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Durchmarsch in der Bezirksliga

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Freuen sich über eine bärenstarke Saison und den Aufstieg in die Super-Bezirksliga: Die 1. Mannschaft der Herren 40 mit (v.l., stehend) Christian Damböck, Mats Fergusson, Thomas Jander, Christian Hahn und Daniel Müller, vorne Spielführer Daniel Peter und Sepp Moldan (r.), gleichzeitig Vorstand der Tennisfreunde Schönau am Königssee. Es fehlen Sepp Wendl und Jeroen Put. (Foto: privat)

Eine Saison, die unter dem Ziel »Klassenerhalt« stand, beendeten die Herren 40 der Tennisfreunde Schönau am Königssee nach einem sensationellen Durchmarsch durch die Bezirksliga als ungeschlagener Meister und Aufsteiger.


Die Mannschaft ließ sich auch durch Verletzungssorgen nicht aus der Spur bringen und sicherte sich am letzten Spieltag mit einem Auswärtssieg bei der SG Hausham den Aufstieg in die Super-Bezirksliga. Die Schönauer sind damit die höchstklassige Herren-40-Mannschaft im Berchtesgadener Land.

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Schon zu Beginn der Verbandsrunde gab es einige Fragezeichen bei der 1. Mannschaft der Herren 40, ob die Stamm-Sechs regelmäßig auf dem Platz stehen kann. Auch aufgrund von Verletzungssorgen wurde das erste Heimspiel gegen den TV Dürnbach mit einiger Spannung erwartet. Die Gäste hingegen haben die Schönauer wohl angesichts der nominell im Vergleich schlechteren Leistungsklassen etwas unterschätzt und sind nicht in Bestbesetzung auf der Tennisanlage im Schneewinkl angetreten. Eine fatale Fehleinschätzung, wie der in dieser Höhe auf beiden Seiten unerwartete 7:2-Sieg der Hausherren zeigte – und der im weiteren Saisonverlauf noch Auswirkungen haben sollte.

Das Verletzungspech indes hielt an, die etatmäßige Nummer 4, Jeroen Put, musste aufgrund einer Knieverletzung nach dem ersten Spiel für den Rest der Saison absagen. Dennoch siegte das Team um den ebenfalls angeschlagenen Spielführer Daniel Peter auch im zweiten Spiel wiederum auf heimischer Anlage mit 7:2 gegen den TC Unterföhring. Damit war das eigentlich ausgegebene Saisonziel von zwei Saisonsiegen zum Klassenerhalt bereits erreicht. Allerdings kam auch der nächste Ausfall in Form einer Schulterverletzung von Sepp Wendl.

Das Verletzungspech blieb den Schönauern weiter treu. Der aus der 2. Mannschaft nachgerückte Thomas Jander musste zwischenzeitlich wegen eines Bänderrisses pausieren, war aber zum Auswärtsspiel beim TC Riemerling wieder an Bord. Auch dort zeigten die Spieler vom Königssee eine starke Leistung und machten mit einem überzeugenden 5:1 schon nach den Einzeln alles klar – letztlich hieß es 8:1.

Eine Woche später reiste der TC Unterhaching an den Königssee. Denen war das letztjährige Aufeinandertreffen noch in guter Erinnerung, als sie auf heimischer Anlage mit 2:7 verloren. Dementsprechend stark aufgestellt präsentierten sich die Münchner. Doch waren die Hausherren erneut zu stark, wenn ihnen die Gäste auch einiges abverlangten. Allerdings stand nach den Einzeln erneut ein vorentscheidendes 5:1, dass Sepp Moldan mit einer Riesenleistung an Position 3 sicherstellte. So musste sich der TC Unterhaching enttäuscht, aber fair 2:7 geschlagen geben.

Als Tabellenführer kann man sich nicht mehr verstecken und so trat auch der TSV Neubiberg Ottobrunn nahezu in Bestbesetzung gegen die Tennisfreunde an, die aufgrund eines weiteren Ausfalls mit Christian Damböck noch einen Spieler aus der 2. Mannschaft aufgeboten haben. Und es wurde ein Nervenkrimi – insgesamt sechs Matches wurden erst im Champions Tie-Break entschieden. Und alle sechs zugunsten der Schönauer, unter anderem alle drei Doppel, was für etwas lange Gesichter bei den Hausherren sorgte. Die hätten allerdings alle drei Doppel nach dem 2:4-Rückstand aus den Einzeln gewinnen müssen.

So reisten die Tennisfreunde auch zum letzten Spiel als Tabellenführer an und wollten unbedingt gewinnen, um nicht am Ende noch rechnen zu müssen. Denn der TV Dürnbach, der zu Beginn der Verbandsrunde die Schönauer so unterschätzt hatte, entpuppte sich als ärgster Verfolger und hatte alle folgenden Begegnungen ebenfalls gewonnen. Noch dazu mussten die Gäste vom Königssee beim Nachbarverein, der SG Hausham, antreten, die als Tabellendritter ebenfalls eine starke Saison spielten.

Leider traten die Gastgeber entsprechend auf und agierten zum Teil unsportlich, wovon sich die Schönauer allerdings nicht aus der Spur bringen ließen. Mats Fergusson, Sepp Moldan, Daniel Müller und Thomas Jander sorgten für die 4:1-Führung, bevor Daniel Peter in einem hart umkämpften Drei-Satz-Match den umjubelten Schlusspunkt zum vorzeitigen 5:1-Sieg setzte. Die Doppel wurden dann aufgegeben und mit den besten Wünschen für die kommende Saison verabschiedeten sich die Tennisfreunde als ungeschlagener Aufsteiger in Richtung Königssee, wo die herausragende Verbandsrunde noch in kleinem Rahmen gefeiert wurde. Die offizielle Aufstiegsfeier am heimischen Tenniskaser wird im September steigen. fb