«Dune: Spice Wars»
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Ein Sandsturm nähert sich. Da kann die Spice-Produktion schonmal drunter leiden. Also schnell alle beweglichen Einheiten aus dem Weg schaffen. Foto: dpa
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Nachts auf Arrakis: Auch im Dunkeln muss das Spice fließen. Foto: dpa
«Dune: Spice Wars»
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Spieler von «Dune: Spice Wars» müssen ihr Territorium ausdehnen und es gegen die oftmals aggressiven Nachbarn und Einheimischen verteidigen. Foto: dpa
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Vier Fraktionen gibt es für Spieler von «Dune: Spice Wars» zur Auswahl. Hier der sympathische Fürst Wladimir Harkonnen - Chef des eher auf Aggression ausgelegten Haus Harkonnen. Foto: dpa

»Dune: Spice Wars«: Das Spice muss fließen

Berlin (dpa/tmn) - Frank Herberts »Dune« ist wieder im Kino. Und auch ein lang erwarteter Nachfolger der Strategie-Videospiele geht als Early Access an den Start. Lohnt die Reise nach Arrakis schon?


Arrakis, Wüstenplanet, Heimat des Spice - die Geschichte des mystischen Wüstenplaneten, galaktischer Ränkespiele und handfestem Krieg im Sand ist oft erzählt. In Frank Herberts Büchern, mehreren Filmen und auch als Strategiespiel für den PC. Mit »Spice Wars« ist nun das neueste Videospiel im »Dune«-Setting in den Early Access gegangen.

»Spice Wars« ist ein klassisches Globalstrategiespiel. In 4X-Marnier wird erkundet (explore), Herrschaftsgebiete ausgedehnt (expand), Ressourcen ausgebeutet (exploit) und Gegner ausgelöscht (exterminate). Soweit so gut, passt ja zum Szenario vom Kampf um die Wüstenwelt mit ihrem mystischen Gewürz namens Melange, dass unter anderem interplanetarische Weltraumreisen ermöglicht.

Handeln, hauen, Häuser bauen

Spielerinnen und Spieler können zwischen dem Haus Atreides (nett), dem Haus Harkonnen (böse), den Schmugglern (profitorientiert) und den Fremen (die beinharten Eingeboreren) wählen. Jede Fraktion hat ihre eigenen Fähigkeiten - das Spielprinzip ist aber immer ähnlich. Territorium ausdehnen, Ressourcen (Spice) ausbeuten, Technologien erforschen, Gebäude bauen, Geld verdienen, aufpassen, dass die Sandwürmer nicht die Erntemaschine fressen. Kennt man soweit.

»Spice Wars« spielt sich anfangs langsam, später wird das Budgetieren von Geld, Wasser und anderen Ressourcen extrem komplex. Hinzu kommen noch politische Elemente wie Eingaben an den Landsraad, das galaktische Parlament. Sie bringen über die Währung Einfluss im besten Fall Vorteile für die eigene Fraktion und Nachteile für die Gegner. Der politische Prozess ist bisweilen schwer durchschaubar, manchmal auch störend für den Spielfluss.

Das Produkt reift beim Kunden

Gelegentliche Kämpfe mit den Einheimischen und anderen Fraktionen stören enorm und können das kleine Imperium in Gefahr bringen. Schwankende Wechselkurse an der Spice-Börse und ständiger Geldmangel erschweren das Fortkommen zusätzlich. Typisch für ein noch reifendes Spiel im Early Access: Es wirkt alles noch etwas unfertig und unbalanciert. Und warum sich die Fremen als einheimische Fraktion genauso spielen, wie die kolonisierenden großen Häuser? Erschließt sich nicht - und ändert sich vielleicht noch.

»Dune: Spice Wars« ist für Fans der Serie und Veteranen von »Dune II« (1992) und »Dune 2000« (1998) trotz aller gefühlten Unfertigkeit einen Blick wert. Wer zur Reihe noch keinen Bezug hat, wartet vielleicht lieber auf die fertige Version. Das Spiel gibt es via Downloadplattform Steam für aktuell rund 30 Euro.

"Dune: Spice Wars" via Steam

© dpa-infocom, dpa:220519-99-347644/2