gezinkten Karten, also das Vorschieben von Umwelt- und Gesundheitsargumenten, wenn es in Wahrheit nur um die Durchsetzung von Eigeninteressen gehe. Als Beispiel führte Sutorius die Autobahn 8 an, den großen Parkplatz zwischen Rosenheim und Salzburg. Viele hätten in Kenntnis der Autobahn dort hingebaut und wollten sich jetzt nicht mal mit einem Lärmschutz zufriedengeben. Dabei seien das oft die gleichen Leute, die die Tauernautobahn und die Strecke durch das Kanaltal zur Adria möglichst mehrmals im Jahr nutzen.

Die Bayern seien richtig erfahren im Integrieren von Migranten. Schon die keltischen Vorfahren im Chiemgau hätten die Römer derart integriert, dass die Fußkranken nach dem Rückzug der Römer nach Italien gar nicht mehr mit zurück über die Alpen sind. »Sogar Preußen haben wir bei uns durch Aufheiraten vernichtet und zu überzeugten Lederhosenträgern umfunktioniert«, meinte der Mönch und fügte an, dass dabei der Weitblick mancher Zugroasten wirklich guttue.

Unterstützung statt Kritik ist angebracht

Die ehrenamtlichen Helfer der Essener Tafel, wie der aller anderen Tafeln auch, bräuchten Unterstützung und keine Kritik. Denn wenn diese Helfer nicht auf die Belange der bedürftigen Deutschen eingingen, wäre das Wasser auf die Mühlen der Rechtspopulisten und wer die Tafeln wie die Oberin Angela gleich kritisiere, der treibe leider weitere Wähler an den rechten Rand, so der Bruder.

Er habe das Gefühl, dass die kampferprobte, siebenfache Mutter »Schwester Ursula« noch nicht gemerkt habe, dass sie gar nicht mehr Familienministerin sei. Denn der Zustand der Bundeswehr sei abgewirtschaftet und bedenklich. Zumindest in einem Bereich sei ihre Bundeswehr der roten Armee drückend überlegen. Bei der Anzahl der Kitaplätze. Diese erfolgreiche Familienbetreuung werde den mit Atomsäbeln rasselnden Putin tief beeindrucken. »Er muss ja Angst haben, dass ihm vollgemachte Windeln entgegengeschleudert werden!«, so der Fastenprediger. mp