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Traunsteiner Schienenfahnder werden im Fernreisezug fündig

Drogen und gestohlenes Handy dabei

Freilassing – Mit Drogen und einem gestohlenen Handy wurde ein malischer Staatsangehöriger in einem Zug von München nach Bologna erwischt.

Foto: dpa/David Ebener

Lediglich mit seiner italienischen Aufenthaltsgestattung konnte sich der malischer Staatsangehöriger am Montag gegenüber den Schienenfahndern der Polizei Traunstein im Fernreisezug EN 295 auf der Fahrt von München nach Bologna ausweisen. Dies war den Beamten jedoch zu wenig, da dieser einen gültigen Reisepass zum legalen Aufenthalt im Bundesgebiet benötigt hätte. Wie bei der Kontrolle festgestellt werden konnte, hielt sich der Reisende unter den vorgewiesenen Personalien seit September 2014 als Asylbewerber in Deutschland auf und war dann im Mai dieses Jahres nach unbekannt verzogen. Letzteres ist vermutlich auch der Grund, dass der 25-Jährige aktuell von der Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen zur Aufenthaltsermittlung wegen illegaler Einreise gesucht wird.

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Zur genauen Abklärung seiner Identität wurde in der Folge sein mitgeführtes Reisegepäck durchsucht. Anstatt eines gültigen Reisedokumentes fanden die Fahnder jedoch in der Geldbörse des Mannes zwei Marihuana-Tabakjoints und in einem Tabakbeutel insgesamt vier XTC-Tabletten.

Eine weitere Überraschung erwartete die Beamten, als sie einen hinter der Rückenlehne versteckten Rucksack öffneten. In dem befand sich nämlich zudem ein vor Kurzem gestohlenes Handy.

Die Gegenstände wurden sichergestellt und die Person der Ermittlungsgruppe der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein übergeben. Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen konnte der 25-Jährige seine Reise fortsetzen. Mit dem Sachverhalt wird sich nun die Staatsanwaltschaft Traunstein beschäftigen.