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Drogendealer verkaufte auch an Kinder – Hausdurchsuchungen und Verhaftung

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Foto: Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Mühldorf – Ein 24-jähriger Mann soll im Raum Mühldorf großen Rauschgifthandel betrieben haben: rund 30 Taten werden ihm zur Last gelegt, er soll auch mehrmals an Kinder verkauft haben.


Nach länger andauernden Ermittlungen der Kriminalpolizeistation Mühldorf klickten am Donnerstag bei einem 24-Jährigen die Handschellen: Der junge Mann wird beschuldigt, bereits seit Ende 2016 vor allem im Umfeld des Mühldorfer Stadtplatzes mit Rauschgift gehandelt zu haben. In diesem Zusammenhang soll er auch regelmäßig an Minderjährige Betäubungsmittel verkauft haben, weshalb ein Verbrechenstatbestand mit erhöhter Straferwartung im Raum steht.

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Im Rahmen eines koordinierten Einsatzes unter Federführung der KPS Mühldorf und mit Unterstützung der Operativen Ergänzungsdienste sowie der Kriminalpolizei Traunstein wurde am 28. Februar ein verdeckt geführtes Rauschgiftverfahren in die offene Phase übergeleitet. Dabei vollzogen die Einsatzkräfte vier Durchsuchungsbeschlüsse, von denen sich drei Wohnobjekte in Mühldorf und eines in Neumarkt St. Veit befanden.

Gleichzeitig wurden personengebundene Maßnahmen und Ermittlungen vorangetrieben. Neben vorläufigen Festnahmen, erkennungsdienstlichen Behandlungen und Beschuldigtenvernehmungen war dies insbesondere der Vollzug des Haftbefehls bei einem 24-jährigen syrischen Staatsangehörigen.

Der verhaftete junge Mann – der seit 2016 seinen Wohnsitz in Neumarkt St. Veit hat – ist bereits seit Ende vorletzten Jahres verschiedenen Polizeibehörden aufgrund mehrerer Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz aufgefallen. Wegen seines konspirativen Agierens im hiesigen Raum gestaltete sich das Sammeln von Beweisen für die Rauschgiftermittler der Mühldorfer Kripo lange Zeit schwierig. Letztlich hellten Erkenntnisse aus anderen Rauschgiftverfahren die illegalen Praktiken des 24-Jährigen auf: Nach aktuellem Ermittlungsstand werden ihm rund 30 Einzeltaten – betreffend den Handel mit Marihuana, Haschisch, Ecstasy, Amfetamin – zur Last gelegt.

Besonders schwer wiegt der Umstand, dass wohl in einem Teil der Fälle die Drogen an Jugendliche verkauft worden sind. Somit steht ein Verbrechen mit einer Straferwartung von nicht unter einem Jahr im Raum. Der syrische Staatsangehörige – der zu den Vorwürfen schweigt – wurde gestern dem Haftrichter beim Amtsgericht Traunstein vorgeführt und anschließend einer Justizvollzugsanstalt überstellt. Die Ermittlungen unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein dauern an.

Das Kommissariat zur Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität der Mühldorfer Kripo möchte vor allem junge Menschen vor den rechtlichen, praktischen und gesundheitlichen Konsequenzen des unbedachten Kontakts mit illegalen Suchtmitteln (aber natürlich auch beim Mißbrauch „legaler Drogen“) warnen: Neben unangenehmen Konflikten mit Polizei und Justiz, sind dies oft gravierende Auswirkungen auf den Führerschein(-erwerb) oder Schule/Ausbildung/Arbeit sowie Gesundheitsrisiken vor allem für den jungen Organismus. Von den finanziellen Auswirkungen einer Abhängigkeit sowie der Gefahr des sozialen Abrutschens – gepaart mit dem Griff zu harten Drogen – ganz zu Schweigen. Infos zu Sucht und Drogen, aber auch zu vielen anderen Themen in Punkto Sicherheit für Jugendliche gibt es auf www.polizeifürdich.de.

Pressemeldung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd