weather-image
27°
Lehrerkonzert der Sing- und Musikschule Inzell in der Siegsdorfer Pfarrkirche

»Du bist die Ruh« als roter Faden

Die Pfarrkirche Siegsdorf, ausgestattet mit einer bestechenden Akustik und barockem Glanz, bot den würdigen Rahmen für ein festliches Lehrerkonzert der Cajetan Adlgasser Sing und Musikschule Inzell unter dem Motto »Du bist die Ruh«. Den textlichen »roten Faden« durch das überwiegend sakrale Musikprogramm bildete das gleichnamige Gedicht von Friedrich Rückert.

Tiefgründige Lyrik und berührende klassische Kirchenmusik präsentierten (vorne von links) Sabine Kübler, Veronika Vajda und Dr. Elke Michel-Blagrave sowie (hinten von links) Heinrich Albrecht, Bernhard Sowa, Zoran Curovic, Tim Blagrave. (Foto: Bauregger)

Mit dem Ausspruch: »Manche Menschen wissen nicht, wie wichtig es ist, dass sie da sind. Sie wüssten es, würden wir es ihnen sagen« signalisierte Musikschulleiter Heinrich Albrecht bereits bei seiner Begrüßung, dass es an diesem Abend um tiefgründige Lyrik und berührende klassische Kirchenmusik gehen wird. Heinrich Albrecht hatte sich nicht nur intensiv mit den hoffnungsvollen Botschaften aus dem Gedicht »Du bist die Ruh« auseinandergesetzt. Er verstand es ein weiteres Mal, diese Botschaften, eingebettet in eine wunderbare Klangfülle, gefühlvoll an die Zuhörer weiterzugeben.

Anzeige

Auch die Lehrkräfte der Musikschule Inzell nehmen laut Albrecht die anspruchsvolle Aufgabe wahr, Musik Menschen jeden Alters, unabhängig aus welchem Kulturkreis sie kommen und welche Hautfarbe sie haben, näher zu bringen und sie einfühlsam und individuell zu unterrichten. Das Konzert eröffneten Zoran Curovic an der Trompete und Gastmusikerin Dr. Elke Michel-Blagrave an der Orgel mit »Andante« von Oskar Frederik Lindberg (1887 bis 1955).

Sabine Kübler, Viola, und Tim Blagrave, Klavier, konzertierten mit »Elegie für Viola und Klavier Opus 44« von Alexander Glasunow (1865 bis 1936). Im Trio ließen als nächstes Konzertstück Dr. Elke Michel-Blagrave, Bernhard Sowa und Zoran Curovic das »Doppelkonzert für zwei Trompeten und Orgel« von Antonio Vivaldi (1678 bis 1741) gekonnt in den Kirchenraum erklingen. Tim Blagrave und Veronika Vajda widmeten sich daraufhin der »Sonate für Violine und Klavier Opus 78 Nr. 1 in G-Dur, 2. Satz Adagio« von Johannes Brahms (1833 bis 1897).

Dr. Elke Michel-Blagrave intonierte auf der Orgel das Choralvorspiel von »Wachet auf, ruft uns die Stimme« von Johann Sebastian Bach (1685 bis 1750). Das Konzert schloss Tim Blagrave am Klavier mit dem Werk von Robert Schumann (1810 bis 1856) »Davidsbündlertänze« Teil II mit den Sätzen Nr. 4 »Wild und lustig«, Nr. 5 »Zart und singend«, Nr. 6 »Frisch«, Nr. 7 »Mit gutem Humor«, Nr. 8 »Wie aus der Ferne« und Nr. 9 »Nicht schnell« hörenswert ab. Als »Geschenk des Himmels« wertete Albrecht die Anwesenheit so vieler interessierter Zuhörer, denen er abschließend mit auf den Weg gab: »Das innere Licht zu entfachen ist der Weg zum Frieden.« Werner Bauregger