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Dynamo-Geschäftsführer Müller: «Ich schäme mich»

Dresden (dpa) - Mit Wut und Empörung haben die Verantwortlichen von Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden auf die gewalttätigen Ausschreitungen sogenannter Fans beim Gastspiel beim 1. FC Kaiserslautern (0:3) am Freitagabend reagiert.

Chaoten
Dresdner Anhänger benahmen sich in Kaiserslautern daneben. Foto: Uwe Anspach Foto: dpa

«Als Verantwortlicher schäme ich mich für den gestrigen Auftritt einiger Leute im Gästeblock. Die große Mehrheit der Anhänger, Mitglieder, aktiven Fans und Gremienvertreter von Dynamo Dresden distanziert sich davon in aller Form und Klarheit», sagte Dynamo-Geschäftsführer Christian Müller am Samstag.

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«Diese Typen machen den Fußball und das Ansehen unseres Vereins kaputt. Sie dürfen nicht Fans von Dynamo Dresden genannt werden. Wir werden in bereits am Freitag begonnener Zusammenarbeit mit der Lauterer Polizei und den Sicherheitskräften dort alles tun, die Gewalttäter zu ermitteln und mit aller Härte zu bestrafen», kündigte Müller an.

Nach Angaben der Polizei griffen Dresdner Fangruppen am Freitagabend nach der 0:3-Niederlage ihres Teams auf dem Messeplatz der Stadt mehrere Beamte an und beschädigten vier Busse sowie Einsatzfahrzeuge der Polizei. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 70 000 Euro, berichtete ein Polizeisprecher am Samstag. Zwei Personen wurden bei den Krawallen verletzt. Schon vor dem Spiel hatten einige der rund 4000 angereisten Dynamo-Fans im Stadion für Wirbel gesorgt, als sie einen Nachbar-Zuschauerblock stürmen wollten und von der Polizei und den Ordnungskräften zurückgedrängt werden mussten. Pyrotechnik hüllte den Gästeblock in der Osttribüne des Fritz-Walter-Stadions unmittelbar vor dem Anpfiff minutenlang in dichte Rauchschwaden. Auch während des Spiels wurde Pyrotechnik abgebrannt.