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E-Bike-Fahrerin stürzt bei der Gotzenalm ab

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Königssee: Bergwachten rücken zu zehn Einsätzen aus – E-Bike-Fahrerin stürzt über Steilhang ab | Berchtesgaden
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Rund um den Königssee, am Hochkalter und am Jenner waren die Kräfte der Berg- und Wasserwacht gefordert. (Foto: BRK BGL)

Schönau am Königssee – Bergwacht und Wasserwacht hatten von Montag bis Mittwoch rund um den Königssee alle Hände voll zu tun. Insgesamt zehn Unfälle passierten in den Berchtesgadener Bergen.


Ein sehr schwerer Unfall passierte am Mittwoch kurz nach 11.30 Uhr knapp unterhalb der Gotzenalm. Eine 50-jährige E-Bike-Fahrerin aus Oberösterreich war bergauf in der 180- Grad-Kehre zu weit rechts gefahren, berührte die hölzerne Begrenzung und stürzte daraufhin den Hang hinunter. Die Frau fiel rund fünf Meter im freien Fall und stürzte 20 Meter den Steilhang hinab, wobei sie schwer verletzt in den Stauden hängen blieb.

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Die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers »Christoph 14« setzte den Notarzt und einen Berchtesgadener Bergretter auf der Forststraße in der Nähe der Unfallstelle ab. Sie übernahmen die Erstversorgung der 50-Jährigen. Weitere vier Bergretter folgten mit dem All-Terrain-Vehicle (ATV) und dem Rettungsfahrzeug. Die Einsatzkräfte flogen die Frau zum Salzburger Unfallkrankenhaus aus.

Während des Einsatzes meldete eine Pension einen mutmaßlich vermissten Gast bei der Bergwacht. Die Frau sei im Grünstein-Watzmann-Gebiet unterwegs, nicht mehr im Zimmer gewesen und auch nicht per Handy erreichbar. Die Bergwacht informierte die zuständige Polizei, die den Sachverhalt genauer abklärte. Noch bevor eine Handy-Ortung durchgeführt wurde, rief die Vermisste nach etwa eineinhalb Stunden aus dem Grünstein-Klettersteig zurück und teilte mit, dass alles in Ordnung sei.

Am Mittwochnachmittag stürzte eine 28-jährige Urlauberin am Obersee-Ufer in Richtung Fischunkelalm beim Fotografieren von einem rund einen Meter hohen Felsen und verletzte sich schmerzhaft an der Hüfte. Ihre Mutter ging nach Salet zurück und ließ gegen 15.40 Uhr einen Notruf absetzen. »Christoph 14« brachte Bergretter zur Unfallstelle, die die Erstversorgung übernahmen. Die BRK-Wasserwacht stieg von Salet zu Fuß auf und half bei der Versorgung und beim Transport der Verletzten. »Christoph 14« flog die Frau zur Kreisklinik Bad Reichenhall – die BRK-Wasserwacht brachte die Mutter und die drei Bergretter mit dem Boot zur Seelände zurück. Die Becken-Verletzung war so kompliziert und schwer, dass die Frau am nächsten Vormittag mit dem Regensburger Intensivtransporthubschrauber in eine Spezialklinik verlegt werden musste. Die Mutter der Verunfallten bedankte sich beim Bergwacht-Einsatzleiter, der die Situation richtig eingeschätzt hatte und gleich einen Hubschrauber mit Notarzt angefordert hatte.

Gleichzeitig ging von der Priesbergalm am Jenner ein Anruf in der Berchtesgadener Bergrettungswache ein. Eine Frau hatte eine Fußverletzung erlitten und konnte nicht mehr selber absteigen. Die Bergwacht untersuchte die Patientin und brachte sie dann auf eigenen Wunsch zu ihrem Auto am Königssee-Großparkplatz zurück. Am Mittwoch gegen 19.30 Uhr musste die Besatzung von »Christoph 14« dann noch zur Wasseralm in der Röth fliegen, wo eine gestürzte, erschöpfte und verletzte 59-jährige Wanderin Hilfe brauchte. Die Besatzung flog sie zur Kreisklinik Bad Reichenhall.

Am Dienstag gegen 14.15 Uhr musste »Christoph 14« zur Blaueishütte am Hochkalter fliegen und einen intern erkrankten Patienten abholen.

Kurz nach 16 Uhr meldeten sich drei junge Frauen aus Franken, die am Kehlstein vom Rundweg weg den Urschenlochsteig abgestiegen waren und in etwa 1 600 Metern Höhe rund 70 Meter abseits in einer steilen Felsrinne festsaßen. Die Verstiegenen konnten über ihr Handy geortet werden.

Die Bergwacht Berchtesgaden konnte die Gruppe mit dem Fernglas sichten, fuhr dann auf die Dalsenwinkelstraße und stieg über den Brottragersteig und den Urschenlochsteig in Richtung der jungen Frauen zunächst auf und dann ab. Die Einsatzkräfte mussten gute 100 Meter mit einem Seilgeländer versichern, brachten die Unverletzten auf den Steig zurück und dann zum Fahrzeug. Drei Retter waren rund dreieinhalb Stunden lang gefordert.

Am Montag gegen 12.45 Uhr verletzte sich eine 61- jährige Urlauberin aus Hessen am Jenner unterhalb des Beschneiungsweihers schwer am Sprunggelenk. Die Bergwacht versorgte die Wanderin und fuhr sie mit ihrem Rettungsfahrzeug direkt zur Kreisklinik Berchtesgaden, wo ein Bruch festgestellt wurde.

Im Anschluss folgte ein weiterer Einsatz am Jenner, wo im neuen Laxersteig (Klettersteig bis C) zwei junge Schwestern aus Hamburg nicht mehr weiterkamen, da der Steig durch den anhaltenden Regen der letzten Tage noch nass und rutschig war. Ein Berchtesgadener Bergretter, der heuer beim Bau des Klettersteigs mitgeholfen hatte und kurz vor dem Notruf noch selbst mit zwei Freunden im Steig unterwegs gewesen war, war gerade am Mitterkaser und wusste, wo sich die Einsatzstelle befindet. Das Trio lief als Ersthelfer zur Einsatzstelle. Die Männer fanden die Unverletzten rasch und konnten sie mit einem 30-Meter-Seil über das erste Band zum Einstieg ablassen, wo sie dann mit dem Einsatzleiter zusammentrafen. Am Montagnachmittag kurz nach 15.20 Uhr musste die BRK-Wasserwacht mit ihrem Rettungsboot nach Salet ausrücken und eine 24- jährige Wanderin aus Baden-Württemberg versorgen, die bereits um 13 Uhr im Bereich des Röthbach-Wasserfalls von einem Baumstumpf abgerutscht war und sich mittelschwer am Unterarm verletzt hatte. Ihr Begleiter leistete gute Erste Hilfe und führte die Verletzte bis zur Bootsanlegestelle, da sie an der Unfallstelle keinen Handyempfang hatten. Der Stegwart setzte dann einen Notruf ab. Die ehrenamtlichen Wasserretter fuhren zur Anlegestelle, versorgten dort die Patientin und transportierten das junge Paar zur Seelände. Eine Rettungswagen-Besatzung brachte die Frau dann zur Kreisklinik Berchtesgaden. fb