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Durch die Lücke ins Netz

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Durch die Lücke ins Netz
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Hacker kennen sich super mit Computern aus. Sie spüren zum Beispiel Sicherheitslücken auf. Foto: Oliver Berg/dpa Foto: dpa

Dicke Türen, mehrere Schlösser und Kameras: Wer einen Raum vor Einbrechern schützen möchte, hat viele Möglichkeiten. Doch was macht man, wenn man etwas im Netz sichern will? Seine Internetseite etwa. Oder ganze Netzwerke, in denen Computer einer Firma verbunden sind.


Im Internet helfen keine Schlösser. Doch es gibt andere Möglichkeiten, sich vor Eindringlingen zu schützen, sagt Sebastian Schreiber. Sein Beruf ist es, so zu tun, als greife er die Netzwerke von Firmen an. So findet er heraus, wo Lücken in der Sicherheit sind und wo es Eindringlinge leicht hätten. Zu diesen Eindringlingen sagt man auch oft Hacker (gesprochen: Häcker).

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Die Firmen wissen dann, welche Systeme sie technisch verbessern müssen. Trotzdem ist es nicht leicht, Angriffe abzuwehren. »Ein System zu hacken ist leichter als es zu sichern«, sagt Sebastian Schreiber. Denn selbst wenn man fast alles abgesichert hat: Probiert der Angreifer es nur oft genug, findet er oft auch eine Lücke.

Auch die Netzwerke von Regierungen werden von Hackern angegriffen. Am Mittwoch wurde bekannt, dass Hacker in ein Netzwerk der deutschen Regierung eindringen konnten. Dort erbeuteten sie unter anderem Daten von den Computern. Einige Experten vermuten, dass die Hacker zu einer Gruppe aus Russland gehören. Die Gruppe soll auch mit der dortigen Regierung Kontakt haben. Bewiesen ist das allerdings noch nicht.

Durch solche Daten könnten Hacker zum Beispiel mehr über die Pläne einer Regierung herausfinden. »Stehen dann mal Verhandlungen zwischen den Regierungen an, kennt die Gegenseite schon alle Argumente«, sagt Sebastian Schreiber. »Das ist wie beim Kartenspielen: Wenn ich weiß, welche Karten der Gegner hat, gewinne ich leichter.« Die andere Seite will das natürlich verhindern.