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Ein explosiver Job

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Bombenentschärfer
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Ohne Zünder ist eine Bombe nicht mehr gefährlich. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa Foto: dpa

In Deutschland werden immer mal wieder alte Bomben im Boden gefunden. Dann kommen Spezialisten. Sie versuchen, die Bombe unschädlich zu machen. Geht das nicht, hilft Sprengstoff.


Der letzte Krieg in Deutschland ist schon mehr als 70 Jahre her. Trotzdem liegen noch Bomben aus dieser Zeit in der Erde. Wird eine Bombe gefunden, wird die Stelle abgesperrt. Denn die Bombe kann explodieren! Experten kümmern sich dann. In der Stadt Berlin haben sie am Freitag eine Bombe entschärft, also unschädlich gemacht.

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Wo kommen die Bomben her?

Sie wurden im Zweiten Weltkrieg von Deutschlands Gegnern über Deutschland abgeworfen. Die Bomben sollten explodieren, aber manche funktionierten nicht. Andere landeten auf zu weichem Boden. Deswegen reagierte der Zünder nicht. Die nicht explodierten oder nur teilweise explodierten Bomben werden Blindgänger genannt.

Wer findet die Blindgänger?

Manchmal werden sie zufällig entdeckt. Zum Beispiel wenn ein Bagger bei Bauarbeiten die Erde umgräbt. Es gibt aber auch Spezialisten, die gezielt danach suchen. Dafür benutzen sie Suchgeräte, mit denen sie Metall im Boden aufspüren können.

Was passiert mit den Bomben?

Bevor sich die Experten an die Arbeit machen, müssen die Menschen im Gebiet rund um die Bombe ihre Häuser verlassen. Sind alle weg, beginnt die Entschärfung. In Berlin kam dabei ein Spezialgerät zum Einsatz. Die Maschine drückt Wasser und Sand mit so viel Druck heraus, dass man mit dem Strahl schneiden kann. Sogar durch Metall! »Damit wird der Zünder rausgetrennt und entnommen«, sagt eine Expertin. Manchmal nutzen die Entschärfer auch ein Werkzeug, mit dem sie den Zünder ganz schnell herausdrehen. »Das wird über Funk gesteuert. Wir sind in sicherer Deckung«, sagt ein Spezialist.

Klappt die Entschärfung immer?

Manchmal schaffen es auch die Experten nicht. Dann legen sie Sprengstoff an die Bombe und lassen sie explodieren. So machten sie es vor ein paar Jahren etwa an einer Autobahn im Bundesland Hessen. Die Sprengung riss einen drei Meter tiefen Krater in die Fahrbahn.