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E-Commerce: Onlinegeschäft entwickelt sich weiter

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Der Onlinehandel wächst stetig, auch wenn er die Läden in den Fußgängerzonen nicht so schnell verdrängt wie zunächst angenommen. Genau wie für den stationären Handel gilt es für Onlinehändler, die aktuellen Entwicklungen und Trends zu kennen, um der Konkurrenz voraus zu sein. Zu den wichtigsten Veränderungen gehören eine stärkere Personalisierung, Fokus auf Smartphones und die stärkere Position von kleinen Unternehmen. 


Laut einer Prognose von Eco kann im Onlinehandel mit jährlichen Wachstumsraten von durchschnittlich 13 Prozent gerechnet werden. Einen erheblichen Anteil daran hat das Business-to-Business-Geschäft, aber auch das Privatkundengeschäft ist auf dem Vormarsch. Grund dafür ist laut Eco die steigende Onlineaffinität der Deutschen. Allerdings wird das nicht unmittelbar das "Aussterben" der Fußgängerzonen nach sich ziehen. Denn auch dem stationären Einzelhandel geht es besser. Der Einzelhandel habe in den letzten Jahren "von einer ungewöhnlich guten Nachfrageentwicklung profitiert", wie Boris Hedde vom IFH (Institut für Handelsforschung) in Köln erklärt.

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Der Druck auf die Innenstädte bleibt jedoch groß. Denn die Kunden haben hinsichtlich des Shopping-Erlebnisses sowohl online als auch offline hohe Erwartungen, die es zu erfüllen gilt. Veränderungen hinsichtlich der Kundenbedürfnisse aber auch der technischen Möglichkeiten führen zu einer stärkeren Personalisierung von Onlineshops. Das bedeutet, dass es möglich ist, dem Kunden sehr genaue Produktvorschläge zu unterbreiten, wenn er bereits im Shop ist. Ihm werden also keine zufällig ausgewählten, sondern auf seinen individuellen Geschmack und seine Präferenzen zugeschnittene Artikel angezeigt.

Darüber hinaus machen Unternehmen in sozialen Medien wie Facebook, Twitter und Instagram auf sich aufmerksam. Zugleich werden auch kleinere Unternehmen immer wichtiger, heißt es auf der englischsprachigen Webseite entrepreneur.com. Verkaufsplattformen wie DaWanda, Ebay und Amazon böten Startups und kleineren Onlinehändler einen Raum, um ihre eigene Marke aufzubauen. Um möglichst viele Kunden zu erreichen, sollten junge, kleine Onlineunternehmen alle Kanäle nutzen, die sie zur Verfügung haben. Dazu zählt zum einen eine eigene Webseite für ihren Shop, für den sie bei entsprechenden Providern je nach Saison mit einem sogenannten Dynamic Cloud Server genau den Speicherplatz und die Serverleistung mieten können, die sie benötigen.

Zum anderen sollten sie Händlerseiten bei den oben genannten Plattformen aufbauen und über soziale Netzwerke mit ihrer Zielgruppe in Kontakt treten. Des Weiteren nehmen Mobile Commerce und Apps an Bedeutung zu. Für das Einkaufen via Smartphone sind einige besondere Faktoren wichtig: Nicht nur, dass Shops ihr Design an mobile Geräte anpassen müssen. Auch Zahlungsarten, die für mobile Einkäufe optimiert sind, gehören dazu. Dazu kommt das Einkaufen via einer gesonderten App, die der Nutzer herunterlädt. Hier ist eine größere Übersichtlichkeit der Funktionen gegeben, außerdem können Nutzerdaten und Profile in der App gespeichert werden. Redaktion: Marc Huber

Bildrechte: Flickr intense woman at work-2200125 jseliger2 CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten